Es sind die Szenen, die viele irritieren: „Elephant, Elephant … naninanaiii“ Die Influencer Jordan und Semih lassen live einen Elefanten zu sich ins Studio führen. Sie sind für verrückte und extreme Aktionen bekannt.
Das riesige Tier hat zur Decke kaum Platz, steht beengt in dem dunklen Raum. Während die Streamer um den Elefanten tanzen, läuft laut Musik. Im Netz hagelt es Kritik und auch die Leute in Mannheim, die sich die Aufnahmen heute anschauen, sind erschrocken:
„Ich finds gar nicht in Ordnung – Tierquälerei!“ „Das ist nicht artgerecht, der Elefant ist zu groß“ „Mir tut das Tier leid und ich finds einfach nicht richtig.“ „Ich denke mir halt nur salopp gesagt, was das für Idioten sind, das ist ein lebendiges Wesen, das hochgradig intelligent ist, das ist einfach falsch.“ Der Elefant kommt vermutlich von einem Elefantenhof, der seine dressierten Tiere für verschiedene Shows oder Events zur Verfügung stellt.
„Das ist natürlich kein Tanzen, so wie wir das für uns Menschen definieren, sondern das ist sehr wahrscheinlich ein Kunststück. Und da muss man sich bewusst sein, dass Elefanten als Wildtiere grundsätzlich nur mit Gewalt und Zwang zu Zirkuskunststücken zu bringen sind. Das ist verantwortungslos und auch ein schlechtes Beispiel natürlich für junge Menschen, die sich sowas anschauen, dass hier Tiere instrumentalisiert werden für schnelle Klicks und und Views.“
Die Streamer haben das Video mittlerweile gelöscht. Ob das Ganze für Jordan und Semih auch rechtliche Konsequenzen haben wird, sie also gegen die Tierschutzverordnung verstoßen haben, wird alleine aus dem Video nicht klar.
Sicher ist aber: Die Aktion hat eine Debatte ausgelöst – darüber, wo die Grenzen von Unterhaltung im Livestream liegen.
Verwendete Quellen: eigene RTL-Recherche und m.twitch.tv/jordan_semih