Hund als WaffeStaatsanwalt sicher: Kinderschänder Dirk K. hetzt seinen Rottweiler auf Menschen

Dirk K. vor Gericht in Dresden
Dirk K. soll seinen Rottweiler auf Menschen gehetzt haben.
von Frank Vacik und Rouven Schroth

Er selbst schweigt, die vielen ihm vorgeworfenen Taten sprechen aber für sich:
In Dresden steht Dirk K. wieder vor Gericht – der Mann, den Ermittler als gefährlichen Kinderschänder einstufen, soll seinen Hund wie eine Waffe gegen Menschen eingesetzt haben.

Verurteilter Kinderschänder Dirk K.: Prozess um Hunde-Attacken, Vergewaltigungen und Drogen

Nach Überzeugung der Staatsanwaltschaft ist der 42-Jährige alles andere als ein unbescholtener Hundehalter. Dirk K., Trockenbauer aus Sachsen, sitzt erneut auf der Anklagebank des Landgerichts Dresden – und diesmal geht es nicht nur um schwere Sexualdelikte, sondern auch um brutale Attacken mit seinem Rottweiler.

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In nur einem Monat sollen die Ermittler drei Vorfälle mit dem großen Hund in Riesa gezählt haben: An einer Tankstelle gerät K. mit einem Mann in Streit, laut Anklage stachelt er den Rottweiler an – das Tier springt das Opfer an und beißt ihm in die Hüfte.

Bei einem weiteren Streit mit zwei Männern soll der Hund, wieder vom Herrchen hochgepusht, eine Sporttasche zerfetzt haben. Am schlimmsten trifft es einen Siebenjährigen: Der Rottweiler läuft ohne Leine durch Riesa, fällt den Jungen an und beißt ihm in den Handschuh seiner rechten Hand – das Kind erleidet Schmerzen, Rötungen und einen massiven Schock. Der Vater fordert, den Hund anzuleinen, doch statt Einsicht gibt es laut Akte nur Pöbeleien und Drohungen von Dirk K.

Das Problem sei nicht der Hund!

Brisant: Ein Gutachter bescheinigt dem Rottweiler selbst keine besondere Aggressivität – das Problem sei der Halter. „Hier kann man nur von einem Animieren des Besitzers sprechen, einfach durch seinen normalen Umgang“, sagt der Sachverständige zu RTL. Aus Sicht der Ermittler macht genau das den Fall so gefährlich: Ein Mann, dem eine narzisstische Persönlichkeit und Gefährlichkeit attestiert wurden, nutzt ein kräftiges Tier, um andere einzuschüchtern und zu verletzen.

Und die Hunde-Attacken sind nur ein Teil der Anklage. Mehr als 20 Mal soll Dirk K. Minderjährigen Drogen gegeben und im Gegenzug Sex verlangt haben, ein Mädchen soll er so vergewaltigt haben. Außerdem soll er seine Ex-Freundin brutal missbraucht und vergewaltigt haben. Schon 2017 verurteilte ihn das Landgericht Leipzig zu drei Jahren und sechs Monaten Haft, weil er im Raum Leipzig Drogen an Minderjährige gegen Sex gab. 2023 kassiert er weitere acht Monate auf Bewährung wegen gefährlicher Körperverletzung.

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Jetzt sitzt Dirk K. wieder in Untersuchungshaft, schweigt zu allen Vorwürfen – und muss im schlimmsten Fall mit bis zu 15 Jahren Haft und anschließender Sicherungsverwahrung rechnen. Für eines seiner mutmaßlichen Opfer ist die Hoffnung klar formuliert: Seine Ex-Partnerin sagt zu RTL, sie wünsche sich vor allem eins – „dass er einfach weg ist, am besten gar nicht mehr raus“. (ros)

Verwendete Quellen: eigene RTL-Recherche