Polizistin weint im Mordprozess Fabian (†8) „wurde entsorgt wie Müll“

Fabian aus Güstrow wurde mehrere Tage vermisst, bevor seine Leiche gefunden wurde.
Die Polizistin Marlene K. war dabei, als Fabians Leichnam gefunden wurde.
Landespolizei Mecklenburg-Vorpommern

Es sind erschreckende Worte, die die Polizistin wählt!
Nach einer tagelangen Suche geht bei den Behörden am Vormittag des 14. Oktobers ein Anruf ein. Eine Fußgängerin habe eine Leiche entdeckt. Mit einem Kollegen bricht Marlene K. zum Fundort auf. Spätestens nach der Obduktion ist klar: Es ist der tote Fabian aus Güstrow (Mecklenburg-Vorpommern). Vor Gericht erinnert sich die Beamtin nun an die so schrecklichen Momente – und bricht in Tränen aus.

Polizistin beschreibt Entdeckung von Fabians Leiche

Angeleitet von Gina H. wird die Polizistin in einem Waldstück in Klein Upahl zur Leiche des Jungen geführt. Es sei eine „Ausnahmesituation“ gewesen, erinnert sie sich während des 18. Verhandlungstages. Dann stockt ihr die Stimme, die Beamtin kämpft plötzlich mit den Tränen. Zu schrecklich sind die Erinnerungen an den toten Körper des unschuldigen Kindes.

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Marlene K. sei schockiert gewesen, holt sich nach der Auffindesituation psychische Hilfe. „Es ist nicht nur der Umstand, dass der Junge gewaltsam ums Leben gekommen ist. Er wurde entsorgt wie Müll. Ihm wurde die letzte Ehre genommen“, erklärt sie am Rostocker Landgericht.

Fall Fabian (†8) aus Güstrow – die Chronologie des Verbrechens

Mehr Details in unserem Text: Die Chronologie im Fall Fabian (†8) aus Güstrow

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Gina H. wirkte auf Polizistin Marlene K. emotionslos

Auch an ihr Aufeinandertreffen mit der Angeklagten Gina H. erinnert sich die Polizistin. „Sie wirkte auf mich anders als erwartet. Sie wirkte auf mich nicht emotional erschüttert. Sie wirkte auf mich, als wenn sie das Gesagte zurechtgelegt hätte und abruft.“ Äußerlich brennt sich bei Marlene K. vor allem eins ein: „Ihre Wimpern waren exorbitant groß. Sie waren aufgeklebt.“

Gina H. wirkt im Gerichtssaal so, als erkenne sie die Beamtin sofort wieder, schaut ihr lange hinterher. Wenig später endet der Prozesstag. Die Verhandlung wird am Donnerstag fortgesetzt.

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Gina H. steht seit April wegen Mordes vor Gericht

Am 10. Oktober 2025 verschwindet Fabian aus Güstrow spurlos. Vier Tage später meldet sich ausgerechnet Gina H. bei der Polizei. Sie will die verbrannte Leiche des Jungen an einem Tümpel in einem abgelegenen Waldstück gefunden haben.

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Anfang November wird sie festgenommen und muss sich seit dem 27. April vor Gericht verantworten. Ihr mögliches Motiv laut Staatsanwaltschaft: Gina H. habe mit der Tat die Streitigkeiten mit Fabians Vater beenden wollen und gehofft, die Beziehung mit ihm so fortsetzen zu können. Die Angeklagte schweigt weiterhin beharrlich zu den Vorwürfen. Bis zu einer möglichen Verurteilung gilt die Unschuldsvermutung.

Verwendete Quellen: eigene RTL-Recherche