Sicherheit für seine Kinder„Ich werde nicht warten, bis jemand stirbt“ – Vater (44) baut Kreuzung um und wird festgenommen

Verzweifelte Maßnahme!
In der Nachbarschaft von Joseph Brandlin häufen sich zuletzt schwere Unfälle. Für die Sicherheit seiner Kinder geht der alleinerziehende Vater das Problem kurzerhand selbst an: In einer Nacht-und-Nebel-Aktion baut er eine Straßenkreuzung um – und landet prompt hinter Gittern.
1.000 Dollar für Sicherheit – aus eigener Tasche
Mit seiner Familie wohnt Joseph Brandlin in einer ruhigen Gegend im kalifornischen El Segundo. Seine Kinder gehen gerne zum Spielen in den nahegelegenen Park. Doch der Weg dorthin sei für den 44-Jährigen zur Sorge geworden, erklärt er CBS News. Denn an der Kreuzung vor dem Park häufen sich zuletzt Unfälle. Einige seien zwischen Fußgängern und Autofahrern beinah fatal geendet. „Ich habe beschlossen, die Sache selbst in die Hand zu nehmen“, sagte Brandlin dem Nachrichtensender.
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Er habe 1.000 Dollar aus eigener Tasche ausgegeben, um die Kreuzung sicherer zu machen. Davon habe er Stoppschilder, Schablonen und Farbe für Markierungen gekauft.
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Bei Umbau der Kreuzung erwischt
Denn von den vier Einmündungen an der Kreuzung würde es nur an zwei Stellen einen Zebrastreifen und Stoppschilder geben. Zu wenig, findet der 44-Jährige. Zumal die Kreuzung direkt vor dem beliebten Park sei. Seiner Meinung nach müsste es bei allen vier Einmündungen Schilder geben.
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In einer Nacht-und-Nebel-Aktion geht Bradlin diese vermeintliche Sicherheitslücke an. Der Vater baut zwei weitere Schilder an und sprüht zudem das Wort „Stopp“ auf die Straße. Doch bei dieser gut gemeinten Tat wird er von der Polizei erwischt und festgenommen. Für Bradlin geht es sogar eine Nacht hinter Gitter, erzählt er CBS. Nun, sagt er, drohen ihm Anklagen wegen schwerer Straftaten.

Er würde es wieder tun
„Schwerer Diebstahl wegen der Entwendung von Leitkegeln von einer nahegelegenen Baustelle und Sachbeschädigung an städtischem Eigentum“, zitiert der 44-Jährige den Vorwurf der Behörden. Trotz der drohenden Konsequenzen, bereue Bradlin die Aktion nicht: „Ich werde es wieder tun, wenn es sein muss. Denn ich werde nicht warten, bis jemand stirbt.“
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Brandlin sagt, er sei einer von vielen Anwohnern, die seit Jahren fordern, dass die Kreuzung umgestaltet wird. Die Polizei von El Segundo sehe dafür aber keinen Grund. Dies sei laut CBS bereits der zweite Fall in wenigen Monaten, bei dem Anwohner in dem Bezirk versucht hätten, die Sicherheit im Straßenverkehr selbst in die Hand zu nehmen. (okr)
Verwendete Quellen: CBS News
































