Ersatzteil legte alles lahmBahn äußert sich zur Ursache der Megastörung

Der Bahnverkehr in ganz Deutschland stand Dienstagabend stundenlang still, fast nichts fuhr mehr.
Grund: Der digitale Bahnfunk GSMR war gestört. Alle Züge würden in Bahnhöfen festgehalten, teilte die Deutsche Bahn mit. RTL weiß: Das stimmte so nicht. Zahlreiche Züge standen auf offener Strecke. Bundesweit dürften zehntausende Menschen fest gesessen haben. Kurz nach Mitternacht meldete die Deutsche Bahn, die Ursache für die Störung sei gefunden. In der Nacht rollte der Zugverkehr wieder an. RTL.de informiert im Liveticker.

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Bundesweite Funk-Störung bei der Deutschen Bahn behoben: Alle Infos im Liveblog

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Johanna Kroke

Ersatzteil ist schuld – DB InfraGO-Chef Nagl erklärt Ursache der Störung

Nach der gestrigen Störung ist die Bahn auf Fehlersuche. Bereits während der Störung wird klar, dass der Stillstand auf allen Strecken durch ein Problem beim digitalen Funk GSM-R. Jetzt äußert sich DB InfraGo-Cef Dr. Philipp Nagl mit weiteren Details: „Ursächlich für die gestrige Störung des digitalen Bahnfunks GSM-R war aus derzeitiger Sicht der planmäßige Tausch einer technischen Komponente.“ Ein Ersatzteil also, dass zu der Störung geführt habe. 

Unklar bleibt jedoch weiter, was genau bei dem Einbau die Megastörung ausgelöst hat. „Wie es dadurch genau zu der Störung kam, analysieren wir nun mit höchster Priorität. Wir entschuldigen uns in aller Form bei unseren Kundinnen und Kunden für die Einschränkungen“, erklärt er am Mittwochmittag. 
Johanna Kroke

Fehlersuche bei der Deutschen Bahn 

Nach der bundesweiten Störung im Bahnverkehr durch Probleme mit dem digitalen Bahnfunk sind Sicherheits- und IT-Experten auf Fehlersuche. Ein Sprecher des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) sagte auf Anfrage, das BSI und die Deutsche Bahn stünden seit Dienstagabend in engem Austausch zu dem Vorfall. Nähere Angaben machte er nicht.
Nach Angaben aus Sicherheitskreisen wird davon ausgegangen, dass ein fehlerhaftes Software-Update das Problem verursacht hat. Hinweise auf einen Cyberangriff als Ursache wurden nach dpa-Informationen nicht festgestellt. Die Deutsche Bahn habe einen Angriff schon relativ früh für sehr unwahrscheinlich gehalten, hieß es.
Auch nach rbb-Informationen gehen Sicherheitsbehörden nicht von Sabotage aus. Als Ursache werde ein fehlerhaftes Update der Deutschen Bahn vermutet. Von einem solchen Software-Update berichteten Bahnmitarbeitende auch dem SWR. Bei der Bahn hieß es zunächst, die Untersuchung zur Ursache dauere an. 
Johanna Kroke

Nach Störung kaum noch Auswirkungen für Pendler

„Nach der raschen Problembehebung in der Nacht ist der Bahnverkehr am Morgen weitgehend reibungslos angelaufen. Im Fern-, Regional- und S-Bahn-Verkehr steht Reisenden wieder das gesamte Zugangebot zur Verfügung", erklärt ein Sprecher der Deutschen Bahn am Mittwochvormittag. „Wir bitten Reisende weiterhin, Ihre Verbindungen in den Auskunftsmedien zu prüfen.“
Die IT-Fachleute der DB hätten die Störung am Zugfunk in der Nacht bereits nach rund zwei Stunden behoben, so der Sprecher weiter. „Wir danken allen betroffenen Fahrgästen für Ihre Geduld. Die Ursache für die Störung wird derzeit noch untersucht.“ 

