Leben im Schatten der GeröllmassenSorge vor Felssturz in Kandersteg! Droht in der Schweiz ein zweites Blatten?

Oberhalb des Dorfes im Berner Oberland ist alles Gefahrenzone!
Eine gewaltige Felsmasse bewegt sich über Kandersteg. „Kleine spontane Abbrüche aus dem Spitze Stei bleiben jederzeit möglich”, warnt die Gemeinde auf ihrer Website. Aber wie wahrscheinlich ist ein gewaltiger Felssturz wie in Blatten 2025?
Felssturz am Spitze Stei sorgt für Aufsehen
Am 8. August brachen nach Angaben der Aargauer Zeitung rund 1.500 Kubikmeter Gestein am Spitze Stei oberhalb des Dorfes im Kanton Bern ab. Urlauber am Oeschinensee filmten den dramatischen Moment. Drei Tage später, am 11. August, setzte ein Gewitter Teile des Materials in Bewegung. Im Oeschibach kam es zu einem Murgang. Verletzt wurde dabei niemand. Bewohntes Gebiet war glücklicherweise nicht betroffen.
Die Ereignisse sorgen dennoch international für Schlagzeilen. Denn jetzt wächst die Sorge, dass Kandersteg bald ein großer Felssturz drohen könnte. Denn Teile des Berges oberhalb der Schweizer Gemeinde sind instabil. Das Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) schrieb unter Berufung auf die Nachrichtenagentur AP von einer instabilen Felsformation, die sich lösen und auf die Ortschaft stürzen könnte.
Gemeinde gibt leichte Entwarnung für bewohntes Gebiet
Die aktuelle Einschätzung vor Ort fällt deutlich weniger dramatisch aus: „Bewohntes Gebiet ist nach aktuellem Kenntnisstand weder durch Sturz- noch Murgangereignisse gefährdet“, erklärt die Gemeinde. Das gelte auch für sämtliche geöffneten Bereiche im Gebiet Oeschinen.

Nach einer Beruhigung des Wetters wurde die vorübergehende Sperrung des Oeschiwalds am Dienstagmittag (18. August) aufgehoben. Kleine spontane Abbrüche am Spitze Stei seien weiterhin jederzeit möglich. Auch nach Abbrüchen und bei Regen müsse mit Murgängen gerechnet werden.
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Die Wanderwege in der Sperrzone bleiben weiter rot markiert. „In den abgesperrten Bereichen besteht Lebensgefahr”, heißt es auf der Internetseite von Kandersteg. .
Droht jetzt ein größerer Abbruch in Kandersteg?
Die jüngsten Regenfälle haben die Einschätzung nach Angaben der „Aargauer Zeitung“ nicht verschärft. „Die Gefahrensituation ist unverändert“, sagte Nils Hählen, Leiter der Abteilung Naturgefahren des Kantons Bern, der Zeitung.
Eine deutliche Zunahme der Bewegungen sei demnach nur bei großen Wassermengen zu erwarten. Kleinere Abbrüche seien zwar jederzeit möglich. Einen größeren Abbruch müsse man wegen der erwarteten Niederschläge aber derzeit nicht erwarten.

Warum Kandersteg nicht mit Blatten vergleichbar ist
Erinnerungen an Blatten im Schweizer Kanton Wallis werden trotzdem wach. Dort donnerten im Mai 2025 Millionen Kubikmeter Gestein und Eis ins Tal und verschütteten große Teile des zuvor evakuierten Ortes.
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Am Spitze Stei rechnen Fachleute laut Aargauer Zeitung damit, dass sich die instabilen Gesteinsmassen eher schrittweise lösen.
Gemeinde Kandersteg beobachtet die Lage genau
Die Lage bleibt dennoch unter Beobachtung. Die Gemeinde Kandersteg überwacht den instabilen Berghang seit Jahren und passt ihre Schutzmaßnahmen der jeweiligen Gefahrenlage an.
Nach aktuellem Stand gibt es keinen Anlass für eine Evakuierung des Dorfes. Die nächste Lagebeurteilung der Gemeinde ist für Freitag, 21. August, vorgesehen. Sollte sich die Situation vorher verändern, würden die Maßnahmen früher angepasst.
Verwendete Quellen: Gemeinde Kandersteg, Aargauer Zeitung, Redaktionsnetzwerk Deutschland
































