Spürhunde schlagen bei Suche in Waldgebiet an!Ist das die Wende im Cold Case? Jetzt gräbt die Polizei nach der Leiche von Horst Georg Linnemann

„Die Hunde fanden einige Punkte interessant, dort wird morgen nochmal tiefergehend nachgesucht!”
Seit mehr als elf Jahren fehlt von Horst Georg Linnemann jede Spur. Jetzt sucht die Cold Case Unit des Landeskriminalamts Schleswig-Holstein wieder nach der Leiche des Arzt-Sohns. Und die Fahndung soll weitergehen.
Großangelegte Suche
Seit Dienstag (3. Februar 2026) durchsuchen Ermittler in Schleswig-Holstein das Wattenbeker Gehege nördlich von Neumünster. Sie suchen dort nach dem Leichnam von Horst Georg Linnemann. Der damals 28-jährige Maschinenbaustudent verschwand am 15. Dezember 2014 spurlos. Trotz intensiver Ermittlungen wurde seine Leiche bislang nicht gefunden. Neue Hinweise deuten nun darauf hin, dass sie sich in dem Waldgebiet befinden könnte. Am Dienstag befreite die Polizei ein rund 150 Quadratmeter großes Suchareal im Wald von Laub und Schnee am Mittwoch suchten Leichenspürhunde das Areal ab – und schlugen an: „Die Hunde fanden einige Punkte interessant, dort wird morgen nochmal tiefergehend nachgesucht”, so Polizeisprecherin Carola Jeschke zu RTL. Die Suche soll am Donnerstag (5. Februar) weitergehen.
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Letzte Sichtung durch die Freundin
Linnemann wird zuletzt am Mittag seines Verschwindens von seiner Freundin in ihrer Wohnung in Neumünster gesehen. Am Abend desselben Tages meldet sie ihn als vermisst. Fünf Tage später finden Ermittler sein dunkelblaues Auto in Hamburg. Zudem gerät Anfang 2015 ein geliehener Anhänger mit auffälliger gelber Plane in den Fokus der Ermittlungen.
Im Laufe der Ermittlungen richtet sich ein Tatverdacht gegen zwei Männer aus dem Umfeld des Studenten. Die damals 28 und 26 Jahre alten Männer aus Neumünster und Kappeln können jedoch nicht überführt werden. Es fehlen entscheidende Beweise für eine Anklage. Dennoch gehen die Ermittler bereits 2015 davon aus, dass Linnemann tot ist. Der Verdacht: Die Leiche soll verbrannt und anschließend vergraben worden sein.

Besondere Ermittlungseinheit nimmt Fall wieder auf
Lange ist es ruhig in dem Fall. Erst 2024 rollt die sogenannte Cold Case Unit (CCU) des Landeskriminalamts Schleswig-Holstein den Fall erneut auf. Die CCU ist eine besondere Ermittlungseinheit, die sich mit ungeklärten Altfällen beschäftigt. Die Ermittler sichten sämtliche Akten neu, überprüfen frühere Spuren und befragen erneut Zeugen. Die neuen Hinweise führen schließlich zu einer groß angelegten Suche im Wattenbeker Gehege, das für die Dauer der Maßnahmen komplett abgesperrt ist.
Nach RTL-Informationen informiert die Polizei die Öffentlichkeit bewusst über die Suchaktion. Damit wollen Ermittler erfahrungsgemäß Täter und Mitwisser unter Druck setzen.
Für Hinweise, die zum Auffinden der Leiche und zu dem Täter führen, werden 1.500 Euro Belohnung gezahlt. (ypr)
Verwendete Quellen: Polizei, dpa, Landeskriminalamt Schleswig-Holstein,