Trotz der massiven Auswirkungen in der Nacht bekamen Pendler am Morgen kaum noch etwas von der Störung mit. An den großen Bahnhöfen in Nordrhein-Westfalen lief der Betrieb völlig normal. In Köln gab es einige Verspätungen von bis zu 15 Minuten und ganz wenige Zugausfälle. 
In Dortmund waren laut Abfahrtsmonitor noch einige ICE aus der Nacht mit mehreren Stunden Verspätung unterwegs, der Regionalverkehr am Morgen lief aber ohne große Probleme an. Auch an den Informationsschaltern der Bahn gab es keinen besonders großen Andrang. 
Johanna Kroke

Bahnverkehr in NRW wieder weitgehend normal 

Rund zwei Stunden lang standen in der Nacht die Züge in Deutschland still. Am Morgen danach bekommen Pendler in NRW davon kaum noch etwas mit. Der NRW-Verkehrsminister zeigt sich trotzdem stinksauer. 
 
Nach der bundesweiten Störung bei der Bahn läuft der Zugverkehr in Nordrhein-Westfalen wieder weitgehend normal. An den großen Bahnhöfen im Land waren einige Züge leicht verspätet, Ausfälle gab es aber fast keine. „Alles läuft wie immer", sagte eine Pendlerin in Duisburg. Von dem Ausfall in der Nacht hatte sie noch gar nichts gehört.

In der Nacht hatte der bundesweite Ausfall des Zugverkehrs massive Folgen für viele Reisende. Wegen einer technischen Störung wurden alle Züge in Deutschland gestoppt. Reisende mussten auch in Nordrhein-Westfalen zwei Stunden lang auf Neuigkeiten warten, bevor der Bahnverkehr gegen 0.30 Uhr wieder aufgenommen wurde. 

Verkehrsminister: Neuer „Tiefpunkt“ der Bahn

Nordrhein-Westfalens Verkehrsminister Oliver Krischer (Grüne) zeigt sich vor allem vom Notfallmanagement der Bahn maßlos enttäuscht. „Das macht mich fassungslos. Dass durch einen technischen Defekt der komplette Bahnverkehr in Deutschland zum Erliegen kommt, ist ein neuer Tiefpunkt bei einer ohnehin schwachen Betriebsqualität“, sagte Krischer der Deutschen Presse-Agentur.

„Ich erwarte, dass die Bahn diesen Vorfall transparent und lückenlos aufklärt. Es kann nicht sein, dass wegen des Ausfalls eines Systems Zehntausende Menschen die Nacht in Zügen und Bahnhöfen verbringen müssen“, sagte er.
Der NRW-Minister verlangte, die Bahn müsse besser auf solche Situationen vorbereitet sein. „Hier braucht es Notfallmechanismen, die ein solches Desaster in Zukunft vermeiden. Menschen verlassen sich darauf, mit der Bahn wenigstens einigermaßen pünktlich ans Ziel zu kommen", forderte Krischer.
 
Johanna Kroke

Verband fordert genaue Aufarbeitung der Bahn-Störung 

Was genau hat zum bundesweiten Stopp des Zugverkehrs am Dienstagabend geführt? Der Verband der privaten Güterbahnen fordert eine genaue Auskunft – und ein neues Bundesamt. 

Der Verband der privaten Güterbahnen hat nach dem mehrstündigen Ausfall des Bahnverkehrs in Deutschland eine genaue Aufarbeitung gefordert. Die Ursache für den Ausfall am späten Dienstagabend dürfe "nicht allein durch eine ‚Selbstauskunft‘ der DB InfraGo als Betreiberin beantwortet werden", sagte Verbandsgeschäftsführer Peter Westenberger der dpa. Es brauche eine bessere Überwachung und Steuerung des Schieneninfrastrukturbetriebs. Der Verband fordert dazu seit langem die Gründung eines Bundesamts für Schieneninfrastruktur. 

