Schüsse an GrundschuleStoppte Heldenvater Amokläufer von Oregon?

Scene of a shooting at Silver Rail Elementary School in Bend, Oregon
An einer Grundschule in Oregon hat ein Jugendlicher auf Kinder und Lehrer geschossen.
CP, REUTERS, Rob Kerr

Er greift ein, als an einer Grundschule die Hölle losbricht!
Es sind dramatische Minuten an der Silver Rail Elementary School in Bend im US-Bundesstaat Oregon. Ein bewaffneter Jugendlicher dringt am Donnerstag (15. Oktober) in die Grundschule ein und eröffnet das Feuer. Drei Kinder im Alter von fünf, acht und elf Jahren sowie eine Lehrkraft sterben. Zwei weitere Menschen werden lebensgefährlich verletzt. Doch dann stellt sich ein mutiger Mann dem Angreifer entgegen und verhindert wohl noch Schlimmeres.

Amoklauf in Oregon: Mann erschießt 16-jährigen Angreifer

Noch bevor die alarmierte Polizei eintrifft, wird der mutmaßliche Amokläufer selbst erschossen. Wie CNN und The Sun berichten, hatte ein Mann den 16-Jährigen beim Eindringen in die Schule beobachtet und war ihm gefolgt. Im Gebäude kommt es zu einem Schusswechsel, bei dem der Jugendliche getötet wird.

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Wer ist der Mann, der den Amokläufer von Oregon stoppt und damit möglicherweise weitere Menschenleben rettet? Seine Identität ist bislang nicht bekannt. Die Polizei bezeichnet ihn lediglich als Einwohner der Stadt. Oregons Gouverneurin Tina Kotek würdigt das mutige Eingreifen des Mannes. Er habe verhindert, dass noch mehr Menschen ihr Leben verlieren.

Ein Funkspruch der Rettungskräfte deutet allerdings darauf hin, dass es sich um den Vater eines Schulkindes handeln könnte. Laut CNN heißt es in der Aufnahme sinngemäß, der Schütze sei offenbar außer Gefecht gesetzt und möglicherweise von einem Vater an der Schule erschossen worden. Offiziell bestätigt ist diese Vermutung bislang nicht.

Teenager schießt sich gewaltsam den Weg in Grundschule frei

Die Bluttat beginnt kurz vor 13 Uhr Ortszeit. Ein Autofahrer bemerkt einen Jugendlichen mit einer Langwaffe in der Nähe der Schule. Laut einem Bericht von The Sun unter Berufung auf das Lokalmedium The Source soll der Mann den Teenager angesprochen haben. Daraufhin feuert dieser offenbar mehrfach auf ihn und seinen roten Pickup. Die Heckscheibe wird zerstört, auch die Karosserie wird von Schüssen getroffen.

Um 12.59 Uhr geht der erste Notruf bei der Polizei ein. Kurz darauf melden zahlreiche weitere Anrufer Schüsse an der Grundschule. Nach bisherigen Erkenntnissen schießt der 16-Jährige auf verschlossene Türen, um sich Zugang zum Gebäude zu verschaffen.

Nur drei Minuten nach dem ersten Notruf erreichen die ersten Polizisten den Tatort. Da ist der mutmaßliche Angreifer bereits tot. Neben den vier Todesopfern werden ein siebenjähriges Kind und eine 54 Jahre alte Lehrerin verletzt ins Krankenhaus gebracht.

Shooting at Silver Rail Elementary School in Bend
Trauernde haben Kerzen für die Opfer des Schulamoklaufs in Oregon entzündet.
REUTERS, David Ryder
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Nach tödlichen Schüssen in Oregon bleiben viele Fragen offen

Warum der Jugendliche das Blutbad anrichtete, ist bislang völlig unklar. Nach Angaben von Polizeichef Mike Krantz stammt der 16-Jährige selbst aus Bend. Ob er früher die Grundschule besuchte oder seine Opfer kannte, wird noch untersucht.

Auch zur Tatwaffe gibt es unterschiedliche Angaben. Während die Polizei zunächst lediglich von einer Langwaffe spricht, berichtet The Sun von einer Pumpgun, die angeblich von der Mutter des Jugendlichen gekauft worden sein soll. Eine offizielle Bestätigung dafür gibt es zunächst nicht.

Nach der Tat werden die über 400 Schüler der Grundschule mit Bussen zu einer nahe gelegenen Kirche gebracht. Dort können ihre Eltern sie abholen. Für Freitag wird der Unterricht an allen Schulen des Bezirks abgesagt. Am Abend versammeln sich Hunderte Menschen in einem Park in Bend, um gemeinsam der Opfer zu gedenken. Sie halten Kerzen in den Händen, umarmen sich und beten. Die Bestürzung über die tödlichen Schüsse ist riesig.

Verwendete Quellen: dpa, Sun, CNN