Horror-Fund in französischer WohnungFünf Babyleichen in Plastiksäcken und Kartons entdeckt

Fünf Leichen von verstorbenen Babys wurden in Kartons in der Wohnung eines Paares in der Passage du Four Capelu 8 in Orange gefunden.
In diesem Haus im französischen Orange wurden die Babyleichen entdeckt.
IMAGO/MAXPPP

Das schreckliche Geheimnis lauert hinter der Wohnungstür!
Bei einem Paar im südfranzösischen Orange stoßen Ermittler auf Überreste von fünf Babys. Entdeckt werden sie, nachdem die Frau ein gesundes Kind zur Welt bringt. Was bislang über den erschütternden Fall bekannt ist und welche entscheidenden Fragen noch offen sind.

Todesursache der fünf Babys ist aktuell noch unklar

Fünf kleine Körper, verborgen in Plastiksäcken und Kartons. Was Ermittler in einer Wohnung im südfranzösischen Orange entdeckt haben, ist kaum zu begreifen. Nach übereinstimmenden Medienberichten fanden Polizisten dort Überreste, die von fünf Säuglingen stammen. Laut eines Gerichtsmediziners handele es sich um die Knochen von vier Säuglingen und die verwesende Leiche eines weiteren Säuglings, wie die Staatsanwaltschaft in Nîmes mitteilt.

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Noch ist vieles ungeklärt. Die Staatsanwaltschaft hatte sich bis Dienstagvormittag nicht öffentlich zu den Einzelheiten geäußert. Weder die genaue Todesursache noch das Alter der Babys sind bislang offiziell bestätigt.

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Paar aus Orange hatte bereits zwei gemeinsame Kinder

Ausgangspunkt der Ermittlungen ist offenbar die Geburt eines gesunden Kindes am Montag (27. Juli). Wie Le Parisien unter Berufung auf eine Quelle aus dem Umfeld der Ermittlungen berichtet, brachte die 1994 geborene Bewohnerin am Abend zu Hause ein Baby zur Welt. Es ist das dritte Kind des Paares.

Ihr Partner soll zunächst nichts von der Schwangerschaft gewusst haben. Nach Angaben der Nachrichtenagentur AFP brachte er die Frau wegen Bauchschmerzen in ein Krankenhaus.

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Partner soll in den Kartons mit den Leichen gesucht haben

Während die Frau im Krankenhaus lag, soll ihr Partner die Wohnung durchsucht und Nachforschungen angestellt haben. Zuvor habe es zwischen beiden eine Auseinandersetzung über den Inhalt bestimmter Kartons gegeben, berichtet Le Parisien.

In einer der Kisten soll der Mann auf einen Plastiksack gestoßen sein. Darin habe sich ein bereits stark verwester kleiner Körper befunden. Der Mann brachte den Sack dem Bericht zufolge anschließend ins Krankenhaus. Die Klinik informierte daraufhin die Justiz.

Die Polizei leitete am Montagabend eine Durchsuchung der gemeinsamen Wohnung ein. Dabei sollen die Ermittler weitere Plastiksäcke gefunden haben, die wiederum in Kartons lagen. Insgesamt sind es Überreste fünf Neugeborener.

Frau liegt nach der Geburt weiterhin im Krankenhaus

Die Kriminalpolizei von Avignon übernahm nach Angaben von Le Parisien die Ermittlungen. Die Mutter (32) befindet sich weiterhin im Krankenhaus. Sie war demnach zunächst nicht in Polizeigewahrsam und konnte noch nicht vernommen werden.

Es wurden Ermittlungen wegen Mordverdachts eingeleitet. Es ist aber noch nicht geklärt, ob der Partner der Frau von den Kartons oder ihrem mutmaßlichen Inhalt wusste. Der Mann habe angeben, von allen möglichen Schwangerschaften seiner Partnerin nichts gewusst zu haben, teilte die Staatsanwaltschaft mit.

Nachbarn sollen das Paar laut Le Parisien als unauffällig beschrieben haben. Der Mann gehe einer Arbeit nach, während die Frau zu Hause geblieben sei. Mehr ist über die Familie bislang nicht verlässlich bekannt.

Obduktionen sollen die wichtigsten Fragen beantworten

Die Babyleichen in Orange geben den Ermittlern ein erschütterndes Rätsel auf. Rechtsmediziner müssen nun unter anderem feststellen, wie lange die Überreste in der Wohnung lagen. Außerdem dürfte entscheidend sein, ob die Kinder lebend zur Welt kamen und woran sie starben.

DNA-Analysen könnten auch klären, ob alle fünf Kinder von der Frau stammen. Dass sie die Babys zur Welt gebracht oder getötet hat, ist bislang nicht offiziell festgestellt.

Um die zwei vorherigen Kinder im Alter von acht und neun Jahren kümmert sich das Jugendamt. Der am Sonntag geborene Säugling solle vorläufig außerhalb der Familie untergebracht werden, ehe ein Jugendrichter über den weiteren Gang der Dinge entscheidet, hieß es von der Staatsanwaltschaft.

Verwendete Quellen: AFP, DPA Le Parisien, BFMTV, 20minutes