Die privaten Güterbahnen, also die Konkurrenten von DB Cargo, waren ebenfalls von der Störung betroffen – und das ausgerechnet am späten Abend. "Da der Güterverkehr zu einem erheblichen Teil in den Nachtstunden unterwegs ist, sind die Beeinträchtigungen durch den Shutdown auch sehr hoch", sagte Westenberger. 
Johanna Kroke

Was ist der Zugfunk GSM-R? 

Wegen Problemen mit dem digitalen Bahnfunk stellte die Deutsche Bahn am Dienstagabend den Zugverkehr für rund zwei Stunden bundesweit ein. Auslöser war eine Störung des Funksystems GSM-R. Was verbirgt sich dahinter?

Die vier Buchstaben stehen für "Global System for Mobile Communications - Railway". "Das GSM-R Mobilfunknetz ersetzt nahezu alle analogen Funksysteme der Deutschen Bahn AG", heißt es auf der Webseite der DB InfraGo, der Betreiberin der Infrastruktur der Deutschen Bahn. Demnach bietet es Vorteile wie etwa hohe Sicherheit in der betrieblichen Kommunikation, die Möglichkeit spezieller Gruppenanrufe und die Option zur gezielten Kontaktaufnahme mit den Fahrdienstleistern. 

Das System ermöglicht der DB InfraGo zufolge zum Beispiel auch einen Bahnnotruf, bei dem Bahnpersonal in einem bestimmten Bereich bei einem Notfall alarmiert werden kann. GSM-R kann auf einem großen Teil des Streckennetzes genutzt werden. 
Johanna Kroke

Züge fahren nach Störung wieder – Probleme bleiben teils bis zum Morgen 

Rund zwei Stunden ging nichts mehr bei der Deutschen Bahn. Welchen Grund der Konzern nannte, was Reisende erlebten und wie lange es wohl noch Verspätungen und Ausfälle geben wird.

Gestrandete Reisende und sehr lange Warteschlangen an den Bahnhofsinformationen: Eine deutschlandweite Störung hat bei der Deutschen Bahn (DB) am späten Dienstagabend für rund zwei Stunden Stillstand gesorgt. Es waren etliche Reisende betroffen. Gegen 0.30 Uhr fuhren die ersten Züge wieder. Danach lief der Verkehr am frühen Morgen Schritt für Schritt wieder an, wie ein DB-Sprecher mitteilte. Der Grund für den Stopp des Zugverkehrs war demnach eine Störung des digitalen Bahnfunksystems GSM-R. 
Teils sollten die Probleme bis zum Berufsverkehr am Morgen anhalten. So teilte etwa die DB Regio Mitte auf der Plattform X mit, bis sich der Bahnverkehr wieder normalisiert habe, müsse heute mindestens bis 06.00 Uhr mit hohen Folgeverspätungen und kurzfristigen Fahrtausfällen gerechnet werden. Auf der Regionalseite der DB für Nordrhein-Westfalen hieß es nach dem Ende der Störung: «Bis sich der Bahnverkehr wieder normalisiert hat, wird es jedoch noch einige Zeit dauern.» Man solle mit hohen Verspätungen und Ausfällen rechnen. 

