YouTuber entlarvt den SchwindelFake-Anästhesie-Schwester streamt aus Klinik und fliegt auf

Dieser Stream hat Folgen!
Sie gibt sich im Netz als OP- und Anästhesie-Schwester aus, erteilt medizinische Tipps und streamt offenbar direkt aus einem Krankenhaus. Doch dann fliegt die Frau auf. Ein YouTuber meldet den Fall dem Klinikum – und dort stellt sich heraus, dass sie gar keine Pflegekraft ist.
Nordrhein-Westfalen: Fake-Krankenschwester streamt aus Klinik und wird von Youtuber „Kevinits” enttarnt
Im Livestream wirkt zunächst alles eindeutig: Die Frau sitzt offenbar in einer Klinik und erklärt auf Nachfrage, sie sei OP- beziehungsweise Anästhesie-Schwester. Doch genau das stimmt nicht.
Auf den Stream aufmerksam wird der YouTuber Kevin, der selbst elf Jahre als Pfleger gearbeitet hat. Das Video sei ihm zugespielt worden. Daraufhin meldet er den Fall dem betroffenen Klinikum in Salzkotten.
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Keine Krankenschwester, sondern Reinigungskraft
Dort kommt heraus: Die Frau ist nach Angaben des Klinikums keine Pflegekraft, sondern Reinigungskraft.
Während des Livestreams soll sie nicht nur auf Kommentare reagiert und medizinische Ratschläge gegeben haben. Sie unterhielt sich offenbar auch mit vermeintlichen Kollegen und sprach über Abläufe im Klinikalltag. Einige der Personen sollen dabei gar nicht gewusst haben, dass sie aufgenommen wurden.
Das Klinikum bestätigt auf Anfrage einen Verstoß gegen die geltenden Social-Media-Richtlinien. Sensible oder vertrauliche Inhalte seien in dem Stream allerdings nicht zu sehen gewesen, berichtet Focus Online.

YouTuber warnt vor immer mehr Klinik-Streams
Für Kevin ist der Fall kein Einzelfall. Nach eigenen Angaben hat er allein in diesem Jahr rund 20 ähnliche Fälle bei Krankenhäusern gemeldet, unter anderem in Köln, Krefeld und Wuppertal.
Dabei gehe es nicht immer um Menschen, die sich eine falsche Berufsrolle geben. Teilweise würden auch echte Pflegekräfte während ihrer Schichten streamen.
Auch rechtliche Konsequenzen möglich
Besonders kritisch seien Aufnahmen von Intensivstationen. In einem Fall seien laut Kevin im Hintergrund Beatmungsalarme zu hören gewesen. Solche Situationen könnten darauf hindeuten, dass bei einem Patienten akut etwas nicht stimmt.
Nach Einschätzung des YouTubers könnten solche Livestreams auch juristische Folgen haben. In Betracht kämen unter anderem Verstöße gegen Persönlichkeitsrechte oder das Recht am gesprochenen Wort.
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Problematisch könnte es außerdem werden, wenn Zuschauer Geld zahlen, weil sie glauben, tatsächlich einer Krankenschwester gegenüberzusitzen. Der Account der Frau aus Salzkotten ist inzwischen offline. Ob der Vorfall weitere Konsequenzen für sie hat, ist bislang nicht bekannt.


