Polizei prüft VermisstenfälleKnochenfund an der Zugspitze – sind es menschliche Überreste?

Verbirgt das Eis an der Zugspitze ein düsteres Geheimnis?
Eigentlich wollen Einsatzkräfte der Bergwacht an der Zugspitze nur Müll sammeln und für den Ernstfall trainieren. Doch dann machen sie auf dem Höllentalferner einen Fund, der plötzlich auch die Polizei beschäftigt: Zwischen alten Rucksäcken, Schlafsäcken und anderer Ausrüstung entdecken sie mehrere Knochen! Ein Bergwachtarzt hat einen beunruhigenden Verdacht – und der könnte den rätselhaften Fund in einem ganz anderen Licht erscheinen lassen.
Bergwacht Grainau findet am Höllentalferner Kleidung, Rucksäcke – und Knochen!
Am Samstag (10. Oktober) sind 14 Bergretter, zwei Beamte der Alpinen Einsatzgruppe West und vier Mitglieder der Polizeihubschrauberstaffel Bayern schon ab 7 Uhr morgens am Höllentalferner (einem Gletscher) im Einsatz – und das aus triftigem Grund, wie die Bergwacht Grainau auf Instagram berichtet: „Neben verschiedenen Rettungsübungen stand auch eine Aufräumaktion am Höllentalferner auf dem Programm.” So wolle man „Einsatztraining mit aktivem Naturschutz” verbinden.
Was dabei alles zum Vorschein kommt, ist erstaunlich: Alte Kleidung, Schlafsäcke, beschädigte Steigeisen und sogar ausgediente Drahtseile liegen im Gletschergebiet herum.
Doch dann machen die Helfer eine Entdeckung, mit der wohl niemand gerechnet hat: Zwischen all dem Müll liegen plötzlich mehrere Knochen!
Handelt es sich etwa um Menschenknochen? Arzt äußert Verdacht
Könnten die Knochen tatsächlich von einem Menschen stammen? Genau diesen Verdacht äußert ein Arzt der Bergwacht, der bei der Aufräumaktion dabei war. Wie der Münchner Merkur berichtet, hält der Mediziner es für möglich, dass es sich um menschliche Überreste handelt.
Jetzt soll die Polizei Klarheit schaffen: Wie die Bergwacht Grainau auf Instagram mitteilt, werden die Knochen „durch die Polizei weiter untersucht”. Dabei prüfen die Beamten auch, ob die Funde möglicherweise mit Vermisstenfällen zusammenhängen. Ob die Knochen tatsächlich menschlichen Ursprungs sind, ist bislang allerdings nicht bestätigt.
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Doch die Ermittler interessieren sich noch für weitere Fundstücke: Auch mehrere Rucksäcke, die die Helfer im Gletschergebiet entdeckt haben, wurden laut Münchner Merkur von der Polizei mitgenommen. Die Beamten prüfen, ob sich darin möglicherweise Hinweise auf vermisste Personen finden lassen.
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700 Kilogramm Müll! Bergretter räumen Gletscher an der Zugspitze auf
Doch nicht nur die ungewöhnlichen Fundstücke sorgen für Aufsehen. Was die Einsatzkräfte bei ihrer Aktion alles aus dem Gletschergebiet holen, ist kaum zu glauben! Insgesamt kommen rund 700 Kilogramm Müll zusammen, die mit dem Polizeihubschrauber „Edelweiß 6“ in drei großen Säcken ins Tal geflogen werden. Einige der Gegenstände sollen laut Münchner Merkur bereits seit Jahren oder sogar Jahrzehnten im oder auf dem Eis gelegen haben.
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Dass sich am Höllentalferner so viel Müll angesammelt hat, überrascht die Bergwacht allerdings kaum. „Wir wissen, wie es dort ausschaut“, sagt Bereitschaftsleiter Toni Vogg gegenüber dem Münchner Merkur. Doch für regelmäßige Aufräumaktionen fehle den ehrenamtlichen Rettern schlicht die Zeit. „Wir haben einfach so viel anderes zu tun“, erklärt er.

Umso wichtiger ist die gemeinsame Aktion mit der Polizei. Während die Helfer den Gletscher von Müll befreien, trainieren sie gleichzeitig schwierige Rettungsmanöver, erkunden mögliche Hubschrauberlandeplätze und üben den Einsatz der Rettungswinde. Die Entsorgung des gesammelten Abfalls übernimmt die Bayerische Zugspitzbahn.
Für Vogg ist es deshalb ein rundum erfolgreicher Tag: „Wir haben wichtige Erkenntnisse für künftige Rettungseinsätze gewonnen und konnten zugleich einen wertvollen Beitrag zum Schutz der alpinen Natur leisten.“
Doch während die Aufräumaktion für die Bergretter erfolgreich zu Ende geht, bleibt eine Entdeckung weiterhin rätselhaft: Woher stammen die Knochen, die die Helfer im Gletschergebiet gefunden haben? Und könnten sie tatsächlich zu einem Menschen gehören, der seit Jahren vermisst wird? Antworten darauf sollen nun die Untersuchungen der Polizei liefern.
Verwendete Quellen: Instagram/bergwachtgrainau, Merkur


