Polizeibeamte sind schnell vor Ort – versuchen noch den 56-jährigen Bremer wiederzubeleben. Wir zeigen bewusst nur diese Ausschnitte.
Leif ist dabei, als es passiert. Er ist es, der die Polizei alarmiert:
Leif, Augenzeuge: „Ich habe gerade geparkt. Da habe ich mitbekommen, wie ein Herr aus einem Fahrzeug einen Passanten auf, der auf dem Fußgängerweg angesprochen hat oder einen aggressiveren Ton miteinander gesprochen. Das Ganze ist dann darin gemündet, dass der Herr mit seinem Fahrzeug auf den Fußgängerüberweg gefahren ist. Da ist er dann ausgestiegen. Auf den Passanten zugelaufen und ist dann ohne jegliche Vorwarnung mit einer Schlagkombination eins zwei dem ins Gesicht. Der Passant ist umgefallen.”
Der 56-Jährige knallt mit dem Hinterkopf hier auf den harten Fußgängerweg; bleibt regungslos liegen.
Leif, Augenzeuge: „Der Herr hat gemerkt, was er angerichtet hat. Und dann ist er in sein Auto geflüchtet und abgehauen.”
Die Verletzungen des Fußgängers sind schwer. Er stirbt noch vor Ort – am Samstag gegen 16.10 Uhr im Kirchweg im Bremer Stadteil Neustadt. Weiß jemand, wo sich der Angreifer aufhält? Die Polizei sucht nach Zeugen:
Franka Haedke, Polizei Bremen: „Der Täter ist mit quietschenden Reifen in Richtung Neuenlander Straße davongefahren. Wir wissen, dass er in einem weißen Klein-wagen unterwegs war. Er wird beschrieben als sportlich und groß, trug zur Tat-zeit ein graues, enges Hemd, hatte kurze graue Haare.”
Er soll 1,80 bis 1,90 m groß und circa 55 Jahre alt sein.
Die beiden Männer kannten sich vorher wohl nicht. Worum ihr Streit ging, wird noch ermittelt.
Leif, Augenzeuge: „Die haben sich irgendwie irgendwas zugerufen. Und das Letzte, woran ich mich erinnern kann, das war halt ein: Ja dann komm hier am Straßenrand. Dann klären wir das da.”
Nur was hat den Mann so sehr aufgeregt? Eine Meinungsverschiedenheit im Straßenverkehr?
„Wenn wir im Autofahren, empfinden viele das auch als persönliches Terrain. Und wenn man jetzt die Anonymität noch mit berücksichtigt, dann sinkt die soziale Hemmschwelle. Also durch die Anonymität bin ich eher bereit, dem anderen feindselige Motive zu unterstellen. Ich glaube nicht, dass er mir gegenüber wohlwollend ist. Und dann kommt es eben auch schneller zu Auseinandersetzungen.”
Nach RTL-Informationen könnte der Angreifer Kampfsporterfahrung haben. Deshalb konnte er so präzise zuschlagen.
Leif, Augenzeuge: „Und fünf Sekunden Wut haben für ein Schicksal gesorgt.”
Die Mordkommission hat die Ermittlungen übernommen.