Neue Hoffnung im Mallorca-Fall„Aktenzeichen XY“ rollt den Mord an Bierkönig-Boss Manfred Meisel wieder auf

MANFRED MEISEL: BIERKÖNIG AUF MALLORCA
ERMORDET / MORD / HALBFIGUR / HEMD
STREIFEN BLAU / TISCH / BIER
Manfred Meisel hat auf Mallorca eine erfolgreiche Karriere als Gastronom gemacht. Dann wurde er ermordet.
action press

Fast 30 Jahre nach dem Dreifachmord auf Mallorca gibt es noch immer keine Antwort auf die entscheidende Frage: Wer tötete Manfred Meisel (damals 49), seinen achtjährigen Sohn Patrick und Tierpflegerin Claudia Leisten?
Jetzt wird der rätselhafte Fall bei „Aktenzeichen XY... International“ noch einmal groß aufgerollt – in der Hoffnung, dass sich endlich jemand meldet, der mehr weiß.

Mord an Manfred MeiseL Dieser Fall lässt die Ermittler einfach nicht los

In der Nacht zum 12. November 1997 werden der deutsche Gastronom Manfred Meisel, sein achtjähriger Sohn Patrick und Tierpflegerin Claudia Leisten auf Meisels Finca bei S’Aranjassa auf Mallorca erschossen. Wer hinter der Tat steckt und warum die drei sterben mussten, ist bis heute ungeklärt.

Jetzt gibt es neue Hoffnung. Am Mittwoch, 7. Oktober 2026, nimmt sich „Aktenzeichen XY... International“ den Fall um 20.15 Uhr noch einmal vor. Die Staatsanwaltschaft Frankfurt und die Frankfurter Kriminalpolizei hoffen auf neue Hinweise. Vielleicht erinnert sich jemand nach all den Jahren an ein Detail. Vielleicht hat ein Zeuge damals geschwiegen und will jetzt doch reden.

Manfred Meisel macht den „Bierkönig“ groß

Blick am 12.11.1997 auf die "Bierkönig Bar" in Palma de Mallorca, dessen deutscher Kneipenbesitzer in seiner Villa auf der spanischen Ferieninsel Mallorca erschossen wurde. Auch sein achtjähriger Sohn und das 30 Jahre alte Kindermädchen wurden getötet. Wer die Täter waren und welches Motiv sie hatten, ist noch unklar. Der 49jährige Unternehmer hatte seit langem auf Mallorca gelebt. Ihm gehörte unter anderem das Lokal «Bierkönig», eine der größten Kneipen am Strand von Palma. Es liegt in unmittelbarer Nähe des bekannten «Ballermann 6».
Manfred Meisel hat aus dem Bierkönig den Party-Hot-Spot an der Playa de Palma gemacht
deutsche presse agentur, picture-alliance / dpa | epa Pipkin

Bevor sein Leben so brutal endet, legt Manfred Meisel auf Mallorca eine beeindruckende Karriere hin. In den 1980er-Jahren betreibt er mehrere Lokale in Frankfurt. Anfang der 1990er zieht es ihn nach Mallorca. Dort übernimmt er schließlich den „Bierkönig“ und macht aus der Kneipe einen der bekanntesten Party-Treffs an der Playa de Palma.

Biergarten, Musik und deftiges Essen kommen bei den Urlaubern an. Tausende Gäste am Tag strömen schon damals in den Laden. Meisel verdient gut, lebt auf einer großen Finca und hat noch eine zweite große Leidenschaft: die Vogelzucht.

Und genau die spielt bei einer möglichen Spur eine Rolle.

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Steckt Streit um seine Vogelzucht hinter der Tat?

Bis heute rätseln die Ermittler über das Motiv. Eine mögliche Spur führt zu Meisels wertvoller Vogelzucht. Es könnte damals Streit oder Rivalitäten rund um die Tiere (vor allem Papageien) gegeben haben. Auch mögliche Verbindungen zur organisierten Kriminalität spielen bei den Ermittlungen eine Rolle. Bewiesen ist davon allerdings nichts.

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Wird der Mord an Manfred Meisel jetzt aufgeklärt?
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Über die Jahre wurden noch weitere Theorien diskutiert. Unter anderem ging es um mögliche Geldwäsche und um Konkurrenz im Gastro-Geschäft an der Playa de Palma. Der „Bierkönig“ lief extrem erfolgreich – und damit machte sich Meisel womöglich nicht nur Freunde.

Ob eine dieser Theorien tatsächlich etwas mit seinem Tod zu tun hat? Bis heute offen.

Warum ließen die Täter Geld und Wertsachen zurück?

Auch der Tatort wirft bis heute Fragen auf.

Nach früheren Erkenntnissen schossen der oder die Täter mit einer kleinkalibrigen Waffe. Die Schüsse sollen durch ein Kissen abgegeben worden sein.

Ein klassischer Raub passt allerdings nicht so recht ins Bild. Denn Bargeld und Wertsachen sollen auf der Finca zurückgeblieben sein.

Und dann wäre da noch die Frage: Wie kamen die Täter überhaupt auf das Grundstück? Auf der Finca gab es Wachhunde. Kannten die Tiere die Eindringlinge? Oder schafften es die Täter auf anderem Weg an ihnen vorbei?

Auch das konnte nie geklärt werden.

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Spuren gibt es – doch der Durchbruch fehlt

Ganz ohne Hinweise blieben die Ermittler nicht.

Unter den Fingernägeln von Claudia Leisten soll fremdes DNA-Material gefunden worden sein. Auch ein Fußabdruck im Garten tauchte auf. Doch keine dieser Spuren führte bislang zu dem oder den Tätern. In Spanien ist der Fall inzwischen verjährt. In Deutschland laufen die Ermittlungen dagegen weiter. Und genau deshalb ruhen die Hoffnungen jetzt auf „Aktenzeichen XY... International“ im ZDF. Fast 30 Jahre nach der Tat könnte ein einziger Hinweis der Zuschauer reichen, um den Fall wieder in Bewegung zu bringen.

Verwendete Quelle: RTL/ Polizei Frankfurt