Partei-Beben nach LeihmutterschaftCDU-Heimatverband von Bundeskanzler Merz fordert Spahn-Rücktritt

Jetzt kommt der Gegenwind aus den eigenen Reihen!
Und zwar ausgerechnet aus der politischen Heimat von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU). Der CDU-Stadtverband Brilon fordert Unionsfraktionschef Jens Spahn (CDU) in einem offenen Brief zum Rücktritt auf.
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Auslöser ist Spahns Entscheidung, gemeinsam mit seinem Ehemann in den USA mithilfe einer Leihmutter Vater zu werden. Leihmutterschaft ist in Deutschland verboten und wird von der CDU seit Jahren kritisch gesehen. Nach Ansicht des Stadtverbands stehe Spahns privates Handeln deshalb im Widerspruch zu den Grundüberzeugungen seiner Partei.
In dem auf der Internetseite des CDU-Stadtverbands veröffentlichten offenen Brief heißt es unmissverständlich: Das notwendige Vertrauen in Jens Spahn als Vorsitzenden der CDU/CSU-Bundestagsfraktion sei „nachhaltig beschädigt“. Weiter schreiben die Parteifreunde: „Im Interesse der Glaubwürdigkeit unserer Partei sowie des Vertrauens unserer Mitglieder und Wähler fordern wir Jens Spahn auf, die politischen Konsequenzen zu ziehen und von seinem Amt als Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion zurückzutreten.“
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Besonders kritisch sehen die Briloner Christdemokraten, dass Spahn als einer der höchsten Repräsentanten der Partei bewusst Möglichkeiten im Ausland genutzt habe, „die den Wertentscheidungen des deutschen Rechts widersprechen“. Das sende „ein fatales Signal“ – vor allem an die vielen Kommunalpolitiker, die die Positionen der CDU täglich gegenüber den Bürgerinnen und Bürgern vertreten müssten. Viele Mitglieder empfänden Spahns Verhalten als schweren Schaden für die Glaubwürdigkeit der Partei.

Dass die Rücktrittsforderung ausgerechnet aus Brilon kommt, macht den Vorgang besonders pikant: Die Sauerländer Stadt ist die politische Heimat von Bundeskanzler Friedrich Merz. Dort wurde der CDU-Chef geboren und politisch geprägt. Ob die ungewöhnlich scharfe Kritik aus den eigenen Reihen weitere CDU-Verbände zu ähnlichen Forderungen bewegt, dürfte die Union in den kommenden Tagen beschäftigen.
Verwendete Quellen: Instagram/kerstinott, Welt, DPA


