Kinderzimmer wie ein schmutziges Gefängnis Fünfjähriger flüchtet nackt aus seinem Horror-Elternhaus

Blaulicht auf einem amerikanischen Polizeiauto
Blaulicht auf einem Polizeiauto
ADOBE FOTO STOCK
von Philipp Petersdorff

Ein nackter kleiner Junge läuft mutterseelenallein mitten über eine Straße.
Was zunächst wie ein tragisches Unglück aussieht, führt die Ermittler in Pennsylvania zu einem Haus, das sie sprachlos macht. Hinter der Haustür entdecken sie Zustände, die selbst erfahrene Polizisten erschüttern.

Schnelles Eingreifen verhindert Schlimmeres

Ein Autofahrer sieht den kleinen Jungen auf der Fahrbahn laufen. Nackt. Barfuß. Ganz allein. Nur das schnelle Eingreifen mehrerer Passanten verhindert Schlimmeres. Wenig später bringen Rettungskräfte den Fünfjährigen zur Untersuchung in ein Krankenhaus. Doch die eigentliche Tragödie beginnt erst, als die Polizei herausfindet, woher das Kind gekommen ist.

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Ein Zimmer wie ein Gefängnis

Nach Angaben der Pennsylvania State Police führt die Spur die Beamten zu einem Wohnhaus im US-Bundesstaat Pennsylvania. Schon beim Betreten schlägt ihnen ein beißender Geruch entgegen. Überall liegen Müllberge, Hunderte Fliegen schwirren durch die Räume und zwischen dem Gerümpel bleibt kaum Platz zum Laufen.

Besonders schockierend ist das Zimmer des Jungen. Vor der Tür befindet sich ein Babygitter, das mit zahlreichen Kabelbindern und Klebeband befestigt ist. Darüber haben die Bewohner zusätzlich Holzbretter angeschraubt, damit das Kind nicht entkommen kann.

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Im Inneren entdecken die Ermittler verschmierte Fäkalien an Wänden und Fenstern. Das Bett ist zerstört und mit Essensresten übersät. Müll liegt auf dem Boden, Fliegen sind überall. Nach Polizeiangaben soll der Junge häufig durch das Gitter hindurch Essen bekommen haben. Außerdem habe er teilweise länger als eine Woche nicht gebadet.

Drei Erwachsene sitzen in Untersuchungshaft

Die Polizei nahm drei Erwachsene fest, eine 21-jährige Frau, einen 20-jährigen Mann und eine 42-jährige Frau. Gegen alle drei läuft ein Verfahren wegen schwerer Kindesgefährdung. Nach Gerichtsunterlagen sitzen sie weiterhin in Haft, weil sie keine Kaution hinterlegt haben. Eine erste Anhörung ist für den 23. Juli angesetzt.

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Wie lange der Junge unter diesen Bedingungen leben musste, haben die Ermittler bislang nicht mitgeteilt. Sein Gesundheitszustand wurde zunächst nicht näher bekanntgegeben. Für ihn dürfte der mutige Schritt auf die Straße jedoch der Beginn eines völlig neuen Lebens sein.

Verwendete Quellen: Pennsylvania State Police, people.com, cbsnews.com,