Wegen Mordes angeklagtSchwiegereltern sollen abwechselnd auf New York Times Manager geschossen haben

Eine Ehe zerbricht, ein erbitterter Familienstreit entflammt – und wenig später ist Jonathan McKinsey tot.
Der 40-jährige Manager der New York Times wurde in Kalifornien erschossen. Unter dringendem Tatverdacht stehen seine Schwiegereltern, beide 77 Jahre alt.
Zeugen schildern einen besonders verstörenden Ablauf der Tat
Am Samstagnachmittag, dem 26. September, wurde Jonathan McKinsey auf dem Parkplatz einer Sportanlage in Dublin (Kalifornien) erschossen. Polizisten fanden den 40-Jährigen mit mehreren Schussverletzungen, für ihn kam jede Hilfe zu spät. Nur wenige Minuten später nahmen Beamte seine Schwiegereltern Shouyong Zhang und Shili Chen fest. Inzwischen hat die Staatsanwaltschaft beide wegen Mordes angeklagt.

Nach Angaben des US-Senders CBS San Francisco berichteten mehrere Augenzeugen von einer verstörenden Szene. Ein Mann und eine Frau mit Masken sollen McKinsey angegriffen haben. Der Mann habe zunächst geschossen und die Waffe anschließend an die Frau weitergegeben haben, die ebenfalls auf das Opfer gefeuert habe. Die Ermittler werfen Zhang und Chen außerdem vor, ihrem Schwiegersohn aufgelauert zu haben.
Schwere Vorwürfe innerhalb der Familie
Hinter der Familie lagen zum Zeitpunkt seines Todes schwierige Monate. McKinsey und seine Frau Candice Jang befanden sich mitten in einem Scheidungs- und Sorgerechtsstreit um ihre drei Kinder. Beide Seiten erhoben dabei schwere Vorwürfe gegeneinander.
Im Oktober 2025 war McKinsey wegen zweier Vergehen im Zusammenhang mit seinen Kindern angeklagt worden. Er bekannte sich nicht schuldig. Seine Frau beantragte anschließend eine Schutzanordnung gegen ihn. Wenige Wochen später beantragte auch McKinsey eine solche Verfügung gegen Jang und reichte die Scheidung ein.
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In den Gerichtsunterlagen beschuldigten sich die getrennten Eheleute gegenseitig des Missbrauchs. McKinsey, ein trans Mann, warf seiner Frau und seinen Schwiegereltern unter anderem körperliche und emotionale Gewalt sowie transfeindliche Äußerungen vor. Jang wiederum beschuldigte ihren Mann, sie und die gemeinsamen Kinder über Jahre misshandelt zu haben. Es handelt sich jeweils um Vorwürfe aus Gerichtsunterlagen, deren Wahrheitsgehalt nicht abschließend geklärt ist.
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Erst im Sommer hatte McKinsey vor Gericht darum gekämpft, seine Kinder häufiger ohne Aufsicht sehen zu dürfen. Ein Richter gestattete ihm schließlich zweimal pro Woche jeweils zwei Stunden unbeaufsichtigten Kontakt an öffentlich zugänglichen Orten. Ob seine Kinder bei ihm waren, als er erschossen wurde, ist laut Los Angeles Times bislang unklar.
Verwendete Quellen: Los Angeles Times, CBS, AP,


