Koffein zum SchnäppchenpreisCotti Coffee lockt mit 99-Cent-Espresso – und einem cleveren Plan dahinter

Der wahre Preis sind deine Daten!
Ein Espresso für 99 Cent – klingt nach einem Schnäppchen, ist aber Strategie. Mit Kampfpreisen und blitzschnellen Filialeröffnungen will die chinesische Kette Cotti Coffee den deutschen Markt erobern. Doch bezahlt wird mit den persönlichen Daten.
Gratiskaffee für ein Foto
99 Cent für den ersten Espresso, knappe zwei Euro für den Americano, rund 3,40 Euro für den Matcha Latte. Preise, die in der Großstadt-Kaffeeszene geradezu provozieren. Während andere Cafés teurer werden, setzt Cotti auf das Gegenteil und lockt mit Rabatten.

Doch der Billig-Espresso gilt nur für Neukunden. Wer weiter sparen will, muss über die App bestellen – und seine persönlichen Daten angeben. Einen Gratiskaffee gibt’s, wenn man das Becherfoto in den sozialen Medien postet. Regulär kostet der Espresso zwei Euro. Die Kette will eine klare Botschaft senden: Hier gibt es Kaffee günstiger als anderswo.
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Ganz neu ist das Billigcafé-Prinzip in Deutschland nicht. Auch das Berliner Start-up LAP Coffee expandiert seit rund drei Jahren mit vergleichsweise niedrigen Preisen in Großstädten.
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To go statt Gemütlichkeit
In den Läden von Cotti Coffee merkt man schnell: Hier geht’s nicht um Gemütlichkeit. Dunkle Theken, kaum Sitzplätze, alles auf To go getrimmt. Manche Filialen bestehen sogar nur aus Abholstationen. Statt Wohnzimmer-Feeling gibt’s also Effizienz pur.
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Auf der Karte stehen Klassiker wie Latte oder Americano – doch die Stars sind Matcha, Kokos Latte oder Grapefruit Americano. Getränke, die schnell auftauchen und wohl genau so schnell wieder verschwinden, wenn der nächste Trend aufgetaucht ist.
Verwendete Quellen: focus.de
