Kaum Auskünfte für Reisende

Viele Reisende saßen durch den Ausfall fest. Zwar wurden laut einem Bahnsprecher Taxi- und Hotelgutscheine ausgegeben – in Frankfurt am Main berichteten Menschen aber zum Beispiel, es gebe in der ganzen Stadt gar kein Hotelzimmer mehr. Und: Ein ICE nach Mannheim und Stuttgart fuhr dort nahezu ohne Passagiere los. Niemand hatte den vielen Wartenden vor der Abfahrt Bescheid gegeben. Unter anderem am Berliner Hauptbahnhof beklagten Fahrgäste, dass es keine Auskünfte gab. Aber die Bahn-Mitarbeiter seien freundlich und ansprechbar gewesen, hieß es. 
Die Ursache der Störung des Bahnfunks GSM-R hatte die DB noch in der Nacht identifiziert – ohne allerdings zu erklären, worin sie bestand. IT-Experten der DB hätten pausenlos an der Entstörung gearbeitet, mit Erfolg. "Die Störung konnte so innerhalb kurzer Zeit behoben werden“, hieß es weiter. Man danke allen Fahrgästen für die Geduld. Bahn-Chefin Evelyn Palla sagte der «Bild»-Zeitung, die Lage sei mit einem Notfallsystem stabilisiert worden. 
GSM-R steht für „Global System for Mobile Communications - Railway“. "Das GSM-R Mobilfunknetz ersetzt nahezu alle analogen Funksysteme der Deutschen Bahn AG", heißt es auf der Webseite der DB InfraGo, der Betreiberin der Infrastruktur der Deutschen Bahn. Demnach bietet es Vorteile wie etwa hohe Sicherheit in der betrieblichen Kommunikation, die Möglichkeit spezieller Gruppenanrufe und die Option zur gezielten Kontaktaufnahme mit den Fahrdienstleistern. 
Roger Saha

Die Bahn fährt wieder – ein bisschen!

Für einige Fahrgäste hat das Warten ein Ende. Der Bahnverkehr laufe Schritt für Schritt wieder an, teilte die Deutsche Bahn mit.
Die Störung bei der Deutschen Bahn ist dem bundeseigenen Konzern zufolge behoben. «Der Verkehr läuft nun Schritt für Schritt wieder an», sagte ein Sprecher der dpa. IT-Experten der DB hätten pausenlos an der Entstörung gearbeitet, mit Erfolg. «Die Störung konnte so innerhalb kurzer Zeit behoben werden», hieß es weiter. Man danke allen Fahrgästen für die Geduld. 
Die Deutsche Bahn hatte die Ursache der Störung, die zu einem bundesweiten Stopp des Zugverkehrs führte, zwischenzeitlich identifiziert. Genauere Informationen zur Ursache gab es zunächst nicht. Der Bahnverkehr war am späten Dienstagabend wegen einer Funkstörung eingestellt worden. Den Angaben des Sprechers zufolge war der digitale Bahnfunk GSM-R gestört. 

Auch S-Bahn in Berlin und Stuttgart und Privatbahnen betroffen

Betroffen waren in einigen Städten auch S-Bahnen, die von der Deutschen Bahn betrieben werden, ebenso Privatbahnen und auch der Güterverkehr, der vor allem abends und nachts unterwegs ist.
In Berlin war der Verkehr im gesamten S-Bahn-Netz eingestellt. Grund sei eine netzweite Störung im Kommunikationssystem, teilte die Berliner S-Bahn auf ihrer Webseite mit. Betroffen seien alle Linien. 
In Stuttgart hieß es: «Derzeit werden alle S-Bahnen im gesamten S-Bahn-Netz an den Bahnsteigen zum Halten gebracht. Prüft in der Reiseauskunft eure Verbindung auf alternative Verkehrsmittel. Wir geben euch Bescheid, sobald wir neue Informationen haben und einschätzen können, wie lange die Störung dauert.»
In Hamburg hingegen war der Verkehr der Hochbahn nicht betroffen. Alle U-Bahn-Linien fahren, wie ein Sprecher der Hochbahn der dpa sagte.
Auch Privatbahnen waren betroffen. Das Unternehmen Metronom, das Nahverkehrszüge in Niedersachsen, Bremen und Hamburg betreibt, teilte mit, dass alle Züge auf allen Strecken betroffen seien.
 
