Grusel-Fall in PhiladelphiaPolizei entdeckt Aufnahmen von etlichen Frauen in Horrorhaus – mindestens fünf werden vermisst

Was geschah in diesem Haus in Philadelphia?
Ermittler werten mehr als eine Million Bild- und Videodateien aus, mindestens fünf Frauen bereiten ihnen besondere Sorgen. Jetzt nennt die Polizei neue Details zu Aufnahmen, auf denen Frauen verletzt, bewusstlos oder sogar leblos erscheinen.
Darum geht es beim rätselhaften Horror-Haus in Philadelphia
Die Bilder werfen immer neue Fragen auf. Aufnahmen aus einem unscheinbaren Haus im US-amerikanischen Philadelphia zeigen Dutzende Frauen. Einige von ihnen gelten seit Jahren als vermisst. Bei einer Pressekonferenz am Mittwoch (16. September) macht die Polizei nun öffentlich, wie weit ihre Ermittlungen inzwischen sind. 58 Personen auf den sichergestellten Aufnahmen konnten demnach bereits identifiziert werden. Bei fünf Frauen befürchten die Ermittler, dass ihnen etwas zugestoßen sein könnte.
Der Fall beginnt im Juni 2026 eher zufällig. Eugene Horsch wird in Philadelphia festgenommen. Bei seiner Begleiterin finden Beamte Ausweispapiere auf den Namen Blair Tonzelli. Die Frau mit diesem Namen wird seit 2023 vermisst. Ermittler durchsuchen daraufhin Horschs Haus im Stadtteil Olney und stoßen auf eine gewaltige Menge an Bild- und Videomaterial. Das Gebäude gehörte Eugene Horsch, dort lebte zuvor auch sein 2025 gestorbener Vater Raymond Charles Horsch.
Seitdem wächst der Fall immer weiter. In dem Haus finden die Ermittler unter anderem Chemikalien, Waffen beziehungsweise Waffenteile, eine Marihuana-Anlage und fünf Urnen. Vor allem aber sichern sie digitale Datenträger mit inzwischen mehr als einer Million Bild- und Videodateien. Zahlreiche Aufnahmen zeigen Frauen in dem Haus. Mindestens fünf seit Jahren vermisste Frauen werden mit den Ermittlungen rund um das Horror-Haus in Philadelphia in Verbindung gebracht. Menschliche Überreste eines möglichen Gewaltopfers wurden dort bislang allerdings nicht gefunden.
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Video zeigt Frau mit Kabelbinder um den Hals
Besonders verstörend sind neue Einzelheiten, die die Polizei am Mittwoch bekannt gibt. Ein Video aus dem Jahr 2017 zeigt laut Ermittlern Raymond Horsch gemeinsam mit einer Frau in einem Schlafzimmer. Die Frau nimmt demnach Drogen und erhält Geld von Horsch. Anschließend wird sie ans Bett gefesselt. Horsch soll ihr dann einen Kabelbinder um den Hals gelegt haben.
Auf den Bildern scheint die Frau anschließend das Bewusstsein zu verlieren. Sie wirke zu diesem Zeitpunkt leblos, erklärt der stellvertretende Polizeichef Frank Vanore. Gleichzeitig warnt er ausdrücklich vor voreiligen Schlussfolgerungen. Die Ermittler wissen bislang nicht, was tatsächlich mit der Frau passiert ist. Eine Leiche wurde nicht gefunden.
Diese Einschränkung ist für den gesamten Fall entscheidend. Die Polizei geht davon aus, dass Raymond Horsch Filme produzierte. Einige Szenen auf den sichergestellten Dateien könnten deshalb inszeniert sein, andere könnten tatsächliche Gewalt dokumentieren. Genau das versuchen Polizei und FBI nun zu klären.
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Fünf Frauen machen den Ermittlern besondere Sorgen
Neben der Frau aus dem Kabelbinder-Video sehen die Ermittler weitere beunruhigende Aufnahmen. Eine identifizierte 25-Jährige erscheint auf einem Video verletzt und bewusstlos. Eine weitere Frau ist ebenfalls offenbar verletzt und ohne Bewusstsein, ihre Identität steht bislang nicht fest. Schon zuvor hatte die Polizei Aufnahmen von Maribel Fresses und Gabrielle Amarando entdeckt, auf denen die beiden verletzt und leblos wirken. Beide Frauen werden seit Jahren vermisst.
Insgesamt haben die Ermittler inzwischen 58 Menschen auf dem Material identifiziert. 16 von ihnen wurden laut CBS lebend gefunden, wollen bislang jedoch nicht mit der Polizei sprechen. Mit weiteren 25 identifizierten Personen sollen Gespräche geführt werden.
Bis dahin bleibt hinter dem Horror-Haus in Philadelphia vor allem ein großes Fragezeichen. Trotz der verstörenden Aufnahmen und der Verbindungen zu mehreren Vermissten haben die Ermittler bislang keine menschlichen Überreste gefunden, die einem möglichen Opfer zugeordnet werden konnten.































