Tochter seit über 19 Jahren verschwunden„Der Mai ist immer schwer für uns” – Maddies Eltern entsetzt über neue Doku

„Kein Nutzen für die Aufklärung!“
Seit fast zwei Jahrzehnten lebt die Familie von Madeleine McCann mit einer Leerstelle, die nie wirklich gefüllt wurde – und jeder neue öffentliche Beitrag kratzt erneut an alten Wunden. Nun melden sich Kate und Gerry McCann mit einem emotionalen Statement zu Wort, das Dankbarkeit, Erschöpfung und Kritik vereint.
McCanns bedanken sich für Unterstützung
Kate McCann und Gerry McCann bedanken sich zunächst bei all jenen, die der Familie im Laufe des Monats mit „Freundlichkeit und Unterstützung“ beigestanden haben. Gleichzeitig betonen sie, dass der Mai für sie seit fast zwei Jahrzehnten ein besonders belastender und emotional aufgeladener Monat geblieben ist.
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Vor über 19 Jahren verschwand ihre damals dreijährige Tochter Madeleine „Maddie“ während eines Urlaubs im Mai an der portugiesischen Algarve. Doch nicht nur dieser schwierige Jahrestag ist im Mai, sondern auch der Geburtstag ihrer seit 2007 vermissten Tochter.
Der Fall entwickelte sich zu einer der größten Vermissten-Suchaktionen Europas – und bis heute bleibt das Mädchen unauffindbar. Immer wieder gab es neue Spuren, neue Suchaktionen und neue Verdächtigungen; zeitweise gerieten sogar die Eltern selbst ins Visier der Ermittlungen.
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Ärger um neue Maddie-Doku
Das Dokudrama „Under Suspicion: Kate McCann“ wurde am Mittwochabend (20. Mai) erstmals auf Channel 5 ausgestrahlt. Die Produktion zeigt Kate McCann während einer polizeilichen Vorladung. Aus einer zunächst scheinbar kooperativen und freundlichen Situation entwickelt sich dabei zunehmend ein konfrontatives Verhör, in dessen Verlauf sie selbst in den Fokus von Verdächtigungen gerät. Laut Serienbeschreibung konzentriert sich das Drama auf einen 48-stündigen Zeitraum, in dem die Suche nach Madeleine McCann beinahe ins Stocken geraten wäre und die McCanns gleichzeitig um ihre Freiheit kämpften.
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Die Kritik der McCanns an der Dokumentation fällt scharf aus. „Wir haben weder unsere Zustimmung erteilt noch wurden wir darum gebeten und waren in keiner Weise an der Erstellung beteiligt”, schreiben die Eltern in ihrem Instagram-Post. Zudem sehen sie keinen Mehrwert für die Aufklärung des Falls. Solche Formate, so die Familie weiter, hätten für sie regelmäßig negative Auswirkungen und würden die ohnehin belastende Situation zusätzlich verschärfen. (lmi)
Verwendete Quellen: Instagram/officialfindmadeleine, independent.co.uk

































