Schon wieder RyanairEskalation im Urlaubsflieger: Mann möchte Wasser – dann kommt die Polizei

Ein Ferienflug nach Kreta wird für die Passagiere zur stundenlangen Geduldsprobe.
Erst muss die Ryanair-Maschine nach Wien umkehren, dann eskaliert laut einem Augenzeugen ein Streit um ein Glas Wasser. Schließlich rückt die Polizei an.
Sauerstoffmasken fallen aus der Decke
Eigentlich sollte Flug FR7391 die Passagiere am Freitag (21. August) von Wien nach Heraklion auf Kreta bringen. Doch der Ferienflug wurde zur Odyssee. Wie die österreichische Boulevardzeitung Heute unter Berufung auf einen Passagier berichtet, fielen nach dem Start plötzlich Sauerstoffmasken aus der Deckenverkleidung. Der Pilot entschied sich umzudrehen und landete wieder in Wien.
Dass es technische Probleme gab und die Maschine deshalb umkehrte, bestätigt Ryanair auf Anfrage von RTL. Die Fluggesellschaft spricht allerdings von einem „kleineren technischen Problem“. Das Flugzeug sei normal gelandet und anschließend von Technikern untersucht worden.
Im Video: Passagier fast aus kaputtem Flugzeugfenster gesogen
Passagiere müssen im Flugzeug bleiben
Nach der Landung ist die Reise noch lange nicht vorbei. Laut Heute soll zunächst ein neuer Abflug für 15.40 Uhr angekündigt worden sein. Die Passagiere müssen währenddessen an Bord bleiben. Ryanair bestätigt RTL diese Wartezeit und erklärt, man habe die Reisenden im Flugzeug gelassen, damit die Maschine starten könne, sobald ein neuer Slot verfügbar sei.
Genau in dieser angespannten Situation soll es zum nächsten Zwischenfall gekommen sein: Ein Mann habe nach Angaben des von Heute zitierten Passagiers eine Flugbegleiterin um kostenloses Wasser gebeten und erklärt, ihm gehe es nicht gut. Daraus habe sich ein Streit entwickelt.
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Ryanair widerspricht der Darstellung um das Wasser
Ryanair schildert RTL diesen Teil deutlich anders. Die Fluggesellschaft geht in ihrer Antwort nicht konkret auf die Bitte des Mannes um kostenloses Wasser ein. Stattdessen heißt es, die Crew habe während der Wartezeit die Bordbars geöffnet, damit die Passagiere Zugang zu Snacks und Erfrischungen bekommen konnten.
Allerdings bestätigt Ryanair auch einen anschließenden Polizeieinsatz. Vor dem erneuten Abflug habe die Besatzung die Polizei gerufen, nachdem sich ein Passagier an Bord störend verhalten habe. Dieser sei aus dem Flugzeug gebracht worden, bevor die Maschine ihre Reise nach Heraklion fortsetzte.
Wie viele Beamte tatsächlich in die Maschine kamen, lässt Ryanair offen. Laut Heute sollen sieben Polizisten an Bord erschienen sein. Der Mann und seine Partnerin mussten dem Bericht zufolge das Flugzeug verlassen.
Passagier soll auf dem Vorfeld zusammengebrochen sein
Danach wird die Situation laut Heute noch dramatischer. Der Passagier soll auf dem Vorfeld zusammengebrochen sein. Ein Rettungswagen sei angerückt, erst knapp eine Stunde später habe der Mann diesen wieder verlassen können. Anschließend seien er und seine Partnerin mit einem Bus weggebracht worden.
RTL hat Ryanair ausdrücklich gefragt, ob der Fluggesellschaft dieser medizinische Zwischenfall bekannt ist und ob der Passagier behandelt wurde. Darauf geht das Unternehmen in seiner Stellungnahme nicht ein. Ryanair betont gegenüber RTL stattdessen seine Null-Toleranz-Politik gegenüber Fehlverhalten von Passagieren. Man werde weiterhin konsequent gegen störendes Verhalten vorgehen, damit Passagiere und Besatzung „in einem respektvollen und stressfreien Umfeld“ reisen könnten.
Verwendete Quellen: eigene RTL-Recherchen, heute.at




