Familie und Polizei in großer SorgeFatale Verwechslung – Kidnapper verschleppen falschen Mann in Australien

Mit diesem Foto sucht die australische Polizei nach dem Entführungsopfer
Mit diesem Foto sucht die australische Polizei nach dem Entführungsopfer
x / nswpolice

Entführung im Schlafanzug!
In der Nacht zu Freitag (13. Februar) wird im australischen Sydney ein 85-jähriger Mann verschleppt. Die Polizei ist sich sicher, dass die Kidnapper das falsche Opfer erwischt haben. Sie appelliert an die Männer, den alten Mann umgehend freizulassen.

Entführter hat keine Verbindung zur Unterwelt

Drei Männer dringen am frühen Freitagmorgen in Chris Baghsarians (85) Wohnung in Sydney ein und verschleppen ihn. Den Ermittlungen zufolge wollen die Kidnapper eigentlich einen Mann entführen, der mit einem kriminellen Netzwerk in Verbindung steht, wie verschiedene Medien berichten.

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Baghsarian habe keinerlei Verbindungen zur Unterwelt, betont Polizeichef Marks: „Ich bin hundertprozentig sicher, dass sie die falsche Person haben”, sagt er. Bei seiner Entführung trägt der 85-Jährige laut Polizei einen grauen Schlafanzug und ein rot-grünes Flanellhemd. Seine Familie sei in großer Sorge um ihn. Medienberichten zufolge sind unter Kriminellen in Sydney Fotos und Videos in Umlauf, die Baghasarian mit schweren Verletzungen zeigen.

Video soll Verschleppung zeigen

Kurz nach 5 Uhr morgens am Freitag, dem 13. Februar 2026, erhält die Polizei die Meldung, dass ein 85-jähriger Mann aus North Ryde, einem Vorort von Sydney, entführt worden sei. Ein Überwachungsvideo zeigt mehrere vermummte Männer, die sich vor dem Haus des Opfers aufhalten. Sie nähern sich dem Haus. Minuten später kehren sie mit einem Mann zurück, der sich zu wehren scheint, und verfrachten ihn in den Wagen. Schließlich fahren sie weg.

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Aufnahmen, die etwa fünf Minuten nach dem Überfall auf Chris Baghsarian entstanden sind, zeigen, wie das Licht im Nachbarhaus angeht. Die Nachbarn des 85-Jährigen, alarmiert vom Lärm, rufen die Polizei. Ein dunkler SUV der Marke Toyota sei von der Polizei als Tatfahrzeug identifiziert worden. Später wird der verdächtige Wagen in der Nähe gefunden – ausgebrannt!

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„Teilen Sie uns mit, wo er ist. Bitte.”

Der Leiter der Abteilung für Raub und Schwerverbrechen, Andrew Marks, geht davon aus, dass Baghsarian noch lebt. „Wir setzen alles daran, ihn sicher zurückzubringen“, teilt er in einer Pressekonferenz mit. „Ich bin absolut überzeugt, dass sie den Falschen haben.“

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„Dies ist ein ungewöhnlicher Appell, aber wir appellieren an die Verantwortlichen, Mr. Baghsarian an einen sicheren Ort zu bringen. Teilen Sie uns mit, wo er ist. Wir wollen ihm die notwendige Hilfe, medizinische Versorgung und Behandlung zukommen lassen”, ruft Marks die Entführer auf. „Wir kümmern uns um den Rest. Teilen Sie uns mit, wo er ist. Bitte.”

Verwendete Quellen: dpa, Polizei New South Wales, X,Independent, RNZ, BBC