Roger Saha

Funkproblem bei der Bahn mit "Notfallsystem" gelöst - Zugverkehr läuft wieder an 

Nach mehrstündiger Störung ist der Zugverkehr in Deutschland am frühen Mittwochmorgen wieder angelaufen. "Wir konnten mit einem Notfallsystem die Lage stabilisieren", sagte Bahn-Chefin Evelyn Palla der "Bild-Zeitung". Deshalb "fahren nun alle Züge wieder". Die Ursache für das Problem "müssen wir jetzt klären", fügte die Bahn-Chefin hinzu.
Verantwortlich für die bundesweite Einstellung des Zugverkehrs war ein Problem im digitalen Bahnfunk. Alle Züge wurden deshalb in Bahnhöfen angehalten. Unter anderem kam laut dem Bericht einer AFP-Reporterin ein ICE auf der Strecke zwischen Frankfurt am Main und Berlin im Bahnhof Würzburg zum Stehen. Es wurden Wasser und Kekse für die Passagiere verteilt. Der Zug setzte sich nach rund dreistündiger Zwangspause wieder in Bewegung.
Bei dem von der Störung betroffenen digitalen Bahnfunk GSMR handelt es sich laut dem privaten Bahnunternehmen Metronom um ein zentrales Kommunikationsmittel zwischen den Lokführern im Zug und den Fahrdienstleitern auf den Stellwerken des Netzbetreibers DB InfraGO AG. Ein Ausfall dieses Systems stelle "ein immenses Sicherheitsproblem" für den Zugbetrieb dar, erklärte das Unternehmen.
Roger Saha

UPDATE: Bahnverkehr wegen Funkstörung bundesweit eingestellt


 Stillstand auf der Schiene, nichts geht mehr: Der Verkehr der Deutschen Bahn ist wegen einer Funkstörung bundesweit eingestellt. Das bestätigte ein Sprecher der Deutschen Bahn am Abend auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. Züge stehen an den Bahnhöfen, Reisende sitzen fest: Vorläufig werden alle Bahnen zurückgehalten.
Den Angaben des Sprechers zufolge ist der digitale Bahnfunk GSMR gestört. «Unsere Techniker sind mit Hochdruck daran, die Störung zu beheben», sagte er weiter. Weitere Informationen gebe es, sobald dies möglich sei. 
Bahnchefin Evelyn Palla sagte der «Bild»-Zeitung, der bundeseigene Konzern kenne die genaue Ursache für die bundesweite Störung bisher nicht. «Wir versuchen jetzt, die Züge in die Bahnhöfe zu bekommen, damit die Reisenden aussteigen können. Und dann müssen wir das Problem, das wir noch nicht kennen, beheben», sagte Palla.

Auch S-Bahn in Berlin und Stuttgart betroffen

Betroffen waren in einigen Städten auch S-Bahnen, die von der Deutschen Bahn betrieben werden. In Berlin war der Verkehr im gesamten S-Bahn-Netz eingestellt. Grund sei eine netzweite Störung im Kommunikationssystem, teilte die Berliner S-Bahn auf ihrer Webseite mit. Betroffen seien alle Linien. 
In Stuttgart hieß es: «Derzeit werden alle S-Bahnen im gesamten S-Bahn-Netz an den Bahnsteigen zum Halten gebracht. Prüft in der Reiseauskunft eure Verbindung auf alternative Verkehrsmittel. Wir geben euch Bescheid, sobald wir neue Informationen haben und einschätzen können, wie lange die Störung dauert.»
In Hamburg hingegen war der Verkehr der Hochbahn nicht betroffen. Alle U-Bahn-Linien fahren, wie ein Sprecher der Hochbahn der dpa sagte.
 
