Seit elf Jahren vermisstIst es die Leiche von Horst Georg Linnemann? Polizei untersucht Knochenfund

Wird der Cold Case jetzt gelöst?
Vor mehr als elf Jahren verschwindet Horst Georg Linnemann aus Neumünster-Faldera spurlos. Die Polizei geht schon damals von einem Verbrechen aus, doch die Leiche des 28-Jährigen wird nie gefunden. Inzwischen wird in dem Vermisstenfall wieder ermittelt: In einem Wald bei Neumünster konnte die Cold Case Unit des Landeskriminalamts Schleswig-Holstein jetzt vergrabene Knochen bergen.
Gezielte Suche und Grabungen im Wald
Auf der Suche nach dem Vermissten hat die Polizei einen weiteren Hinweispunkt überprüft. Experten der Spurensicherung und des Kampfmittelräumdienstes graben dabei an einer Stelle im Brachenfelder Gehölz bei Neumünster, heißt es in einer Mitteilung. Tatsächlich stoßen die Einsatzkräfte bei den Grabungen auf Knochen!

„Es wurde jetzt sehr gezielt an einer Stelle gesucht“, erklärt Carola Jeschke, Sprecherin des Landeskriminalsamts Schleswig-Holstein, auf Nachfrage von RTL. Nicht wie bei der letzten Suche in einem ganzen Wald.
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Bereits Anfang Februar hatten die Ermittler mit Spürhunden das Waldstück Wattenbeker Gehege nördlich von Neumünster durchsucht. Der jetzige Fundort liegt davon nur etwa 20 Autominuten entfernt.
Knochenfund wird untersucht
Ob es sich bei den gefundenen Knochen um die Leiche von Horst Georg Linnemann handelt, soll jetzt untersucht werden. „Ein Gutachten soll nun überprüfen, ob diese Knochen menschlichen oder tierischen Ursprungs sind“, erklärt Jeschke. Das könne ein bis zwei Wochen dauern.
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Letzte Sichtung durch seine Freundin
Horst Georg Linnemann verschwindet 2014 spurlos. Der damals 28-Jährige studiert Maschinenbau in Kiel. Zuletzt gesehen wird er jedoch an der Wohnung seiner Freundin in Neumünster. Das Paar ist gerade ein Dreivierteljahr zusammen, die junge Frau im vierten Monat schwanger. Sie meldet Linnemann noch am Abend desselben Tages als vermisst.
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Die Polizei findet zunächst das Auto des Studenten in Hamburg. Im Laufe der Ermittlungen richtet sich ein Tatverdacht gegen zwei Männer aus dem Umfeld von Linnemann.
Die damals 28 und 26 Jahre alten Männer aus Neumünster und Kappeln können jedoch nicht überführt werden. Es fehlen entscheidende Beweise für eine Anklage. Dennoch gehen die Ermittler bereits 2015 davon aus, dass Linnemann tot ist. Der Verdacht: Die Leiche soll verbrannt und anschließend vergraben worden sein.
Verwendete Quellen: Landeskriminalamt Schleswig-Holstein, eigene RTL-Recherche


