An Spaniens Exklave CeutaMehr als 140 Tote bei Migranten-Ansturm auf spanische Exklave Ceuta

CEUTA, SPAIN - JULY 31: A member of the armed services watches over migrants crossing the border between Spain and Morocco on July 31, 2026 in Ceuta, Spain. Spain's interior ministry has said it's deploying 60 members of the armed forces and an additional 30 Guardia Civil officers to Ceuta after tens of thousands of migrants entered the Spanish enclave in North Africa on Thursday. A large number of people swam through the Tarajal breakwater to enter the Spanish territory from neighboring Morocco, while others scaled the border fence. Some estimates have said that around 49,000  migrants made the crossing, with the surge of arrivals overwhelming migrant reception centres, with many sleeping on the streets overnight. (Photo by Adri Salido/Getty Images)
Fast hundert Tausend Menschen erreichen die spanische Exklave in Nordafrika neben Marokko zu Fuß oder schwimmend. Viele von ihnen sind bereits nach Marokko zurückgekehrt.
Getty Images / Adri Salido

Die Lage in der spanischen Exklave Ceuta hat sich weitestgehend beruhigt. Doch die Ruhe nach dem Sturm zeichnet ein erschütterndes Bild. Menschenrechtsorganisationen melden mehr als hundert Tote, die während dem Grenzdurchbruch gestorben sein sollen.

Beim Ansturm von Migranten auf die spanische Exklave Ceuta sind nach Angaben marokkanischer Menschenrechtsorganisationen mehr als 140 Menschen ums Leben gekommen. Die Menschenrechtsgruppe AMDH und eine Vereinigung in Europa ansässiger marokkanischer Organisationen sprachen am Freitag von mindestens 141 Toten.

AMDH-Vertreter Achraf Mimoun sagte bei einer Pressekonferenz in der marokkanischen Hauptstadt Rabat, die Zahl der Toten werde vermutlich noch steigen. „Man kann zum jetzigen Zeitpunkt nicht von endgültigen Zahlen sprechen.“ Die Organisationen berufen sich bei ihren Zahlen auf offizielle Angaben, Medienberichte und eigene Recherchen.

Zahlen der spanischen Regierung zufolge hatten in der vergangenen Woche rund 72.000 Menschen die neben Marokko gelegene spanische Exklave Ceuta auf dem Landweg oder schwimmend erreicht. Nach spanischen Angaben kamen 80 Menschen ums Leben. Die marokkanischen Behörden sprachen von elf Toten auf ihrem Gebiet.

Wohl knapp 2000 Migranten befinden sich noch in Ceuta, die meisten von ihnen sind Kinder und Jugendliche. Sie haben dort kaum Zugang zu Wasser, Lebensmitteln oder sicheren Schlafplätzen.

Die Ansturm der Migranten hatte international für Schlagzeilen gesorgt. In der Europäischen Union brach ein Streit über die Sicherung der EU-Außengrenzen aus.

Verwendete Quellen: kaz/AFP