Rolf Vennenbernd/dpa
Roger Saha

UPDATE: Was wir wissen und was wir nicht wissen: Ein Überblick über das Funkchaos bei der Deutschen Bahn


 
Der Verkehr der Deutschen Bahn ist wegen einer Funkstörung bundesweit eingestellt.
Was wir wissen:
Ursache: Die Bahn nennt als Ursache eine Funkstörung. Betroffen ist der digitale Bahnfunk GSMR. Bahn-Chefin Evelyn Palla sagt der «Bild»-Zeitung allerdings, die genaue Ursache kenne der Konzern noch nicht.
Was macht die Bahn? «Unsere Techniker sind mit Hochdruck daran, die Störung zu beheben», sagte ein Sprecher.
Was erwartet die Passagiere? Palla sagt, es werde nun versucht, die Züge in die Bahnhöfe zu bekommen. In Frankfurt am Main informiert die Bahn, wer mit dem Deutschlandticket unterwegs sei, solle sich ein Taxi/Hotel nehmen und die Kosten über die Fahrgastrechte einreichen (Erstattung bis 120 Euro). 
Weitere Folgen: Vorläufig werden alle Züge an Bahnhöfen zurückgehalten.

Was wir nicht wissen:
Wie lange dauert die Störung?
Wie viele Passagiere sind betroffen?
Was bedeutet die Störung des digitalen Bahnfunks? 
Inwieweit ist das Ausland von der Störung betroffen?
Wann läuft der Bahnverkehr wieder normal?
Gibt es Folgeschäden oder weitere technische Probleme?
Kann ein Anschlag ausgeschlossen werden? 


Quelle: dpa
Roger Saha

U-Bahn Hamburg meldet: Wir fahren!


Der Verkehr der Hamburger Hochbahn ist nicht von der bundesweiten Funkstörung bei der Deutschen Bahn betroffen. Alle U-Bahn-Linien fahren, wie ein Sprecher der Hochbahn der dpa am Abend sagte. 
Wie ein dpa-Reporter vom Hauptbahnhof berichtete, standen Züge des Regional- und Fernverkehrs am Hauptbahnhof, die S-Bahnen fuhren hingegen. Vor einem Informationsschalter der Bahn standen am Hauptbahnhof am Abend zahlreiche Menschen. 
Nach Angaben von Reisenden werden am Informationsschalter der DB Taxi-Gutscheine ausgegeben. «Noch jemand nach Lübeck»-Rufe waren zu hören. Andere Menschen versuchten, auf eigene Faust Fahrgemeinschaften zu bilden
Auf der Internetseite der Eisenbahngesellschaft Metronom stand am Abend: «Bitte tretet derzeit keine Fahrten mit Zügen an und verschiebt eure Fahrt auf einen anderen Zeitpunkt.» Falls Fahrgäste bereits unterwegs seien, empfahl der Metronom, Reisen mit alternativen Verkehrsmitteln wie Bussen fortzusetzen. 
Weiter hieß es: «Nach aktuellem Stand rechnen wir am heutigen Abend nicht mehr mit einer stabilen und geordneten Wiederaufnahme des Zugverkehrs.» Der Metronom verkehrt etwa im Regionalverkehr zwischen Hamburg und Bremen. 
Der Verkehr der Deutschen Bahn ist wegen einer Funkstörung derzeit bundesweit eingestellt. Vorläufig werden demnach alle Züge an Bahnhöfen zurückgehalten. 
Roger Saha

Alarm im ICE 846

ntv-Wirtschaftsexperte Ulrich Reitz meldet sich aus dem ICE 846. Der Zug hängt bei Hasbergen (Landkreis Osnabrück) in Niedersachsen fest. Reitz beschreibt die Situation so: Babys seien ohne Nahrung. Eltern würden Alarm schlagen Alarm. Das Rote Kreuz soll hier die Säuglinge und Kleinkinder evakuieren. Der Zug stehe auf offener Strecke, nicht in einem Bahnhof.
Ulrich Reitz meldet sich aus dem ICE 846
Ulrich Reitz meldet sich aus dem ICE 846. privat
Roger Saha

Wer nicht im Zug festsitzt, steht Schlange

Das Foto zeigt: Fahrgäste stehen am Informationsschalter der DB am Bahnhof Duisburg Schlange. Der Verkehr der Deutschen Bahn ist wegen einer Funkstörung bundesweit eingestellt. 
Christoph Reichwein/dpa +++ dpa-Bildfunk +++