Polizei ermittelt nach Vorfall in KielMaddie-Verdächtiger Christian B. gerät in Prügelei mit Briten

Neue Aufregung um den Hauptverdächtigen im Fall Madeleine McCann.
Christian B. hat sich selbst bei der Polizei gemeldet, nachdem es offenbar zu einer körperlichen Auseinandersetzung mit einem Briten gekommen ist. Jetzt ermittelt die Polizei wegen des Verdachts der gegenseitigen Körperverletzung.
Christian B. alarmierte selbst die Polizei
Wie die Polizeidirektion Kiel auf RTL-Anfrage mitteilte, kam es bereits am 20. April 2026 zu einem Zwischenfall in Kiel. Laut Polizeisprecherin habe Christian B. selbst die Polizei alarmiert.
„Es wurde ein Strafverfahren wegen wechselseitiger Körperverletzung eingeleitet“, erklärte die Sprecherin. Weitere Angaben zu möglichen Beteiligten machte die Polizei nicht. Auch zur Identität des mutmaßlichen Angreifers äußerte sich die Behörde nicht offiziell.
Nach deutschem Recht kann gegenseitige Körperverletzung mit einer Geldstrafe oder einer Freiheitsstrafe geahndet werden.
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Ein Vertrauter des Madeleine-McCann-Verdächtigen behauptete gegenüber britischen Medien, der Deutsche sei von dem Briten attackiert worden. Demnach habe der Mann ihn mehrfach ins Gesicht geschlagen. Christian B. habe Verletzungen erlitten und daraufhin die Polizei gerufen.
Zu möglichen Konsequenzen oder weiteren Ermittlungen wollte sich die Kieler Polizei nicht äußern. Zu Fragen über eine mögliche Auslieferung von Christian B. nach Großbritannien verwies die Behörde an die zuständige Oberstaatsanwaltschaft.

Neue Dynamik im Fall Madeleine McCann
Der Vorfall sorgt erneut für Aufmerksamkeit rund um den Fall Madeleine McCann. Laut britischen Medien arbeitet Scotland Yard weiterhin daran, Anklage gegen Christian B. zu erheben – möglichst noch vor dem 20. Jahrestag von Madeleines Verschwinden im kommenden Jahr.
Madeleine McCann verschwand im Mai 2007 aus einer Ferienanlage im portugiesischen Praia da Luz. Christian B. gilt seit 2020 offiziell als Hauptverdächtiger. Direkte forensische Beweise gegen ihn wurden bislang jedoch nicht öffentlich gemacht.
Zusätzliche Brisanz erhält der Fall durch Diskussionen über eine mögliche Auslieferung nach Großbritannien. Deutsche Staatsbürger können seit dem Brexit nur unter bestimmten Voraussetzungen an Nicht-EU-Staaten ausgeliefert werden.
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Christian B. lebt unter Beobachtung
Seit seiner Haftentlassung steht Brueckner nach Medienangaben weiter unter Beobachtung der Behörden. Zuletzt soll er mehrfach seinen Aufenthaltsort gewechselt haben und zeitweise Probleme gehabt haben, Unterkünfte zu finden.
In der Vergangenheit war der 49-Jährige bereits wegen schwerer Sexualdelikte verurteilt worden, darunter die Vergewaltigung einer US-Amerikanerin in Portugal. Erst im vergangenen Jahr war er in einem weiteren Verfahren wegen Vergewaltigungs- und Missbrauchsvorwürfen freigesprochen worden.
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Familie McCann gibt Hoffnung nicht auf
Zum 19. Jahrestag von Madeleines Verschwinden hatten ihre Eltern Kate und Gerry McCann erneut erklärt, sie wollen die Suche nach ihrer Tochter nicht aufgeben.
In einem Statement bedankte sich die Familie bei Unterstützern sowie den Ermittlungsbehörden und betonte: „Wir werden niemals aufgeben.“
Verwendete Quellen: RTL-Recherche, TheSun


