Fragwürdige WerbungYouTuber erfindet Krankheit – Medizin-Influencer fallen darauf herein

YouTuber Marvin Wildhage ist für spektakuläre Aktionen bekannt
YouTuber Marvin Wildhage ist für spektakuläre Aktionen bekannt (Archivbild)
picture alliance / Panama Pictures | Christoph Hardt

Eine Ärztin denkt sich sogar zusätzliche Symptome aus.
Wie leicht lassen sich Medizin-Influencer für Werbekampagnen gewinnen? Dieser Frage geht YouTuber Marvin Wildhage in einem neuen Experiment nach. Dafür erfindet er kurzerhand eine Krankheit – und stößt nach eigenen Angaben auf erschreckend wenig Widerstand.

Eine Krankheit, die es gar nicht gibt

Mit seinen aufwendigen Pranks sorgt Marvin Wildhage immer wieder für Schlagzeilen. Diesmal nimmt der YouTuber Medizin-Influencer ins Visier. In seinem neuen Video erfindet er eine angebliche Krankheit, bei der die Nase stark anschwillt – eine Anspielung auf Pinocchio.

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Dazu entwickelt er eine komplette Werbekampagne mit einer erfundenen Pharmafirma. Selbst der Name der angeblichen Firmenchefin, „Dr. Geppetto“, ist ein versteckter Hinweis auf den Schwindel. Auf der eigens eingerichteten Internetseite finden sich nach Angaben Wildhages außerdem mehrere Hinweise darauf, dass die Geschichte nicht echt ist.

Mehrere Influencer machen trotzdem Werbung

Wie Tag24 berichtet, findet Wildhage trotzdem mehrere Medizin-Influencer, die bereit sind, die frei erfundene Krankheit in ihren Beiträgen vorzustellen. Besonders brisant: Eine frisch approbierte Ärztin soll laut dem YouTuber behauptet haben, die Krankheit bereits im Studium behandelt zu haben. Außerdem habe sie weitere Symptome genannt, die laut Wildhage nicht einmal Teil des Briefings gewesen seien.

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Mit dem Experiment will Wildhage nach eigenen Angaben auf sogenannte „Disease Awareness Kampagnen“ aufmerksam machen. Dabei werde scheinbar nur über eine Krankheit informiert, am Ende solle aber häufig ein bestimmtes Medikament oder eine Behandlung beworben werden.

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Auf Instagram schreibt der YouTuber, Pharmaunternehmen nutzten solche Kampagnen, weil Ärzte selbst kaum klassische Werbung für Medikamente machen dürften. Er betont jedoch auch, dass sein Experiment nicht alle Medizin-Influencer unter Generalverdacht stellen solle. Wer medizinische Inhalte verbreite, trage aber eine besondere Verantwortung – schließlich könne es dabei auch um die Gesundheit der Follower gehen.

Verwendete Quellen: Instagram, Tag24