forsa-Umfrage zum gestrandeten TimmyRettungsversuch oder lieber sterben lassen? So blickt Deutschland auf das Wal-Drama

Der Buckelwal liegt in einer ausgespülten Wanne vor der Insel Poel.
Der Buckelwal spaltet Deutschland.
Philip Dulian/dpa

Seit Ende März ist der Buckelwal in aller Munde!
Timmy, wie das Tier getauft wird, strandet in der Ostsee, schafft es nicht mehr alleine ins Meer zurück. Behörden und eine private Rettungsinitiative wollen ihn retten – bisher ohne Erfolg. Doch sind die Bemühungen überhaupt sinnvoll? RTL hat bei deutschen Bürgern nachgefragt.

Meinungsbild zur versuchten Walrettung

Die Antworten der forsa-Umfrage, an der 1.003 Befragte teilnahmen, zeichnen ein sehr gespaltenes Bild. 42 Prozent der Bürger halten die Maßnahmen der privaten Retter für sinnvoll, 40 Prozent sehen das anders. Die verbliebenen 18 Prozent sind nach eigenen Angaben unschlüssig.

Vor allem bei Befragten im Alter von 14 bis 29 Jahren stößt die Aktion auf Zustimmung (52 Prozent), Teilnehmer über 60 reagieren eher kritisch (46 Prozent). Im Durchschnitt stimmen mehr Frauen den Hilfsversuchen für den gestrandeten Buckelwal zu (45 Prozent) als Männer (38 Prozent).

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Auch zu ihrer Meinung im Hinblick auf eine Weiterführung der Maßnahmen werden die Bürger gefragt – erneut mit geteiltem Ergebnis. 39 Prozent finden, dass die Rettung fortgesetzt werden sollte, während sich 45 Prozent dagegen aussprechen. Auch hier sind es vor allem Befragte unter 45 Jahren und Frauen (44 Prozent), die sich für eine Weiterführung äußern. Fast die Hälfte der Männer hält das für wenig sinnvoll (49 Prozent) – doch wie seht ihr das?

Stimmt hier ab: Sollte die Rettungsaktion weitergeführt werden?

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Sollte Timmy von weiterem Leid erlöst werden?

Von den 45 Prozent, die sich gegen eine Fortsetzung der Bemühungen aussprechen, finden etwa drei Viertel (74 Prozent), dass der Wal in Ruhe gelassen werden sollte. 25 Prozent sprechen sich dafür aus, das Tier zu töten, um es von weiterem Leid zu erlösen. 29 Prozent der Männer und 20 Prozent der Frauen empfinden so.

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Aktuell plant die private Initiative, den Buckelwal mit einer sogenannten Barge in Richtung Meer zu transportieren. Dabei handelt es sich um einen etwa 15 Meter breiten, absenkbaren Lastkahn, der nicht selbstständig fährt, sondern von Schleppern gezogen wird. Die Barge sei auf dem Weg aus dem Hamburger Raum. Wann genau sie eintreffe, sei nicht klar.

Für das Trendbarometer von RTL und ntv hat das Meinungsforschungsinstitut forsa am 21. und 22. April 2026 1.003 Personen befragt. Die statistische Fehlertoleranz beträgt +/- 3 Prozentpunkte.Alle Informationen dazu, wie die Zahlen zustande kommen und alles zu unseren Standards findet ihr hier.

Verwendete Quellen: eigene RTL-Recherche mit Forsa-Umfrage, dpa