Mord an Jenni (21) nach acht Jahren gestandenFreund schaffte Leiche nach Wochen an einen anderen Ort

Vermisste Jenni Scharinger
Jenni Scharinger verschwand im Januar 2018 spurlos.
LPD

Ihre Familie hat endlich Klarheit.
Acht Jahre nach ihrem Verschwinden ist der Vermisstenfall Jenni Scharinger gelöst. Ihr damaliger Freund hat zugegeben, die 21-Jährige nach einem Streit getötet zu haben. Jetzt hat Polizei schockierende Details aus seinem Geständnis bekanntgegeben.

Jenni Scharinger bei Streit erwürgt

Am Sonntag taucht der 32-Jährige österreichischen Medien zufolge überraschend auf dem Polizeirevier in Waidhofen an der Thaya (Bundesland Niederösterreich) auf. Einen Tag später gesteht er den Mord an Jenni Scharinger. Er wird festgenommen und nach Wien überstellt.

Der 32-Jährige schildert der Polizei laut ORF detailliert, was am 22. Januar 2018 geschah. Demnach kam zu einem Streit zwischen dem Paar –Jenni Scharinger wollte sich endgültig von ihm trennen. Bei einer körperlichen Auseinandersetzung erwürgte der damals 24-Jährige seine Freundin. Ihre Leiche brachte er aus der Wohnung und legte sie an einem ersten Ort ab, schaffte sie Wochen später aber noch einmal von dort weg: zum Truppenübungsplatz Allentsteig, wo die Polizei jetzt Jenni Scharingers sterbliche Überreste entdeckt hat.

Freund suchte keinen Kontakt mehr zu vermisster Jenni Scharinger

Schon kurz nach dem Verschwinden der 21-Jährigen aus ihrer Wohnung in Wien-Brigittenau gerät ihr Freund unter Verdacht. Die Beziehung des Paars war wegen der Kontrollsucht und der wiederholten Wutausbrüche des Mannes zerrüttet. „Seine Beziehungen endeten meist durch Handgreiflichkeiten oder Bedrohungen”, berichtet die Polizei am Montag auf einer Pressekonferenz. Es sei auch auffällig sei gewesen, dass Scharingers Freund nach ihrem Verschwinden nie mehr versuchte, Kontakt mit ihr aufzunehmen. Der Mann bestreitet alles, eine Leiche wird nicht gefunden – er bleibt auf freiem Fuß.

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Österreich: Ermittlungsdruck führte offenbar zu Geständnis

Doch die Ermittlungen kommen nie zum Erliegen. Im Mai dieses Jahres sichert die Polizei nach eigenen Angaben eine Sprachnachricht aus einem Chat. Darin schildert Jenni Scharingers damaliger Freund, wie man eine Leiche am besten verschwinden lassen könne, ohne Spuren zu hinterlassen.

Es folgen intensive Ermittlungen, am 2. Dezember wird der 32-Jährige als Beschuldigter wegen Mordes befragt. Wenige Tage später ist der Druck offenbar so groß, dass er die Tat gesteht.

Verwendete Quellen: ORF, Kronen Zeitung, Kleine Zeitung