„Fabian war wirklich fett”Verrät sich Gina H. mit dieser Sprachnachricht als die Mörderin?

Hat sich Gina H. etwa selbst verplappert?
Es sind vier Wörter, die im Prozess um den Mord an Fabian (†8) aus Güstrow (Mecklenburg-Vorpommern) noch richtig wichtig werden können. Der Satz stammt aus einer Sprachnachricht der Angeklagten Gina H., die den kleinen Jungen erstochen und seine Leiche dann angezündet haben soll. Besonders der Zeitpunkt macht ihn sehr verdächtig.
Schreibfehler oder Täterwissen? Eine komische Nachricht von Gina H.
„Fabian war wirklich fett. Alter Verwalter. (...) Es wird schon seine Gründe haben, weswegen er weg ist.” Das schickt Gina H. am 11. Oktober 2025, also einen Tag nach Fabians Verschwinden – und drei Tage vor dem Fund seiner Leiche – in einer Sprachnachricht an ihre Friseurin. Silke G. sagt heute (1. Juli) vor dem Landgericht in Rostock aus, als ihr Chatverlauf mit der Angeklagten thematisiert wird.
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Es ist Gina H.s Wortwahl, die Fragen aufwirft. Schließlich sagt sie „war” und nicht „ist”. Ist es einfach nur ein Versehen? Ein grammatikalischer Fehler? Oder weiß sie zu diesem Zeitpunkt bereits, dass Fabian nicht mehr lebt, weil sie mit seinem Tod etwas zu tun hat?
Silke G. war seit 2024 Gina H.s Friseurin. „Gibt es so einen Zufall, dass ausgerechnet Gina ihn findet? Ich hatte ein schlechtes Bauchgefühl. Ich habe eine Freundin bei der Polizei und ihr erzählt, was ich für ein Gefühl habe und weiß über Gina”, berichtet G. vor Gericht. Abends seien zwei Kripobeamte zu Silke G. gekommen und hätten sich den Chatverlauf angesehen.
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Dazu gehört auch eine weitere Sprachnachricht von Gina H. vom 11. Oktober, in der die Tatverdächtige sagt: „Warum er weg ist, kann ich nicht sagen, weiß ich nicht. Fabians Lebensmittelpunkt ist seine Mutter.” Sie berichtet ihrer Friseurin, dass Fabian mit Bauchschmerzen den ganzen Tag allein zu Hause gewesen sei: „Ich war davon auch nicht begeistert, dass sie ihn alleine lässt.”
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„Ich stehe am Pranger, das ist viel schlimmer”
Auch rund eine Woche später haben die Frauen noch einmal Kontakt. Am 17. Oktober, nachdem medial bekannt geworden ist, dass die Ex-Freundin von Fabians Vater die Leiche gefunden habe, habe Silke G. sich bei Gina H. erkundigt, ob sie diejenige sei. „Ja, bin ich”, habe sie als Textnachricht geantwortet. Kurze Zeit später sagte H. in einer Sprachnachricht: „Jeder denkt, dass ich Fabian umgebracht habe. Ich stehe am Pranger, das ist viel schlimmer”.
Gina H. steht seit April wegen Mordes vor Gericht
Fabian aus Güstrow verschwand am 10. Oktober 2025 spurlos. Vier Tage später meldete sich ausgerechnet Gina H. bei der Polizei. Sie will die verbrannte Leiche des Jungen an einem Tümpel in einem abgelegenen Waldstück gefunden haben.

Anfang November wurde sie festgenommen und muss sich seit dem 27. April vor Gericht verantworten. Ihr mögliches Motiv laut Staatsanwaltschaft: Gina H. habe mit der Tat die Streitigkeiten mit Fabians Vater beenden wollen und gehofft, die Beziehung mit ihm so fortsetzen zu können. Die Angeklagte schweigt weiterhin beharrlich zu den Vorwürfen. Bis zu einer möglichen Verurteilung gilt die Unschuldsvermutung.
Verwendete Quellen: eigene RTL-Recherche


