Auf Freigang geflohenGesuchter Frauenmörder in italienischem Krankenhaus festgenommen

Gesuchter Benjamin F.
Der gesuchte Benjamin F. wurde in Italien festgenommen.

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Frauenmörder Benjamin F. (42) ist gefasst. Wie die Polizei auf RTL-Anfrage mitteilte, konnte der verurteilte Straftäter, der bei einem Freigang geflohen war, gestellt werden.

Benjamin F. flüchtet bei Freigang auf dem Motorrad

Nach Angaben des Justizministeriums in Hannover besucht der Mann am 16. Juni seine Mutter in Peine-Vöhrum. Dazu hatte der 42-Jährige einen begleiteten Freigang genehmigt bekommen. Doch dann stieg F. auf sein Motorrad und raste einfach davon. Die Polizei fahndete mit Hochdruck nach dem Mann.

„Mehrere Hinweise führten die Fahnderinnen und Fahnder schließlich auf eine Spur nach Italien”, teilte das Landeskriminalamt mit. Der gesuchte Straftäter sei vermutlich von Bayern aus dorthin gereist. In der italienischen Region Venetien wurde er dann in einen Verkehrsunfall verwickelt und verletzt in ein Krankenhaus gebracht, wo ihn die italienische Polizei festnahm.

„Die weiteren Hintergründe des Verkehrsunfalls sind derzeit ungeklärt”, hieß es. Die Ermittler gehen davon aus, dass der Mann südlich von Verona mit dem Motorrad stürzte. Sonst sei niemand in den Unfall verwickelt oder dabei verletzt worden, sagte ein Sprecher des Landeskriminalamts. Auch zu den Verletzungen des Mannes machten die Ermittler keine Angaben. Fest steht nur: „Er muss erst mal im Krankenhaus bleiben”, sagte der LKA-Sprecher. Wann er nach Deutschland ausgeliefert wird und ob er dann wieder in seine alte Zelle zurückkehrt, ist noch offen.

Frauenmörder sitzt lebenslange Haft ab

Der Geflohene mit deutscher Staatsbürgerschaft verbüßt eine lebenslange Freiheitsstrafe wegen Mordes und versuchter schwerer Vergewaltigung. Er hatte 2010 die damals 23-jährige Melanie aus Peine mit etlichen Messerstichen getötet, weil sie keinen Sex mit ihm haben wollte. Der Fall hatte weit über die Grenzen des Landkreises für Fassungslosigkeit und Entsetzen gesorgt.

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Für den Mord an der Internet-Bekanntschaft verurteilte das Landgericht Hildesheim den damals 27-Jährigen 2011 zu lebenslanger Haft und stellte zudem die besondere Schwere der Schuld fest. Eine vorzeitige Entlassung des Täters aus der Haft nach 15 Jahren war damit nahezu ausgeschlossen. Der Mann hatte die Tat gestanden.  Nach Ministeriumsangaben war es der 38. Begleitausgang des Strafgefangenen seit September 2023. Die vorherigen 37 Ausgänge seien beanstandungslos verlaufen.

Verwendete Quellen: eigene RTL-Recherchen, LKA Niedersachsen, dpa