Maricarmen wohnt seit 70 Jahren hier – nun wird sie aus ihrem geliebten Zuhause geworfen.
Jahrelang kämpft die Rentnerin um Gerechtigkeit, will ihre Wohnung in Madrid unbedingt behalten. Den alten Mietvertrag schloss ursprünglich ihr Vater ab, später geht er erst auf ihre Mutter und schließlich auf Maricarmen über. Doch dann kauft eine Immobiliengesellschaft das Gebäude. Plötzlich soll Maricarmen über 200 Prozent mehr an Miete bezahlen. Finanziell für sie unmöglich, trotzdem gibt ein Gericht dem Unternehmen Recht.
Bis zum Ende wehrt sich die Frau, bekommt Unterstützung von tausenden Demonstranten. Doch nun wird sie aus ihrem Zuhause in ein Krankenhaus getragen.
Demonstrantin: „Dieser Kampf ist für Maricarmen sehr zermürbend. Er beeinträchtigt ihre körperliche und psychische Gesundheit. Sie hat derzeit keine Alternative, keinen Ausweg. Sie verfügt auch nicht über die finanziellen Mittel für die Alternative, die ihr die autonome Gemeinschaft Madrid anbietet: ein privates Seniorenheim, das zudem weit von ihrem Viertel entfernt liegt."
Während die Demonstranten sowohl die Politik in Madrid als auch generell in Spanien kritisieren, zeigt sich Ministerpräsident Pedro Sánchez verständnisvoll.
Pedro Sánchez, Quelle: ZDF: „Die heutige Zwangsräumung von Maricarmen ist eine soziale Tragödie, die wir weder als Land noch aus der Perspektive der öffentlichen Institutionen hinnehmen können.“
Ob darauf auch ein HappyEnd für Maricarmen folgt? Nicht nur die 87-Jährige, die nun wohl erstmal bei einer Verwandten unterkommt, wird es mit ganzem Herzen hoffen …
Verwendete Quellen: Enex, ZDF