Horror-OP in ÖsterreichGesunder Frau (30) wird Gebärmutter entnommen! „Habe geglaubt, ich werde sterben“

„Ein Schmerz, den man kaum in Worte fassen kann.“
Nachdem sie im Sommer 2025 eine Krebsdiagnose erhält, werden bei einer jungen Frau aus Österreich die Gebärmutter, beide Eileiter und ein Eierstock entfernt. Doch Wochen später der nächste Schock: Es war ein Versehen, sie ist gar nicht krebskrank und die folgenschwere OP war nicht nötig! Jetzt äußert sich die 30-Jährige und macht der Klinik weitere Vorwürfe.
„Ich bin fast zwei Monate lang jeden Morgen aufgewacht – und habe geglaubt, ich werde sterben“
Wie österreichische Medien berichten, kam die 30-Jährige im Sommer 2025 auf Anweisung ihres Frauenarztes in die Uniklinik in Linz, berichtet die Kronen-Zeitung. Wenige Wochen später erhielt sie dann den folgenschweren Befund: Sie leide an einem hochaggressiven Tumor, müsse schnell operiert werden. Keine zwei Wochen später sei ihr bei dem Eingriff die gesamte Gebärmutter, beide Eileiter und ein Eierstock entnommen worden, so die österreichische Zeitung weiter.
Dabei ist die 30-Jährige gesund! „Im Juli kam die Diagnose, dass ich an einem hochaggressiven Krebs erkrankt sei. Erst im September hat mir die Kepler-Klinik die Wahrheit gesagt, dass ich nie krank war. Ich bin fast zwei Monate lang jeden Morgen aufgewacht – und habe geglaubt, ich werde sterben“, sagt die Frau, die anonym bleiben möchte, im Interview mit der Kronen-Zeitung. „Mir fehlen die Worte dafür. Wie konnten sie mich so lange dumm sterben lassen?“
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„Äußerst seltene pathologische Komplikation“ – so erklärt die Klinik den Vorfall
Aber wie kam es zu der folgenschweren Verwechslung? Das Kepler Universitätsklinikum „bedauert zutiefst, dass es im Zusammenhang mit der Behandlung einer Patientin infolge eines unzutreffenden Befundes zu einem schwerwiegenden Eingriff gekommen ist“, heißt es auf Nachfrage von RTL. „Mit hoher Wahrscheinlichkeit war eine Kontamination beim Befundungsvorgang Ursache des falschpositiven Befundes.“
Besonders hart: Laut österreichischer Zeitung erhielt die Klinik bereits nach wenigen Tagen Hinweise, dass es bei der Analyse der Gewebeprobe offenbar zu einer Kontamination gekommen sein dürfte und die Frau eigentlich kerngesund sei. Und trotzdem sei die Patientin laut eigenen Angaben erst am 16. September von den Medizinern darüber informiert worden, wirft die 30-Jährige der Klinik vor. Zu dem Vorwurf äußert sich die Klinik auf Nachfrage von RTL nicht. Das Uniklinikum hatte jedoch direkt nach Bekanntwerden des Falls mitgeteilt, dass aus seiner Sicht kein medizinisches oder rechtliches Fehlverhalten vorliegen würde, berichtet der ORF. „Selbst bei größtmöglicher Sorgfalt kann eine solche Kontamination nicht vollständig ausgeschlossen werden“, heißt es in einer Stellungnahme der Klinik.
Für die ehemalige Patientin ein schwacher Trost: „Bei mir hat sich bis heute niemand entschuldigt“, sagt die Frau weiter. „Ich glaube, die wissen gar nicht, was sie angerichtet haben. Ich habe massive gesundheitliche Probleme. Die Hormone sind völlig durcheinander – es ist, als kippt man mit 30 plötzlich in die Menopause. Und früher wusste ich auch nicht, was Angstzustände und Panikattacken sind – jetzt weiß ich leider, wie sich das anfühlt. Zum Glück bin ich seit kurzem in psychotherapeutischer Behandlung.“
„Ein Schmerz, den man kaum in Worte fassen kann“
Arbeiten könne sie nicht. Darum hat sich die 30-Jährige entschieden, einen Spendenaufruf zu starten. „Mit nur 30 Jahren verlor ich nicht nur einen Teil meines Körpers – sondern auch Träume, Hoffnungen und die Möglichkeit, eines Tages vielleicht eigene Kinder zu bekommen. Ein Schmerz, den man kaum in Worte fassen kann“, heißt es darin unter anderem. „Heute kämpfe ich – als 30-jährige alleinstehende Frau – mit anwaltlicher Unterstützung für Gerechtigkeit. Nicht nur für mich selbst, sondern auch dafür, dass so etwas niemals wieder einem anderen Menschen passiert.“
Gegenüber Ö1 hieß es, dass in der Folge am Institut für klinische Pathologie die diesbezüglichen Schulungen intensiviert worden seien. Die Klinik teilt RTL mit: „Wir sind uns der besonderen Verantwortung gegenüber der Patientin bewusst und haben eine Soforthilfe in der Höhe geleistet, die seitens der unabhängigen Patientenanwaltschaft als angemessen eingeordnet wurde. Der Anwalt der Patientin hat bislang keine darüberhinausgehende Forderung gestellt. Natürlich ist das Kepler Universitätsklinikum weiterhin zu Gesprächen bereit.“ Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft wegen des Verdachts der fahrlässigen Körperverletzung würden unterdessen noch andauern, berichtete das Ö1-Mittagsjournal am vergangenen Samstag.
Verwendete Quellen: GoFundMe, Kronen-Zeitung, ORF und eigene RTL-Recherche


