„Geschockt, fassungslos und zutiefst traurig”Trauer um erschossene Waffenkontrolleure – Kollegen nehmen bewegend Abschied

„In tiefer Trauer: Uns fehlen die Worte.”
Der Besuch bei einem Mann in Berngau sollte für die beiden Mitarbeiter des Landratsamts eigentlich reine Routine sein. Doch es kommt anders: Bei der Waffenkontrolle fallen tödliche Schüsse. Für die Kollegen der beiden Kontrolleure ist der schreckliche Vorfall unbegreiflich.
„Wir werden sie nicht vergessen”
Es ist ein Schock für die Mitarbeiter des Landratsamts Neumarkt. Von einem Moment auf den nächsten sind ihre Kollegen Bettina (54) und Christian (45) nicht mehr da – getötet, während sie nur ihren Job machen wollten. „In tiefer Trauer: Uns fehlen die Worte”, heißt es in einem Post der Belegschaft auf Instagram. „Wir sind geschockt, fassungslos und zutiefst traurig über den Tod unserer [Kollegen].”
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Es sei schwer zu begreifen, was geschehen ist, heißt es weiter. „Zwei Menschen, mit denen wir gearbeitet, gesprochen und unseren Arbeitsalltag geteilt haben, sind plötzlich nicht mehr da.” Ihre Behörde werde ohne die beiden nicht mehr die gleiche sein, heißt es. „Wir werden sie nicht vergessen.”
Bereits am Abend hatte sich auch der Chef der Behörde, Landrat Martin Meier, zu Wort gemeldet. Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Landratsamts seien geschockt vom Tod der Kollegen. Sein Mitgefühl und seine Anteilnahme gelte der Familie und allen Angehörigen.
Für die Behördenmitarbeiter kommt jede Hilfe zu spät
Mit Spezialkräften kann die Polizei in der Nacht zum Freitag den mutmaßlichen Täter festnehmen. Der 60-Jährige hatte sich in seinem Haus verschanzt. Stundenlang redeten erfahrene Spezialisten auf den verschanzten Mann ein, versuchten, ihn vom Aufgeben zu überzeugen – vergeblich. Mit Sprengmitteln und Schüssen erfolgte schließlich der Zugriff. Der Mann wurde dabei am Bein leicht verletzt.
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Zuvor hatten am Donnerstagnachmittag mehrere Zeugen per Notruf Schussgeräusche bei Polizei und Rettungskräften gemeldet. Schon vor dem weißen Wohnhaus entdeckten die Einsatzkräfte den 45 Jahre alten Behördenmitarbeiter leblos auf dem Boden liegend. Er war bereits tot. Bei Sicherungsmaßnahmen im Gebäude finden stoßen sie dann auf die ebenfall tote Kollegin (54) des 45-Jährigen.
Die beiden Opfer hatten den Angaben zufolge eine routinemäßige Kontrolle im Rahmen von legalem Waffenbesitz durchführen wollen. Dabei geht es unter anderem darum, ob die Waffen richtig gelagert werden. Doch statt dies unter Beweis zu stellen, soll der 60-Jährige das Feuer auf die beiden Kontrolleure eröffnet haben.
Verwendete Quellen: instagram/landkreisneumark, dpa


