Nach Schüssen bei Waffenkontrolle in BerngauTodesschütze ruft selbst bei der Polizei an – und droht!

Zwei Menschen sind tot – und plötzlich hat die Polizei den Verdächtigen am Telefon!
Nach den tödlichen Schüssen auf zwei Behördenmitarbeiter bei einer Waffenkontrolle in Berngau verschanzt sich der mutmaßliche Täter (60) in seinem Haus. Doch dann greift er selbst zum Hörer, räumt die Schüsse ein – und macht den Beamten eine unmissverständliche Ansage! Inzwischen sitzt der Mann in Polizeigewahrsam. Doch was genau hat er am Telefon gesagt?
Tatverdächtiger meldet sich bei der Polizei und erklärt, „nicht widerstandslos aufgeben zu wollen”
Tödliche Schüsse fallen, zahlreiche Notrufe gehen ein, ein Großaufgebot der Polizei rückt an – und ausgerechnet der mutmaßliche Täter greift selbst zum Telefon! „Ein Tatverdächtiger meldete sich telefonisch bei der Einsatzzentrale des Polizeipräsidiums Oberpfalz”, schreibt die Polizei in einer aktuellen Pressemeldung.
Was er den Beamten erzählt, hat es in sich: Der Mann erklärt demnach, dass er sich in seiner Wohnung befinde und Schusswaffen besitze. „Er gab auch an, geschossen zu haben”, erklärt die Polizei.
Doch damit nicht genug! Der 60-jährige Verdächtige macht unmissverständlich klar, dass er nicht vorhat, „widerstandslos aufgeben zu wollen”.

Polizei verhandelt stundenlang mit bewaffnetem Mann – dann kommt es zum Zugriff
Es sind dramatische Stunden für die Menschen in Berngau: Während sich der mutmaßliche Schütze in seinem Wohnhaus verschanzt, bringen sich draußen schwer bewaffnete Spezialkräfte in Stellung. Ein Polizeihubschrauber kreist über dem Ort, auch ein gepanzertes Fahrzeug steht bereit. Die Anwohner werden dringend aufgefordert, ihre Häuser nicht zu verlassen und sich von Fenstern und Türen fernzuhalten.
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Unterdessen läuft der Kontakt zu dem 60-Jährigen weiter. Speziell geschulte Polizeibeamte versuchen, ihn am Telefon zum Aufgeben zu bewegen. „Unser Ziel ist es natürlich, dass wir möglichst eine gewaltfreie Lösung haben und deshalb nutzen wir den Kontakt auch“, erklärt Polizeisprecher Michael Zaschka RTL.

Doch der Mann gibt nicht auf: In der Nacht zum Freitag (9. Oktober) entscheiden sich die Einsatzkräfte schließlich zum Zugriff. Mit Sprengmitteln und Schüssen dringen Spezialkräfte in das Gebäude ein und nehmen den 60-Jährigen fest. Dabei wird er leicht am Bein verletzt.
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Zehn legale Waffen im Besitz – vor der tödlichen Kontrolle gab es keine Warnsignale
Was die Tragödie besonders erschütternd macht: Eigentlich sollte es ein ganz normaler Arbeitstag für die Behördenmitarbeiter werden. Die beiden Angestellten des Landratsamts Neumarkt in der Oberpfalz wollen am Donnerstagnachmittag überprüfen, ob ein Waffenbesitzer seine Schusswaffen ordnungsgemäß aufbewahrt. Doch von diesem Termin werden sie nicht mehr lebend zurückkehren.
Dabei gibt es nach Angaben des Landratsamts vor dem Besuch keinerlei Hinweise auf eine mögliche Gefahr: „Im Falle der Kontrolle von Berngau gab es weder einen konkreten Gefährdungsverdacht noch sonstige Hinweise”, heißt es in der aktuellen Pressemitteilung. Der 60-Jährige besitzt laut den Unterlagen der Behörde zehn Waffen – und zwar völlig legal!
Die Kontrolle bei dem mutmaßlichen Schützen ist daher Routine – eine Begleitung durch die Polizei nicht vorgesehen. „Die Kontrollen werden immer zu zweit durchgeführt und erfolgen bayernweit ohne vorherige Abstimmung mit der Polizei, wenn es keinen konkreten Gefährdungsverdacht gibt”, heißt es weiter in der Pressemeldung.
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Doch dann fallen Schüsse! Gegen 14 Uhr gehen mehrere Notrufe bei Polizei und Rettungskräften ein. Als die Beamten das Wohnhaus erreichen, liegt der Mann bereits leblos vor dem Gebäude. Für den 45-Jährigen kommt jede Hilfe zu spät. Seine Kollegin wird später ebenfalls tot im Haus gefunden.
Warum der 60-Jährige mutmaßlich das Feuer auf die beiden Behördenmitarbeiter eröffnet hat, ist weiterhin unklar. Die Kriminalpolizei Regensburg hat die Ermittlungen übernommen und arbeitet dabei eng mit der Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth zusammen.
Fest steht bislang nur: Aus einer gewöhnlichen Waffenkontrolle wurde eine tödliche Tragödie, die zwei Familien und zahlreiche Kollegen in tiefer Trauer zurücklässt.
Verwendete Quellen: eigene RTL-Recherche, Polizei Oberpfalz, Pressemitteilung Landratsamt Neumarkt
































