Die detaillierte StreichlisteKik gibt weitere Standorte auf – diese Filialen schließen jetzt!

Fast zwölf Jahre lang war Patrick Zahn Chef des Textildiscounters Kik. (Archivbild)
Der Textildiscounter Kik schließt weitere Filialen (Symbolbild).
Guido Kirchner/dpa

Die Streichliste bei Kik wird länger!
Weitere Standorte sind jetzt offiziell von Schließungen betroffen, insgesamt will der Textildiscounter 2026 rund 150 Geschäfte in Deutschland aufgeben. Wir zeigen, welche Kik-Filialen bislang bestätigt sind und warum das Unternehmen sein Filialnetz verkleinert.

Diese Kik-Filialen sind jetzt von der Schließung betroffen

Die nächsten Standorte stehen fest. Schon seit Monaten ist bekannt, dass der Textildiscounter Kik sein Filialnetz in Deutschland deutlich verkleinert. Nun gibt es weitere Gewissheit. Sieben zusätzliche Standorte sind nach Informationen des Münchner Merkur inzwischen bekannt. Teilweise bestätigte Kik das Aus auf Anfrage selbst.

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Neu auf der Streichliste stehen demnach Wutöschingen, Wassenberg, Magdeburg, Mengen, Forst, Dassel und Pfullendorf. Für einige dieser Geschäfte läuft der Countdown bereits. Die Filiale in Wassenberg sollte beispielsweise am 14. September letztmals öffnen, in Wutöschingen ist der 18. September als letzter Verkaufstag vorgesehen.

Eine vollständige Übersicht aller rund 150 Schließungen veröffentlicht Kik bislang nicht. Die folgenden Listen umfassen deshalb die Standorte, deren Aus bereits öffentlich bekannt oder bestätigt ist. Die Listen sind nicht unbedingt vollständig, weitere Standorte könnten noch öffentlich werden.

Kik schließt 150 Filialen in Deutschland – und diese in Baden-Württemberg

  • Bopfingen – geschlossen im 1. Quartal

  • Mengen – Schließung zum 16. Oktober

  • Östringen – geschlossen im 1. Quartal

  • Pfullendorf – Schließung im November

  • Rottenburg – geschlossen zum 31. März

  • Stuttgart, eine Filiale – geschlossen im 1. Quartal

  • Wutöschingen – Schließung zum 18. September

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Kik schließt 150 Filialen in Deutschland – und diese in Bayern

