„Ich fahr dich, keine Sorge“Federico (36) half einer Fremden – dann tötete ihn ihr Ex

Federico (36) half einer Fremden – dann tötete ihn ihr Ex
Diese hilfsbereite Geste kostete Federico das Leben.
Facebook / Federico Venco

Seine Hilfsbereitschaft kostet ihn sein Leben!
Er sieht im Dunkeln eine Frau, die verzweifelt am Straßenrand ihr Handy sucht – und hält an, um zu helfen. Minuten später ist der 36-jährige Federico Venco tot, überfahren von dem eifersüchtigen Ex-Partner der Frau, der den Fremden für ihren neuen Freund hält.

Eifersuchts-Drama in Italien: Federico Venco mit Auto überfahren

In der Nacht zu Sonntag fährt Federico mit seinem Motorrad über die Simplonstraße bei Somma Lombardo in der Nähe der Schweizer Grenze. Am Straßenrand sieht er eine Frau, allein im Dunkeln, die ihr verlorenes Handy sucht. Sie war auf dem Weg zu einem letzten Treffen mit ihrem Ex Mirko Bertellini, um persönliche Dinge zurückzugeben und hat das Telefon mit der gespeicherten Route zum Friedhof Maddalena verloren. Federico hält an, spricht sie an, bietet Hilfe an: „Ich fahr dich, komm schon, keine Sorge“, so wird er zitiert, berichtet unter anderem das Italienische Medium Unionesarda.

Italien: Federico (36) half einer Fremden – dann tötete ihn ihr Ex
Federico liebte Abenteuer und half, wo er konnte.
Facebook / Federico Venco

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Gemeinsam fahren sie zum vereinbarten Treffpunkt. Dort wartet der 43-jährige Bertellini – und verliert nach bisherigen Ermittlungen die Kontrolle, als er seine Ex in Begleitung eines Mannes sieht. Er soll geglaubt haben, die Frau habe bereits einen neuen Partner. Statt zu reden, tritt er aufs Gas, rammt Federicos Motorrad und fährt ihn gezielt um. Der Aufprall ist so heftig, dass der 36-Jährige noch an der Unfallstelle stirbt, jede Hilfe kommt zu spät.

Polizei geht von gezielter Tat aus

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Doch der Angriff endet nicht mit dem tödlichen Crash. Laut Zeugenaussagen steigt Bertellini aus und geht auf seine Ex-Partnerin los, schlägt auf sie ein. Später finden Ermittler in seinem Auto einen großen Stein und ein Messer – Gegenstände, die als Waffen hätten dienen können. Die Polizei geht deshalb davon aus, dass der 43-Jährige seine frühere Partnerin bei dem Treffen verletzen oder töten wollte und Federico sie womöglich gerettet hat, weil er überhaupt erst bei ihr anhielt und sie nicht allein im Dunkeln unterwegs war.

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Passanten und die Frau selbst alarmieren die Polizei, halten den Fahrer am Ort des Geschehens fest. Der 43-Jährige, aus der Gegend von Somma Lombardo, wird noch in der Nacht wegen Tötungsdelikts festgenommen und soll sich nun wegen Totschlags verantworten. In Fredericos Heimatgemeinde Samarate trauern Familie und Freunde um einen Mann, den sie als abenteuerlustig und „immer bereit, anderen zu helfen“ beschreiben. Sein Tod steht für stellvertretend für so viele ähnliche Geschichten. Wenn Eifersucht, Besitzdenken und Gewalt explodieren, trifft es oft zuerst die Frauen – und manchmal auch den, der einfach nur anhält, um ihnen zu helfen.

Verwendete Quellen: Unionesarda, 20min, t-online