Sie glaubte, ihr Kind sei längst beerdigtSchock-Prozess in Großbritannien: Bestatter gibt Mutter die falsche Asche ihres Babys

Sie trauerte um ihr Baby – doch die Asche gehörte einem Fremden.
Was Jasmine Beverley nach der Totgeburt ihres Sohnes für einen würdevollen Abschied hielt, entpuppte sich Jahre später als unfassbarer Albtraum. Vor einem Gericht in Großbritannien kommen jetzt erschütternde Details ans Licht: Ein Bestatter soll die sterblichen Überreste ihres Babys fast zwei Jahre lang auf dem Boden liegen gelassen haben.
Schockierende Entdeckung bei Polizeidurchsuchung
Jasmine Beverleys Sohn Sunny kam in der 18. Schwangerschaftswoche tot zur Welt. Die Mutter glaubte, ihr Baby sei anschließend beerdigt und eingeäschert worden. Tatsächlich sollen die sterblichen Überreste des Kindes fast zwei Jahre lang auf dem Boden eines Bestattungsunternehmens im englischen Hull gelegen haben.
Wie jetzt vor Gericht bekannt wurde, erhielt Jasmine stattdessen die Asche eines anderen Menschen.
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Der Fall kam erst im März 2024 ans Licht. Eine Person mit Zugang zu den Räumen des Bestattungsunternehmens informierte die Polizei über Missstände beim Umgang mit Verstorbenen. Bei der anschließenden Durchsuchung fanden die Beamten 31 Leichen, die bereits Monate zuvor hätten eingeäschert werden sollen. Darunter befand sich auch das tot geborene Baby von Jasmine Beverley.
Außerdem entdeckten die Ermittler mehr als 100 Urnen mit Asche, teilweise mit Namensschildern und Briefen versehen. Viele betroffene Familien hatten zu diesem Zeitpunkt jedoch bereits Asche erhalten – obwohl diese offenbar nicht von ihren verstorbenen Angehörigen stammte.
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Nach Angaben der Staatsanwaltschaft ist Jasmine Beverleys Fall kein Einzelfall. Zahlreiche trauernde Familien sollen von Robert Bush die falsche Asche erhalten haben, während die sterblichen Überreste ihrer Angehörigen weiter in den Räumen des Unternehmens lagen.

Familien brechen im Gerichtssaal in Tränen aus
Vor Gericht sorgte der Fall für Entsetzen. Angehörige brachen während der Verhandlung immer wieder in Tränen aus.
Der 48-Jährige hatte sich bereits im April 2026 in 67 Fällen schuldig bekannt. Dazu zählen unter anderem 30 Fälle des Verhinderns einer ordnungsgemäßen Bestattung, 35 Betrugsdelikte sowie der Diebstahl von Spendengeldern aus zwölf Wohltätigkeitsorganisationen, darunter die Heilsarmee und Macmillan Cancer Support.
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Nach Angaben der Ermittler soll Bush außerdem Kunden beim Verkauf von Bestattungsvorsorgeverträgen betrogen haben. Er nahm Geld für die Verträge entgegen, leitete es jedoch nicht an die zuständigen Finanzdienstleister weiter. Zusätzlich soll er Spendengelder unterschlagen haben, die bei Trauerfeiern für wohltätige Zwecke gesammelt worden waren.
Richter kündigt Haftstrafe an
Der Prozess zur Strafzumessung ist auf mehrere Tage angesetzt. Das Gericht will voraussichtlich mehr als 100 Opfer anhören, teilweise ist sogar von bis zu 200 Opfererklärungen die Rede.
Dem 48-jährigen Bestatter droht eine langjährige Freiheitsstrafe. Der Richter machte bereits im Vorfeld deutlich, dass eine Haftstrafe „unvermeidlich“ sei. Als Bush vor Prozessbeginn von Journalisten gefragt wurde, ob er den betroffenen Familien etwas sagen wolle, antwortete er lediglich: „Ja. Es tut mir leid.“
Verwendete Quellen: Mirror, Hull Crown Court


