Flammen rücken immer näher„Es macht einem Angst“ – Anwohnerin berichtet über Waldbrand in Hürtgenwald

Die Feuerwalze rückt weiter vor!
Seit Donnerstag brennt es, am Freitagmorgen sind es schon 300 Hektar. Das Feuer in der nordrhein-westfälischen Gemeinde Hürtgenwald (Kreis Düren) rückt immer näher an Wohngebiete heran, ein Ortsteil wurde bereits evakuiert. Die Sorge, wohin der Wind das Feuer noch treibt, ist groß, berichtet Anwohnerin Maren Brennecke im Interview mit RTL.

„Wir können sehen, wohin sich das Feuer bewegt“

Bisher befindet sie sich noch in sicherem Abstand zu den Waldbränden. Maren Brennecke hat eine Ferienwohnung in dem evakuierten Ortsteil in Hürtgenwald, erzählt sie RTL. Ihren Gästen gehe es den Umständen entsprechend gut. Sie seien aufgrund der schwierigen Situation vorzeitig abgereist.

Selbst lebt Brennecke nicht in dem betroffenen Ortsteil – aber direkt daneben. Den Waldbrand bekommt sie selbst also auch aus der Nähe mit: „Man sieht die Rauchentwicklung und wir können sehen, wohin sich das Feuer bewegt“, sagt sie im Interview mit RTL. Riechen könne man den Rauch derzeit nicht. Der Wind stehe laut der Anwohnerin so, dass der Feuergeruch in eine andere Richtung abziehe.

Lese-Tipp: Liveticker zum Waldbrand! Nur noch 200 Meter von Dorf entfernt – Gefahr wegen altem Munitionslager 

Wind könnte Flammen zu weiteren Ortsteilen lenken

Trotzdem ist es genau der Wind, der Maren Brennecke Sorgen bereitet, sagt sie. Denn der lenkt nicht nur den Brandgeruch, sondern auch die Flammen. „Es macht einem schon Angst, weil man eben nicht weiß, wohin der Wind sich dreht und ob das [Feuer] dann doch zu uns kommt.“

Eine Sorge, die nicht unbegründet ist. Die Behörden und Einsatzkräfte vor Ort überlegen bereits, Menschen aus weiteren Ortsteilen zu evakuieren. „Und wir sind halt dann der nächste Ort“, so Brennecke.

Anzeige:
Empfehlungen unserer Partner

Feuerwehr, Hubschrauber und Panzer im Einsatz

Zahlreiche Feuerwehrleute kämpfen seit Donnerstagnachmittag gegen die Flammen. Auch ein Löschhubschrauber soll am Freitag die Löscharbeiten unterstützen. Die Bundeswehr räumt vor Ort mit zwei Panzern, die Wege für die Einsatzkräfte frei.

„Die aktuelle Situation sieht so aus, dass wir gestern drei Brände hatten. Zwei haben wir in den Griff bekommen, einer hat sich in der Nacht leider noch weiter ausgebreitet, Richtung Gey und auch Richtung des alten Munitionslagers in Düren“, so Stephan Cranen, Bürgermeister der Gemeinde Hürtgenwald, beim WDR. Die Löscharbeiten dauern am Freitag weiterhin an.

Verwendete Quellen: eigene RTL-Recherche, WDR