Er bricht sein SchweigenMerz nach AfD-Wahlsieg: „Wir sind zutiefst schockiert!“

Die Luft wird immer dünner für den Bundeskanzler!
Friedrich Merz (70, CDU) ist vor rund 16 Monaten mit dem festen Vorsatz ins Amt gestartet, die AfD zu halbieren. Nun ist in Sachsen-Anhalt aber genau das Gegenteil passiert: Die Partei des Kanzlers wurde halbiert und die AfD hat einen historischen Wahlsieg erlangt. Für den Bundeskanzler kein Grund, aufzugeben.
Das sagt Friedrich Merz zum AfD-Wahlsieg
„Wir sind alle zutiefst schockiert”, sagt Friedrich Merz zu Beginn der Pressekonferenz am Montagmittag. Auch mit ihm persönlich mache der Ausgang der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt etwas. „Wir haben es in dieser Form so nicht erwartet”, aber man müsse das Wahlergebnis nach den Regeln der Demokratie akzeptieren. Fest stehe in jedem Fall, dass das Ergebnis Auswirkungen haben wird, auch international. Das merke man allein daran, wer der AfD gestern gratuliert hat.
Doch das Erbe der Demokratie werde Friedrich Merz verteidigen. Das Grundgesetz schütze und organisiere die politische Ordnung in Deutschland.
Seiner Partei habe die gestrige Wahl „die schweste Wahlniederlage” gebracht, „die die CDU seit Jahren, seit Jahrzehnten eingefahren hat”. Dennoch dankt Merz Sven Schulze, der für die CDU zur Landtagswahl in Sachsen-Anhalt angetreten ist.
Friedrich Merz sei sich darüber im Klaren, dass es auch Kritik an seiner Person gibt. Dennoch bleibe er dabei: „Wir brauchen grundlegende Reformen in Deutschland.” Er selbst werde sich den nun anstehenden Aufgaben stellen, er werde „den Reformkurs fortsetzen, ungebrochen”.
„Aufgeben ist für mich keine Option”
Auf die Frage, welchen Anteil Friedrich Merz an dem Wahlausgang hat, antwortet der Bundeskanzler mit vielen Worten: Die Werte seiner Partei seien derzeit „außergewöhnlich niedrig”. Man halte dennoch fest an dem „Anspruch, unser Land zu erneuern.” Außerdem sei man nach wie vor dabei, Fehler vergangener Regierungen zu korrigieren, was jedoch nicht in kurzer Zeit gelingen könne.
„Es gibt in der CDU keine grundsätzlichen Zweifel an der Richtigkeit dieses Kurses”, zeigt sich Friedrich Merz weiterhin von seinem Fahrplan überzeugt. Dennoch wisse man, dass man wieder mehr tun müsse, um die Menschen zu erreichen: „Wir müssen die Zeit besser nutzen.”
„Aufgeben ist für mich keine Option”, stellt der Kanzler klar. „Ich weiß, dass wir alle zusammen besser werden müssen und ich suche nach Wegen, wie wir das hinbekommen können.”
Die CDU hat sich selbst mehr als halbiert
Die AfD ist der klare Sieger der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt. Nach aktuellem Stand hat die in dem Bundesland als gesichert rechtsextrem gelistete Partei 43,8 Prozent der Wählerstimmen erhalten. Das bedeutet nicht nur ein Plus von 23 Prozent, sondern auch, dass sich der Landesverband mehr als verdoppeln konnte!
Die CDU hingegen muss genau das Gegenteil verkraften. Gerade einmal 17,2 Prozent der Wähler gaben der Partei von Bundeskanzler Friedrich Merz ihr Kreuzchen – ein Minus von 19,9 Prozent.
Die amtierende Regierungspartei hat sich mehr als halbiert, dabei hatte sie genau das eigentlich mit der AfD vor. Und in den Augen vieler ist das Wahlergebnis vom Sonntag nicht nur auf Sachsen-Anhalt bezogen zu verstehen, sondern als ein klares Zeichen in Richtung des amtierenden Bundeskanzlers.
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Friedrich Merz schwieg unmittelbar nach AfD-Wahlsieg

Ein Zeichen, das Friedrich Merz erst noch verkraften musste. Während die AfD in Sachsen-Anhalt ihren historischen Wahlerfolg feierte, schwieg ausgerechnet der Bundeskanzler am Sonntagabend. Stundenlang hielt sich Friedrich Merz in der CDU-Zentrale in Berlin auf. Erst am späten Abend verließ er das Konrad-Adenauer-Haus – ohne selbst öffentlich vor die Kameras zu treten. Und auch auf den Social Media Profilen des Kanzlers war es ungewohnt still.
Verwendete Quelle: eigene RTL-Recherche


