Neue Studie sorgt für Aufsehen Sahne statt Sorgen? Wer diesen Käse isst, hat ein geringeres Demenz-Risiko

Ein Risiko für Herz und Gefäße?
Fettiger Käse und Sahne gelten als ungesund. Aber sie sind es offenbar nicht, wenn es um Demenz geht. Eine schwedisch-chinesische Langzeitstudie förderte jetzt Überraschendes zutage: Der Verzehr von Käse und Sahne mit hohem Fettgehalt könnte das Demenz-Risiko deutlich verringern. Damit stellen die Forscher langjährige Ernährungsempfehlungen infrage.
Langzeit-Studie liefert neue Hinweise zu Demenz
Alles Käse? Wohl eher nicht. Bekanntermaßen gibt es eine Reihe von Faktoren, die mit Demenz zusammenhängen – darunter wenig Bewegung, Alkohol oder fehlende soziale Kontakte. Auf die Liste kommt nun möglicherweise auch noch Käse: Menschen, die keinen essen, erkranken etwas häufiger. Eine neue schwedisch-chinesische Studie, die von der American Academy of Neurology veröffentlicht wurde, bringt die Gesundheitswelt zum Staunen. Denn die Wissenschaftler haben herausgefunden: Fettiger Käse und Sahne können das Risiko für Demenz spürbar verringern. Ja, richtig gelesen – ausgerechnet die lange verteufelten Milchfette stehen plötzlich im Rampenlicht!
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Für die Studie analysierten Dr. Yufeng Du von der Lund Universität und ihr Team die Ernährungsgewohnheiten von fast 27.700 Erwachsenen. Die Teilnehmer, die im Schnitt 58 Jahre alt waren, als die Beobachtung begann, wurden über rund 25 Jahre begleitet. In dieser Zeit erkrankten 3.208 Personen an einer Form von Demenz.
Macht Fett in Käse und Sahne das Gehirn fit?
Die Studien-Teilnehmer mussten ihre Ernährung anhand von Protokollen und Fragen zu ihren Essgewohnheiten genau dokumentieren. Dabei ging es um Mengen, Häufigkeit und Zubereitung. Besonders im Fokus standen Milchprodukte mit hohem Fettgehalt. Dazu zählen Käse-Sorten mit mehr als 20 Prozent Fett wie Cheddar, Brie oder Gouda. Auch Sahne mit 30 bis 40 Prozent Fett floss in die Analyse ein.
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Das überraschende Ergebnis: Was jahrzehntelang als Dickmacher galt, könnte sich als Gehirn-Booster entpuppen! Teilnehmer, die regelmäßig mindestens 50 Gramm (etwa zwei Scheiben Schnittkäse) vollfetten Käse konsumierten, erkrankten deutlich seltener an Demenz als jene, die auf Light-Produkte setzten. Auch bei Sahne zeigte sich ein ähnlicher Zusammenhang. Wer täglich mindestens 20 Gramm verzehrte, hatte ein um 16 Prozent geringeres Demenz-Risiko. Fettarme Milchprodukte sowie Milch, Joghurt, Kefir oder Butter zeigten keinen vergleichbaren Effekt.

Die Forschenden wissen bisher nicht, was die Ursache für den positiven Zusammenhang zwischen Käse und Demenz ist. Es wird vermutet, dass bestimmte Fettsäuren und bioaktive Stoffe entzündungshemmend wirken und Nervenzellen schützen könnten – ein möglicher Schutzschild fürs alternde Gehirn!
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Maßvoller Genuss, kein Käse-Exzess
Heißt das jetzt: Sahne frei? Ganz so einfach ist es natürlich nicht. Die Forscher betonen: Es geht um maßvollen Genuss, nicht um Käse-Exzesse. Eine ausgewogene Ernährung bleibt das A und O – aber wer sich gelegentlich ein cremiges Extra gönnt, muss offenbar kein schlechtes Gewissen haben. Und tut ganz nebenbei noch etwas für seine Gehirn-Gesundheit.
Verwendete Quellen: American Academy of Neurology
































