Tragödie bei Kuchelmiß Junge (†11) stirbt bei Schlittenunfall – Eltern besuchen Unglücksstelle
An den Baumstämmen trauern sie um ihren Sohn.
Einen Tag nach dem tödlichen Unfall eines Elfjährigen in Mecklenburg-Vorpommern kommen die Eltern des Jungen zum Ort der Tragödie. Hier starb ihr Kind, nachdem sein Schlitten, der von einem Auto gezogen worden war, in einen Holzstapel gekracht war. Die Familie ist in einem emotionalen Ausnahmezustand, erfährt RTL in einem kurzen Gespräch mit der Mutter.
Trauer um elfjähriges Unfallopfer
An der Unfallstelle erinnern Blumen, Kerzen und Stofftiere an den Jungen, der bei einer Aktion im Schnee, die vermutlich als Spaß gedacht war, ums Leben gekommen ist. Am Montag (16. Februar) finden die Eltern des toten Kindes die Kraft, zum Unglücksort zu kommen. Sie legen dort einen blau-weißen Fußball und einen großen Teddybären ab. Das Kuscheltier hält ein rotes Herz fest zwischen seinen Pfoten. „I love you” steht darauf.
Nur wenige Meter von der Gedenkstelle entfernt sind Blutspuren im Schnee stumme Zeugen der Tragödie, die sich knapp 24 Stunden zuvor in der Nähe von Kuchelmiß abgespielt hat.
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Schlitten hinter Auto gezogen – Junge stirbt
Nach bisherigen Erkenntnissen der Polizei wurde am Sonntagmorgen (15. Februar) im Landkreis Rostock ein selbstgebastelter Schlitten hinter ein Auto gespannt und gezogen. Auf dem Schlitten saßen zwei Jungen (11 und 13) sowie ein elf Jahre altes Mädchen. „Es gibt derzeit keine Hinweise darauf, dass sie einen Helm getragen haben”, sagt Diana Schmicker, Pressesprecherin der Polizei Rostock, im Gespräch mit RTL.

Bei einem Fahrmanöver soll der Autofahrer (37) die Kontrolle über den Mercedes Vito verloren haben, woraufhin der Schlitten mit einem Holzstapel kollidierte. Dabei wurde der elfjährige Junge so schwer verletzt, dass er noch an der Unglücksstelle im Landkreis Rostock starb. Die zwei anderen Kinder wurden leicht verletzt.
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Polizei ermittelt gegen Unfallfahrer

Der Autofahrer sei zum Zeitpunkt des Unfalls fahrtüchtig gewesen. „Er stand nicht unter dem Einfluss von berauschenden Mitteln oder Medikamenten und es wurde auch keine körperliche Beeinträchtigung festgestellt”, weiß die Sprecherin der Polizei Rostock. Mit ihm im Wagen waren ein 38-jähriger Beifahrer und fünf weitere Kinder im Alter zwischen drei und zwölf Jahren. Der Mercedes-Fahrer ist Vater von dreien dieser Kinder, so die Polizei, sein Beifahrer ist der Vater der bei dem Unfall verletzten Kinder.
Wie schnell der Mann in dem Vito mit den Kindern im Schlepptau unterwegs gewesen sei, sei Gegenstand der polizeilichen Untersuchungen. Gegen den 37-Jährigen, der laut Polizei aus der Region stammt, wird wegen fahrlässiger Tötung und Körperverletzung ermittelt, er sitzt nicht in Untersuchungshaft. Die Polizei befragt nun Zeugen, um das Unfallgeschehen vollständig aufzuklären.
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Eltern trauern an Unfallstelle um ihren Sohn

Die Mutter des toten Jungen erklärt RTL unter Tränen, die Familie würde versuchen, „das Ganze” zu verarbeiten. Noch stehen die Eltern wohl unter Schock. Begleitet werden sie von Onkel und Tante des Kindes, immer wieder umarmen sich die Familienangehörigen. Nach einigen Minuten verlassen die vier Menschen den Unglücksort wieder.
Auf einem Stein, den die Eltern ebenfalls an die Gedenkstelle gelegt haben, steht: „Du lebst in unseren Herzen weiter.”
Verwendete Quellen: eigene RTL-Recherche, dpa, Polizei Rostock


