Jetzt rudert Dirk Peglow zurückIrritierende Aussage zu Gewalt gegen Frauen: „Besser keine Beziehung mit einem Mann eingehen”

Dirk Peglow, Vorsitzender des Bundes Deutscher Kriminalbeamter, hatte mit einer Aussage im heute journal irritiert.
Dirk Peglow, Vorsitzender des Bundes Deutscher Kriminalbeamter, hatte mit einer Aussage im heute journal irritiert.
picture alliance/dpa | Jörg Carstensen

Lieber keine Beziehung mit einem Mann eingehen!
Mit diesem drastischen Rat an Frauen hat der Vorsitzende des Bundes Deutscher Kriminalbeamter, Dirk Peglow, für Irritationen gesorgt. Nun rudert er zurück und ordnet den Satz ein.

Peglows Aussage war „nicht als wörtlicher Rat gemeint”

„Meine Aussage war erkennbar zugespitzt formuliert”, sagte Peglow der Bild. „Sie war nicht als wörtlicher Rat gemeint.”

Peglow hatte mit seiner Aussage im heute journal des ZDF am Montagabend (20. April) für Diskussionen im Netz gesorgt. Auf die Frage von Moderatorin Dunja Hayali, was er Frauen rate, antwortete er: „Wenn man nach der statistischen Anzahl geht: Besser keine Beziehung mit einem Mann eingehen, da ist das Risiko erheblich höher, eben Opfer psychischer oder physischer Gewalt zu werden.”

Lese-Tipp: Scham, Angst und Schuldgefühle! Frauen zeigen nur drei Prozent der sexuellen Übergriffe an

Video-Tipp: Astrid erlebte häusliche Gewalt – wie lebt sie heute mit dieser Erfahrung?

Anzeige:
Empfehlungen unserer Partner

Auch in Sachen Täter-Statistik rudert Peglow zurück

Zuvor hatte Peglow in der Sendung mit Blick auf Zahlen aus dem Jahr 2024 gesagt: „Jeden Tag werden in Deutschland zwei – mindestens zwei – Frauen und Mädchen Opfer eines versuchten oder vollendeten Tötungsdeliktes.”

Tipp: Gewalt gegen Frauen: Diese Anlaufstellen helfen euch

Mit Blick auf die Täter bei Gewalt gegen Frauen, Peglow nannte auch Sexualdelikte, sagte er: „Aus dem sozialen Umfeld kommen die Täter, das ist ein ganz entscheidender Punkt.” Bei Bild ergänzte er nun: „Die überwältigende Mehrheit der Männer ist nicht gewalttätig und nicht Täter.” (dpa/vho)

Verwendete Quelle: DPA