Prozess am Landgericht MönchengladbachRaubüberfall auf Juwelier - Täter müssen bis zu acht Jahre in Haft

von Julian Schlauch

Ein Raubüberfall auf ein Juweliergeschäft sorgte im August 2025 für Schlagzeilen. Drei Männer stürmten den Laden damals mit einer Kalaschnikow-Nachbildung. Am Mittwoch (04.02.) wurden sie verurteilt.

Juwelier wehrte sich

An einem Samstag im August 2025 stürmten Danilo B., Luganno M. und Malik P. mittags das Juweliergeschäft in Mönchengladbach. Die Niederländer trugen Motorradhelme. Sie waren mit einer Kalaschnikow-Nachbildung und einem Taser bewaffnet. Das Sturmgewehr war scharf. Der Besitzer des Ladens wehrte sich. Es kam zu einem Handgemenge, dabei fiel ein Schuss. Wenig später traf die Polizei ein und nahm die Angreifer fest.

Täter haben gestanden

Schon am ersten Prozesstag gestanden alle drei Angeklagten die Tat. Aber Luganno M. war der Einzige, der sich im Laufe des Prozesses persönlich äußerte. Er sagte, die sogenannte Mocro Mafia habe ihn mit dem Raubüberfall beauftragt. Er habe damit Spielschulden abarbeiten wollen.

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Mehrere Jahre Freiheitsstrafe

Weil er zum Tatzeitpunkt noch keine 21 Jahre alt war, gilt er als Heranwachsender. Luganno M. wurde nach Jugendstrafrecht zu einer Freiheitsstrafe von vier Jahren verurteilt. Seine beiden Mittäter waren zum Tatzeitpunkt 22 Jahre alt, für sie galt daher das Erwachsenenstrafrecht. Malik P. bekam acht Jahre, Danilo B. muss für sieben Jahre und neun Monate ins Gefängnis.