Bluttat an GymnasiumManifest aufgetaucht! Hatte der Schongau-Amokläufer (16) ein so erschütterndes Weltbild?
Schlimme Gewalttat am Welfen-Gymnasium in Schongau (Oberbayern)!
An der Schule südlich von München herrscht am Mittwochmittag (8. Juli) plötzlich Amokalarm. Mutmaßlich ein ehemaliger Schüler (16) sticht an einer Schule im oberbayerischen Schongau zwei Mädchen nieder. Die Polizei bestätigt, dass mindestens zwei 13-jährige Mädchen schwer verletzt sind. Auch Tage nach der Tat kommen noch schreckliche Details ans Licht. Alle Infos zu der Notlage findet ihr in unserem Liveticker.
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Amoktat an Gymnasium in Schongau – unser Live-Ticker!
Polizei und Lehrkräfte überwältigen den 16-jährigen mutmaßlichen Angreifer
Dramatische Szenen haben sich an der Schule zugetragen – die Rückkehr zur Normalität wird dauern. Das Geschehene wirkt nach in dem 12.000-Einwohner-Ort und vor allem in der Schule mit ihren 800 Schülerinnen und Schülern und 80 Lehrkräften.

Andere Schüler eilen herbei, reißen sich T-Shirts vom Leib, legen Druckverbände an – und retten so wahrscheinlich einem der 13-jährigen Mädchen das Leben. Polizei und Lehrkräfte überwältigen den 16-jährigen mutmaßlichen Angreifer, der neben einem Messer auch eine Pistole dabeihat.
Amoktat an Gymnasium in Schongau: Das ist über den Täter bekannt
Der 16-Jährige sitzt nach der Festnahme in Untersuchungshaft in einer Justizvollzugsanstalt. Die Staatsanwaltschaft München II ermittelt gegen ihn wegen versuchten Mordes. Der Jugendliche soll sich bei der Tat in einer „psychischen Ausnahmesituation” befunden haben. Er befand sich zumindest zeitweise in psychiatrischer Behandlung.
Der 16-jährige Kroate war den Sicherheitsbehörden bereits bekannt. Wegen zweier Vorfälle aus dem Jahr 2025 habe die Staatsanwaltschaft München II gegen ihn ermittelt, weil er unter anderem Mitschüler bedroht und in sozialen Netzwerken Amokläufe verherrlicht haben soll, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft mit. Haftgründe hätten in diesem Ermittlungsverfahren aber „zu keinem Zeitpunkt” vorgelegen.

Pistole aus dem 3D-Drucker und dem Darknet?
Sichergestellt wurden das Messer, eine Pistole und Munition. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur prüfen die Ermittler, ob es sich bei der Schusswaffe um eine per 3D-Drucker hergestellte Waffe handelt. Demnach gab der 16-Jährige an, sich die Waffe im Darknet besorgt zu haben. Laut Polizei gab er einen Schuss aus einer Pistole ab und dann, als die Waffe versagte, ging er mit einem Messer auf die beiden 13-Jährigen los.
Tatsächlich hätten die Ermittler eine eher geringe Zahl an Patronen sichergestellt, hieß es weiter. Die Waffe wurde nach dpa-Informationen bei einem Rucksack gefunden, den der 16-Jährige nach seiner Tat auf dem Schulhof im Umfeld des Tatorts deponiert habe. Er habe Polizeibeamte nach seiner Festnahme selbst darauf hingewiesen. Bei dem Messer soll es sich jedenfalls um kein Haushaltsmesser handeln.
800 Schüler sind auf dem Welfen-Gymnasium in Schongau
Schongau ist eine Kleinstadt am Ufer des Lechs im westlichen Oberbayern mit mehr als 12.000 Einwohnern. Das Welfen-Gymnasium liegt nur wenige Hundert Meter von Altstadt und Lech entfernt. Laut Internetseite werden dort etwa 800 Schüler von mehr als 80 Lehrkräften unterrichtet. In direkter Nachbarschaft gibt es auch eine Grund-, Mittel- und Realschule.
In Bayern laufen die letzten Wochen des Schuljahres. Abiturienten haben bereits vor knapp zwei Wochen, am 26. Juni, ihre Zeugnisse erhalten, bei den restlichen Schülern steht dies am 31. Juli an.
Verwendete Quellen: eigene RTL-Recherche, dpa


