„Punkt 12“-Moderatoren teilen persönliche Erinnerungen11. September 2001: Katja Burkard sieht Peter Kloeppel im TV – und denkt erst an einen Action-Thriller

Bernd Fuchs und Katja Burkard erzählen, wie sie den 11. September 2001 erlebt haben
Bernd Fuchs und Katja Burkard erzählen, wie sie den 11. September 2001 erlebt haben (Archivbild)
RTL / Boris Breuer

Eine Katastrophe, die sich eingebrannt hat.
Als Katja Burkard am 11. September 2001 den Fernseher einschaltet, sieht sie Peter Kloeppel vor den Bildern der brennenden Türme des World Trade Centers. Zunächst glaubt sie tatsächlich, ihr RTL-Kollege mache Werbung für einen Actionfilm. Bernd Fuchs erlebt den Tag ganz anders – und erwischt in London gerade noch den letzten Flieger, bevor der Luftraum gesperrt wird.

Katja Burkard glaubt zunächst an Werbung für einen Actionfilm

Der Fernseher läuft nur leise. Katja Burkard ist am 11. September 2001 im Mutterschutz, ihre Tochter ist noch ganz klein und soll nicht gestört werden. Als die Moderatorin auf den Bildschirm schaut, sieht sie Peter Kloeppel und die brennenden Türme in New York. Doch was sie dort sieht, kann sie zunächst überhaupt nicht einordnen.

„Ich habe damals gedacht, ach guck mal, der Peter macht Werbung für irgendeinen Action-Thriller, der bei RTL läuft“, erinnert sich Burkard 25 Jahre später im RTL-Interview. Erst als sie am Abend die Nachrichten sieht, begreift sie das Ausmaß.

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Ganz anders erlebt ihr „Punkt 12“-Kollege Bernd Fuchs (54) den Tag. Er ist im Urlaub in England und auf dem Weg nach London, von wo aus er nach Deutschland zurückfliegen will. Im Autoradio hört er zunächst widersprüchliche Meldungen. Irgendwann wird klar, dass es sich um einen Anschlag handelt.

Die Sicherheitsmaßnahmen in London werden sofort verschärft. Fuchs muss sein Auto am Flughafen abgeben, doch Parken ist plötzlich kaum noch möglich. Schließlich schafft er es gerade noch rechtzeitig. „Ich habe echt den letzten Flieger gekriegt, bevor dann auch der Luftraum über London gesperrt war.“

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Katja Burkard hat plötzlich Angst um ihre kleine Tochter

Die Anschläge sind Tausende Kilometer entfernt. Trotzdem fühlt sich die Welt für Katja und ihr Baby plötzlich nicht mehr sicher an.

Die „Punkt12”-Moderatorin erinnert sich, dass sie damals sogar darüber nachdachte, die Stadt mit ihrer kleinen Tochter zu verlassen. „Ich hatte auch Angst, dass jetzt hier in Köln was passieren könnte.“ Ihr Gedanke: zu ihren Eltern aufs Land in den Westerwald fahren. Sie befürchtet: „Da kommt noch was!”

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Auch Fuchs spürt sofort, dass dieser Tag Folgen haben wird. „Ich hatte auch das Gefühl, die Welt ist nicht mehr sicher in dem Moment.“ Seine Befürchtung geht noch weiter: „Ich habe sofort gedacht, das gibt jetzt Krieg.“

25 Jahre später muss Bernd Fuchs noch immer wegschauen

25 Jahre später sind die Erinnerungen bei beiden noch erstaunlich präsent. Manche Aufnahmen des 11. September sind für Katja Burkard (61) und Bernd Fuchs noch immer schwer auszuhalten. „Ich bin immer noch genauso erschüttert wie beim ersten Mal“, sagt Burkard. Besonders das Bild einer vollkommen mit Staub bedeckten Frau habe sich ihr „ins Gehirn gebrannt“. Auch die verzweifelten Szenen an den Türmen kann Burkard nicht vergessen. „Da war so viel Grauen, das konnte man ja kaum verarbeiten.“

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Dieses Bild ging um die Welt: Marcy Borders war die „Staubfrau” und starb 2015 mit nur 41 Jahren an Krebs (Archivbild)
picture-alliance/ dpa | epa afp Honda

Bernd Fuchs geht es ähnlich. Bestimmte Aufnahmen, wie beispielsweise Menschen, die aus den Türmen in den Tod springen, möchte er auch heute nicht sehen. „Ich kann es mir tatsächlich nicht angucken“, sagt er. Dafür braucht es inzwischen nicht einmal mehr die drastischsten Bilder. „Mir reicht das schon, wenn ich nur Rauch sehe und die New Yorker Skyline, dann gucke ich weg.“ Schon damals habe ihn das Geschehen „wirklich sehr belastet“.

Verwendete Quellen: eigene RTL-Recherche