  • Bad Windsheim – geschlossen

  • Burgthann – geschlossen im 1. Quartal

  • Freyung – geschlossen im 1. Quartal

  • München-Aubing – geschlossen zum 12. September

  • Peißenberg – geschlossen im 1. Quartal

  • Schongau – geschlossen im Januar

  • Schweinfurt – geschlossen zum 11. Februar

  • Uffenheim – geschlossen zum 14. März

  • Wunsiedel – geschlossen im 1. Quartal

Kik schließt 150 Filialen in Deutschland – und diese in Berlin

  • Berlin, zwei Filialen – geschlossen im 1. Quartal

Kik schließt 150 Filialen in Deutschland – und diese in Brandenburg

  • Brandenburg an der Havel – geschlossen zum 16. Juli

  • Doberlug-Kirchhain – geschlossen im 1. Quartal

  • Forst – Schließung zum 28. November

  • Lübbenau – geschlossen im 1. Quartal

  • Potsdam-Babelsberg – Schließung zum 31. Dezember

  • Vetschau – geschlossen

Kik schließt 150 Filialen in Deutschland – und diese in Hamburg

  • Hamburg-Bramfeld – geschlossen im 1. Quartal

Kik schließt 150 Filialen in Deutschland – und diese in Hessen

  • Bad Soden-Salmünster – geschlossen zum 18. April

  • Bad Wildungen Innenstadt – geschlossen im 1. Quartal

  • Dreieich-Sprendlingen – geschlossen im 1. Quartal

  • Frankfurt, eine Filiale – geschlossen im 1. Quartal

Kik schließt 150 Filialen in Deutschland – und diese in Mecklenburg-Vorpommern

  • Altentreptow – geschlossen im 1. Quartal

  • Hagenow – geschlossen im 1. Quartal

Kik schließt 150 Filialen in Deutschland – und diese in Niedersachsen

  • Bergen – geschlossen im 1. Quartal

  • Dassel – Schließung zum 28. November

  • Dörpen – geschlossen im 1. Quartal

  • Emsbüren – geschlossen im 1. Quartal

  • Gieboldehausen – geschlossen

  • Nordenham Innenstadt – geschlossen im 1. Quartal

  • Pattensen – geschlossen im 1. Quartal

  • Salzgitter – geschlossen zum 12. März

  • Twistringen – geschlossen zum 14. März

  • Vechta – geschlossen zum 5. August

Kik schließt 150 Filialen in Deutschland – und diese in Nordrhein-Westfalen

  • Essen, eine Filiale – geschlossen im 1. Quartal

  • Hamm, zwei Filialen – geschlossen zum 27. August beziehungsweise Schließung im Oktober

  • Marl – geschlossen im 1. Quartal

  • Ochtrup – geschlossen im 1. Quartal

  • Radevormwald – geschlossen

  • Troisdorf Mitte – geschlossen im 1. Quartal

  • Wassenberg – Schließung zum 14. September

Kik schließt 150 Filialen in Deutschland – und diese in Sachsen

  • Dresden, eine Filiale – geschlossen im 1. Quartal

  • Falkenstein – geschlossen im 1. Quartal

  • Gröditz – Schließung zum 17. September

  • Seiffen – geschlossen im 1. Quartal

Kik schließt 150 Filialen in Deutschland – und diese in Sachsen-Anhalt

  • Dessau – geschlossen im 1. Quartal

  • Halle Südstadt – geschlossen im 1. Quartal

  • Magdeburg, eine Filiale – geschlossen zum 3. September

Kik schließt 150 Filialen in Deutschland – und diese in Schleswig-Holstein

  • Preetz – geschlossen zum 21. März

  • Büdelsdorf – geschlossen zum 13. April

Kik schließt 150 Filialen in Deutschland – und diese in Thüringen

  • Hildburghausen – geschlossen zum 16. Mai

  • Meiningen – geschlossen im 1. Quartal

„Wir haben zu dicht expandiert. Das bauen wir zurück“

Hinter den Kik-Schließungen steckt nach Angaben des Unternehmens vor allem eine Korrektur der früheren Expansionsstrategie. Geschäftsführer und Finanzvorstand Christian Kümmel erklärte bereits Ende März: „Wir trimmen unser Portfolio auf Profitabilität.“

In der Vergangenheit habe Kik sein Netz teilweise zu eng geknüpft. „Die Formel ‚Wir machen fünf neue Filialen auf und haben fünfmal so viele Kunden‘ ist nicht 100-prozentig aufgegangen“, sagte Kümmel. Mancherorts liegen Geschäfte weniger als einen Kilometer auseinander. Sein Fazit fällt deshalb deutlich aus: „Wir haben zu dicht expandiert. Das bauen wir zurück.“ Europaweit sollen 300 Geschäfte schließen, während 75 neue hinzukommen.

Kündigungen seien nicht geplant, hieß es im März. Betroffene Beschäftigte sollen nach Möglichkeit in anderen Filialen weiterarbeiten oder eine andere Lösung angeboten bekommen. Kik beschäftigt rund 32.000 Menschen, davon etwa 19.000 in Deutschland.

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„Kunde ist König” erzielte einen Umsatz in Milliardenhöhe

Kik gibt es seit 1994. Der Name steht für „Kunde ist König“. Aus dem deutschen Textildiscounter entwickelte sich in gut drei Jahrzehnten ein Unternehmen mit Geschäften in 14 europäischen Ländern. 2024 erzielte Kik nach Unternehmensangaben einen Umsatz von 2,4 Milliarden Euro.

Am grundsätzlichen Geschäftsmodell will die Kette trotz der Schließungen festhalten. Rund 60 Prozent des Sortiments bestehen aus Textilien, dazu kommen unter anderem Haushaltswaren und Deko.

Verwendete Quellen: Merkur, DPA