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Migration

In den vergangenen Jahren ist viel von Migration die Rede, aber was genau ist eigentlich Migration? Die wichtigsten Informationen rund ums Thema hier zusammengefasst.

Migration picture alliance / Geisler-Fotopress | Ben Kriemann/Geisler-Fotopress

Migration bezeichnet ganz allgemein eine auf Dauer angelegte räumliche Verlagerung des Lebensmittelpunktes eines oder mehrerer Individuen. Meist, wenn von Migration die Rede ist, ist die internationale Migration, also die Migration über Landesgrenzen hinweg, gemeint.

Der Begriff Migration

Das Wort "Migration" leitet sich vom lateinischen Verb "migrare" ab, was so viel wie "wandern" oder "sich bewegen" bedeutet. Man unterscheidet je nach Blickwinkel und Position zur Wanderungsbewegung zwischen Immigration ("Einwanderung") und Emigration ("Auswanderung"). Hiervon leiten sich die Begriffe Migrant(en), Immigrant(en) und Emigrant(en) für die zu- und fortwandernden Personen ab. Da der Begriff der Migration jedoch in verschiedenen Disziplinen der Gesellschaftswissenschaften und sogar in den Naturwissenschaften Verwendung findet und sich die genaue Bedeutung des Begriffs je nach Forschungsrichtung unterscheidet, ist eine eindeutige und abschließende Definition schwierig.

Gründe für Migration

Die Gründe, aus denen Menschen ihre Heimat verlassen und andernorts ein neues Zuhause suchen, sind vielschichtig. Einer der häufigsten Gründe für Migration ist die Hoffnung auf eine bessere wirtschaftliche Situation, also meist bessere Arbeit oder Arbeitsbedingungen. Arbeitsmigration gibt es nicht nur zwischen, sondern auch innerhalb von Staaten sehr häufig. Bei internationalen Arbeitsmigranten sprechen einige auch von Wirtschaftsflüchtlingen. Eine andere häufige Ursache für Migration ist Flucht. Menschen verlassen ihr Heimatland, um vor Krieg, Naturkatastrophen, Hunger oder politischer oder religiöser Verfolgung zu fliehen. Ein noch eher junger ist die Bildungsmigration, also die Migration aufgrund besserer Bildungschancen.

Migration in Deutschland

Zu den Menschen mit Migrationshintergrund zählt man nicht nur jene, die selbst nach Deutschland immigriert sind oder keine deutsche Staatsangehörigkeit haben, sondern auch Menschen, die in Deutschland geboren wurden und einen oder zwei Elternteile haben, die selbst einen Migrationshintergrund in erster Generation haben. Im Jahr 2018 hatte etwa jeder vierte Deutsche einen Migrationshintergrund - 28,6 % in Westdeutschland und 8 % in Ostdeutschland. Von diesen Menschen sind etwa zwei Drittel selbst immigriert und ein Drittel wurde in Deutschland geboren. Die Anzahl an Zuwanderern ist stark gestiegen: Im Jahr 2015 immigrierten erstmals mehr als zwei Millionen Menschen nach Deutschland.