Trauer und Freude ganz nah beieinander!
Mit 54 Jahren bringt Cristina Rapti-Tzelepi in Athen die kleine Georgia zur Welt. Für die Eltern ein Moment voller Glück, der auf eine tiefe Trauer folgt: Nur wenige Monate zuvor verliert das Paar seinen 21-jährigen Sohn Giorgos bei einem Verkehrsunfall.
„Wir wollten das Leben nicht aufgeben. Deshalb haben wir beschlossen, uns noch einmal eine Chance zu geben – neu anzufangen und wieder neues Leben in unser Zuhause zu bringen. Unser Zuhause sollte nicht leer bleiben.“
Vor 22 Jahren wurde Cristina durch einen Embryonentransfer schwanger, brachte Sohn Giorgos zur Welt. Ein weiterer Embryo blieb eingefroren - bis heute. Das Paar muss trotz ihrer Trauer schnell eine Entscheidung treffen:
In Griechenland ist ein Embryotransfer nur bis zum 54. Geburtstag erlaubt. Deshalb entscheiden sie sich dafür, den Embryo einzusetzen zu lassen. Und das Paar hat Glück: Die kleine Georgia kommt gesund auf die Welt, für Cristina und den 60-jährigen Vater Constantinos ein neuer Weg zurück ins Leben. Ihr Dank gilt vor allem dem behandelten Arzt.
„Herr Pantos ist für uns ein bewusster Wegbegleiter geworden. Er hat uns an die Hand genommen und uns aus unserer tiefsten Dunkelheit geführt.“
Auch medizinisch ist Georgias Geburt außergewöhnlich: Nach Angaben des behandelnden Arztes ist es das erste Mal, dass ein eigener Embryo eines Paares nach 22,5 Jahren aufgetaut, übertragen und anschließend ein Kind lebend geboren wurde.
„Ich sah ein verzweifeltes Paar und wollte ihnen helfen, noch einmal eine Schwangerschaft zu erreichen. Das war ihre Entscheidung. Das war das erste mal in meinem ganzen Berufsleben, dass man bei einem Paar Verzweiflung und Glück nach der Geburt des Kindes im Gesicht gleichzeitig ansehen konnte.“
Die kleine Georgia trägt den Namen ihres verstorbenen Bruders – und schenkt ihren Eltern nach einer Zeit tiefster Trauer neue Hoffnung.
Verwendete Quellen: APTN