Zwei Tote nach WaffenkontrolleGroßeinsatz beendet! Polizei nimmt 60-jährigen mutmaßlichen Schützen fest
Entwarnung in Berngau!
Nach den tödlichen Schüssen auf zwei Behördenmitarbeiter bei einer Waffenkontrolle in der Oberpfalz hat die Polizei den mutmaßlichen Täter festgenommen. Der 60-Jährige wurde dabei durch Schüsse ins Bein verletzt, wie eine Sprecherin des Polizeipräsidiums Oberpfalz dpa bestätigte.
Polizei bestätigt auch den Tod der verletzten Behördenmitarbeiterin

Der Polizeieinsatz in Berngau ist beendet. In der Nacht zum 9. Oktober wurde der 60‑jährige mutmaßliche Täter festgenommen, meldet dpa. Eine Sprecherin des Polizeipräsidiums Oberpfalz erklärte gegenüber der dpa, der Mann sei dabei durch Schüsse ins Bein verletzt worden.
Am Donnerstagabend hatte die Polizei bestätigt, dass auch die bei dem Schusswechsel verletzte Behördenmitarbeiterin ums Leben gekommen ist. „Wir gehen davon aus, dass sie [die Behördenmitarbeiterin] direkt zu Beginn durch die Schüsse getötet wurde“, sagte Michael Zaschka, Sprecher des Polizeipräsidiums Regensburg, gegenüber RTL. Offenbar kam es bei einer Routinekontrolle des Waffenbesitzers durch zwei Behördenmitarbeiter zu den tödlichen Schüssen.
Kollegen trauern um die erschossenen Mitarbeiter
Spezialisten hatten Kontakt zu dem Mann
Der Tatverdächtige hatte sich nach derzeitigen Erkenntnissen alleine im Gebäude aufgehalten. Die Polizei hatte RTL bestätigt: „In dem Gebäude befindet sich weiterhin eine männliche Person, die sich zurückgezogen hat.” Eine Geiselnahme gab es nach RTL-Informationen nicht. Spezialisten für Einsatzkommunikation stellten telefonisch Kontakt zu dem Mann her. „Unser Ziel ist es natürlich, dass wir möglichst eine gewaltfreie Lösung haben und deshalb nutzen wir den Kontakt auch,” hatte Michael Zaschka vom Polizeipräsidium Regensburg gegenüber RTL betont.
Mehrere Notrufe wegen Schussgeräuschen
Gegen 14 Uhr waren bei Polizei und Rettungskräften mehrere Notrufe eingegangen. Anrufer berichteten von Schussgeräuschen in Berngau. Daraufhin rückten zahlreiche Einsatzkräfte aus.

Nach rund drei Stunden unklarer Lage konnte die Polizei den mutmaßlichen Schützen in einem Wohnhaus lokalisieren. Spezialkräfte der Polizei übernahmen die weiteren Maßnahmen. Michael Zaschka vom Polizeipräsidium Oberpfalz sagte, dass die Situation gefährlich sei – sowohl für die Bevölkerung als auch für die eingesetzten Beamten. Deshalb würden speziell ausgebildete Einsatzkräfte mit besonderer Ausrüstung vorgehen. Die Anwohner wurden gewarnt, ihre Häuser nicht zu verlassen und sich von Türen und Fenstern fernzuhalten.
Trauer um getöteten Mitarbeiter des Landratsamtes
Am Abend hat sich der Chef der beiden Waffenkontrolleure zu Wort gemeldet. Landrat Martin Meier teilte mit, alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Landratsamtes seien geschockt vom Tod des Kollegen. Sein Mitgefühl und seine Anteilnahme gelte der Familie und allen Angehörigen.
Nach Angaben der Polizei hatte es sich um eine reine Routinekontrolle des Waffenbesitzers gehandelt. Dabei werde unter anderem überprüft, ob die Waffen vorschriftsmäßig gelagert seien. Sie sollten dem Mann nicht weggenommen werden oder Ähnliches. Entsprechend blieb zunächst völlig unklar, warum der mutmaßliche Täter das Feuer auf die Behördenmitarbeiter eröffnete.
Verwendete Quelle: eigene RTL-Recherche/ Polizei Oberpfalz, dpa
































