41-jährige „Sexologin” und Partner sollen Kinder ausgesetzt habenMarine R. sitzt jetzt in Gefängnis mit düsterem Ruf

Die Französin Marine R. wird abgeführt. Sie soll ihre beiden Kinder ausgesetzt haben.
Die Französin Marine R. wird abgeführt. Sie soll ihre beiden Kinder ausgesetzt haben.
FILIPE AMORIM / AFP

Jetzt lernt sie, was Strafe ist!
Marine R. (41) und ihr Lebensgefährte (55) sollen ihre zwei kleinen Söhne in Portugal ausgesetzt haben. Ein Richter schickte beide in Untersuchungshaft. Die 41-Jährige Marine R., die sich als „Sexologin” feierte, sitzt nun in der berühmtesten Frauenhaftanstalt des Landes: Tires.

Marine R. wartet in Haftanstalt Tires auf ihr Schicksal: Mutter hatte ihre Kinder ausgesetzt

Rund 20 Kilometer westlich von Lissabon liegt die Frauenhaftanstalt Tires. In Portugal verbindet man diesen Namen nicht nur mit Untersuchungshaft und Strafvollzug. Immer wieder landen dort Frauen, deren Fälle das ganze Land beschäftigen. Genau dort sitzt nun auch Marine R. Die Haftanstalt bietet Platz für mehrere hundert Frauen. Dort leben Untersuchungshäftlinge und bereits verurteilte Straftäterinnen in unterschiedlichen Sicherheitsstufen. Der Name Tires taucht häufig im Zusammenhang mit Skandalen auf:

  • 2021 wurde die verurteilte Mörderin Maria Malveiro tot in ihrer Zelle gefunden. Die Gefängnisbehörde spricht von Suizid.

  • 2024 berichteten Medien über einen Angriff auf eine Gefängniswärterin. Die Gewerkschaft SNCGP sprach sogar von „mehr als einem Dutzend“ Angriffen auf Gefängniswärter im selben Jahr.

  • 2025 setzte eine Insassin ihre Zelle in Brand; fünf Wärterinnen und die Insassin kamen wegen Rauchinhalation ins Krankenhaus.

  • Im April 2025 wurde laut 24 Notícias der Chef der Gefängniswache wegen „schwerer Verdachtsmomente“ abgezogen.

  • Seit Mai 2026 sitzt Marine R. in Tires

Wozu dienen die bevorzugten Quellen bei Google?

Ihr scrollt durch die Google-Suche und wollt direkt das sehen, was euch wirklich interessiert? Genau dafür hat Google jetzt eine neue Funktion am Start. Mit den sogenannten „Bevorzugten Quellen“ könnt ihr selbst festlegen, welche Inhalte euch häufiger angezeigt werden. Und genau hier kommt rtl.de ins Spiel. Wenn ihr uns als Favorit markiert, bekommt ihr künftig die wichtigsten Geschichten und Nachrichten für euer Leben, aktuelle News, exklusive VIP-Geschichten aus der Welt eurer Lieblingspromis und RTL-Stars sowie alles rund um Shows, Realitys und Serien noch schneller angezeigt.

So aktiviert ihr RTL.de als bevorzugte Quelle bei Google

Der Weg dahin ist wirklich simpel – ihr braucht nur ein Google-Konto.

    Direkt über den Link: Klickt auf diesen Aktivierungslink und wählt rtl.de als bevorzugte Quelle aus.

    Sucht alternativ ein Thema bei Google, tippt auf das Sternsymbol neben „Schlagzeilen“ und fügt RTL.de dort hinzu. Danach einfach die Suche neu laden.

Schon werden euch Inhalte eurer Lieblingsquelle häufiger angezeigt

Hier erfahrt ihr mehr über die bevorzugten Quellen bei Google

Marine R. soll ihre Kinder in der Wildnis zurückgelassen haben: Die Chronologie des Falls

In dem Aufsehen erregenden Fall zweier in Portugal ausgesetzter Kleinkinder sind deren Mutter und ihr Lebensgefährte in Untersuchungshaft genommen worden. In einer Mitteilung des Gerichts in Setúbal südlich von Lissabon hieß es, den beiden werde zum Vorwurf gemacht, die beiden Kinder verlassen und gefährdet zu haben. Das Paar aus Frankreich, eine 41-Jährige und ihr 55-jähriger Freund, war am Donnerstag festgenommen worden.

Ihnen wird vorgeworfen, die Jungen im Alter von vier und fünf Jahren alleine in einem Wald zurückgelassen zu haben. Der 55-Jährige wird nach Angaben des Gerichts überdies wegen „gefährlicher Körperverletzung” an einem der Kinder beschuldigt. Die beiden Franzosen waren bereits am Freitag mehrere Stunden lang in Setúbal vernommen worden.

Die Mutter, Marine R. aus Colmar, beschreibt sich in Onlinediensten als „Sexologin”, die sich auf „Körperpraktiken und spezifische Traumabehandlung” spezialisiert habe. Nach Angaben des Bürgermeisters der Stadt arbeitete sie in einer Klinik. Es habe keine Hinweise auf Probleme mit ihren Kindern gegeben. Ihr Freund Marc B. ist ein früherer Polizist, der seinen Beruf 2010 an den Nagel gehängt hatte. Im Internet verbreitete er Verschwörungserzählungen und antisemitische Schriften.

Ein Autofahrer hatte die beiden weinenden Kinder am Dienstagabend am Rand einer Straße in der Nähe des Dorfs Comporta entdeckt. Sie hatten Rucksäcke mit Wasser, Keksen und Kleidung, jedoch keine Ausweispapiere bei sich. Sie berichteten, dass ihre Mutter sie in einen Wald gebracht und ihnen „für ein Spiel” die Augen verbunden habe. Als die Kinder ihre Augenbinden abnahmen, sei die Mutter verschwunden gewesen.

Lese-Tipp: Im Wald in Portugal ausgesetzt! So geht es jetzt mit den Kindern weiter

Die portugiesischen Behörden hatten die Mutter und ihren Lebensgefährten am Donnerstag in Fátima im Zentrum Portugals festgenommen. Dabei hätten die beiden „eine sehr distanzierte Haltung zu der Situation” an den Tag gelegt, hatte ein Polizeisprecher gesagt.

Die Kinder wurden bei einer Pflegefamilie untergebracht und sollten französischen Medien zufolge von ihrem Vater abgeholt werden, der nach Angaben der portugiesischen Behörden in Frankreich hinsichtlich seiner Kinder „eingeschränkte Besuchsrechte unter Aufsicht” hatte. Der Vater hatte die Mutter und die Kinder am 11. Mai als vermisst gemeldet.

Verwendete Quellen: AFP, RTL