Bei Wanderung verschwundenVermisste Touristin für Hexenritual getötet?

Lorna McSorley ist spurlos während des Urlaubs verschwunden.
Lorna McSorley ist spurlos während des Urlaubs verschwunden.
Ghost Mountain Inn

Was ist Lorna nur passiert?
Während eines Ausflugs im Südafrika-Urlaub ist die 71-jährige Britin spurlos verschwunden. Seit September wird sie vermisst. Nun gibt es einen schrecklichen Verdacht!

Beim Spaziergang spurlos verschwunden! Nur Lornas Karte war noch da

Lorna McSorley und ihr Partner Leon Probert checkten am 27. September 2025 im Ghost Mountain Inn in der Provinz KwaZulu-Natal ein. Um 14.30 Uhr brachen die beiden zu einem gemeinsamen Spaziergang auf – doch die Bilder auf der Überwachungskamera im Hotelfoyer sind die letzten Aufnahmen der Britin, wie unter anderem die Daily Mail berichtet.

In dem Hotel war Lorna nur wenige Stunden.
In dem Hotel war Lorna nur wenige Stunden.
Ghost Mountain Inn/Instagram

Denn nach nur kurzer Zeit entscheidet sich der 81-Jährige, zurück zum Hotel zu gehen, da der Spaziergang zu beschwerlich gewesen sei. Lorna wollte hingegen alleine weitergehen, um nach Tieren Ausschau zu halten. Die Karte mit dem eingezeichneten Weg nahm sie an sich. Was dann passierte, ist unklar. Ein Landwirt habe die Touristin noch gesehen und sich mit ihr unterhalten, als sie ihn nach dem Weg fragte. Dabei habe sie „entspannt“ gewirkt.

Doch als die 71-Jährige auch drei Stunden später noch immer nicht im Hotel ist, schlägt Leon Alarm. Die Polizei startet gemeinsam mit dem Hotel, Einheimischen und Freiwilligen eine Suchaktion. Sie durchkämmen daraufhin den nahegelegenen See und die Ufer nach Spuren von ihr – jedoch ohne Erfolg. Lediglich die Wanderkarte wird gefunden, berichtet The Mirror.

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Wurde Touristin Lorna bei einem Hexenritual getötet?

Die Ermittler glauben nun, dass die Rentnerin möglicherweise aufgrund einer traditionellen Hexereipraxis, die lokal als „Muti“ bekannt ist, getötet wurde, berichtet unter anderem The Mirror. Obwohl die meisten Muti-Rituale Teile von Pflanzen oder Tieren erfordern, gibt es auch jene, die glauben, dass die wirksamsten Zauber und Heilmittel menschliche Körperteile benötigen, so die Daily Mail.

Bestätigt wurde der Verdacht bislang zwar nicht, doch die Region ist bekannt für die religiösen Praktiken. Laut mehreren Einheimischen gilt „Muti“ als eine der größten Risiken der Region: Dutzende Menschen, darunter auch Kinder, sollen aufgrund dieser Praxis bereits verschwunden sein. „Es wäre nicht abwegig anzunehmen, dass dies hier geschehen ist“, erklärt Jacob Sabelo Ntshangase, ein Experte für die Zulu-Kultur, der Times.

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Seit vier Monaten verschwunden! „Wenn ich bei ihr geblieben wäre, wäre das nicht passiert“

Tagelang wurde nach Lorna gesucht, jedoch ohne Erfolg. Auch ein privater Suchtrupp konnte die 71-Jährige bisher nicht finden. Mittlerweile sind mehr als vier Monate vergangen. Leon sagte der Times, er gebe sich selbst die Schuld an ihrem Verschwinden: „Ich habe ein schlechtes Gewissen, denn wenn ich nicht ins Hotel zurückgekehrt und bei ihr geblieben wäre, wäre höchstwahrscheinlich nichts passiert.“

Dass seine Partnerin womöglich für ein Hexenritual geopfert wurde, schockiert den 81-Jährigen. „Ich wusste nie, dass so etwas existiert, aber es ist wohl eine Möglichkeit, dass sie entführt wurde, wenn man bedenkt, dass es keinerlei Beweise für ihre Existenz gibt.“ Ein Sprecher des britischen Außenministeriums sagte gegenüber der Daily Mail: „Wir unterstützen die Familie einer britischen Staatsbürgerin, die in Südafrika als vermisst gemeldet wurde, und stehen in Kontakt mit den örtlichen Behörden.“

Verwendete Quellen: Daily Mail, The Mirror, Times