70 Prozent sind vermeidbar!Mit diesen acht Tipps könnt ihr einem Schlaganfall vorbeugen

Diese Zahl lässt aufhorchen!
Laut Statistik sind mindestens 70 Prozent der Schlaganfälle vermeidbar. Das heißt, wir alle können selbst aktiv vorbeugen, um einen Schlaganfall zu vermeiden. Gesunde Ernährung, regelmäßige Bewegung und nicht rauchen – es gibt viele Dinge, die wir selbst in der Hand haben. Wir stellen euch acht Tipps zur Vorsorge vor.
Was genau bei einem Schlaganfall im Körper passiert, seht ihr im Video.

1. Ernährt euch gesund

Wenn ihr einem Schlaganfall vorbeugen wollen, könnt ihr das besonders gut über die Ernährung erreichen. Besonders gesund für die Gefäße ist die sogenannte „Mittelmeerkost“ oder auch „Mittelmeerdiät“. Studien haben herausgefunden, dass diese Art der Ernährung das Herzinfarkt-Risiko um 30 Prozent reduziert.

Das heißt konkret:

  • Esst möglichst viel Obst und Gemüse.

  • Verwendet zum Braten lieber Olivenöl anstatt Butter.

  • Esst weniger Wurst und Fleisch. Stattdessen könnt ihr öfter zu Fisch greifen.

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2. Sorgt für viel Bewegung und Sport

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt, sich an mindestens fünf Tagen in der Woche jeweils mindestens 30 Minuten lang zu bewegen. Besonders Ausdauersport reguliert den Zuckerstoffwechsel und senkt Blutdruck- und Cholesterinwerte. Ein leichtes Ausdauertraining ist der ideale Start, um schon bald wieder fit und leistungsfähig zu sein. Wir sagen euch, wie ihr am besten mit welchen Sportarten Kondition aufbauen.

Besonders geeignete Sportarten:

  • Schwimmen

  • Radfahren

  • Walken

Wichtig: Untrainierte Menschen über 35 Jahren sollten sich zunächst von einem Arzt untersuchen lassen, bevor sie mit dem Sport beginnen.

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3. Behaltet euer Gewicht im Blick

Durch überschüssige Pfunde steigt euer Schlaganfall-Risiko um das Zwei- bis Dreifache. Der Grund: Übergewicht führt häufig zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes, Gicht und anderen Stoffwechselerkrankungen.

Ob ihr unter Übergewicht leidet, könnt ihr hier leicht mit dem Body-Mass-Index-Rechner berechnen.

4. Verzichtet auf Nikotin!

Dass Rauchen ungesund ist, wissen wir alle. Aber wusstet ihr, dass Raucher ein doppelt so hohes Schlaganfall-Risiko wie Nichtraucher haben? Denn Rauchen verengt die Blutgefäße und erhöht den Blutdruck. Deshalb ist der Verzicht auf Nikotin ein sehr wichtiger Baustein der Schlaganfall-Vorbeugung. Und es gibt gute Nachrichten: Wenn ihr mit dem Rauchen aufhört, verringert sich euer Schlaganfallrisiko wieder. Seht hier im Video, was im Körper passiert, wenn ihr mit dem Rauchen aufhören.

5. Trinkt wenig oder gar keinen Alkohol

Fresh sangria punch on a summer terrace under a sun umbrella
Ein Cocktail hier und da ist definitiv lecker. Dennoch sollte man es nicht übertreiben! (Symbolbild)
Getty Images/iStockphoto, Muenz

Schon in geringen Mengen erhöhen Wein, Bier & Co. das Risiko für eine Hirnblutung, die zweithäufigste Form eines Schlaganfalls. Bei größeren Mengen Alkohol steigt auch die Gefahr für einen Hirnschlag durch Minderdurchblutung (ischämischer Schlaganfall), der häufigsten Form von Apoplex. Völlig verzichten müsst ihr aber nicht. Wenn ihr sonst keine Risikofaktoren für einen Schlaganfall aufweist, gelten geringe Mengen an Alkohol als gesundheitlich akzeptabel.

Das heißt konkret:

  • Frauen sollten nicht mehr als ein Glas Bier oder ein halbes Glas Wein am Tag trinken.

  • Männer können die doppelte Menge konsumieren.

Wichtig: Egal ob Männer oder Frauen, an mindestens zwei Tagen in der Woche solltet ihr gar keinen Alkohol trinken.

Schauen Sie hier, was mit dem Körper passiert, wenn Sie drei Wochen keinen Alkohol mehr trinken.

6. Checkt regelmäßig euren Blutdruck

Erhöhter Blutdruck ist der Hauptrisikofaktor für einen Schlaganfall. Das Tückische am Bluthochdruck: Er verursacht zunächst keine Beschwerden. Betroffene bemerken ihn daher oft erst spät. Deshalb ist es wichtig, regelmäßig den Blutdruck zu messen und erhöhte Werte behandeln zu lassen. Neben Medikamenten lässt sich Bluthochdruck auch mit ganz natürlichen Mitteln senken.

7. Habt euren Cholesterinspiegel im Blick

Sind eure Cholesterinwerte erhöht, steigt die Gefahr von Ablagerungen in den Blutgefäßen. Welchen Wert ihr anstreben müsst, solltet ihr individuell mit eurem Arzt klären. Denn die Grenzwerte hängen zum Beispiel davon ab, wie viele weitere Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen bei euch vorliegen. Auch hier gilt: Eine ausgewogene Ernährung und reichlich Bewegung können eure Cholesterinwerte und weitere Blutfettwerte günstig beeinflussen.

8. Vermeidet Stress!

Dauerstress hat einen negativen Einfluss auf die Gesundheit. Unter anderem erhöht er den Blutdruck und den Cholesterinspiegel. Vermeidet also nach Möglichkeit Stressauslöser. Findet heraus, was eurer Psyche am besten hilft: Sport, ein interessantes Hobby oder auch ein Spaziergang im Grünen. Denn Forscher empfehlen Waldbaden zur Stressbewältigung. Schon 20 Minuten im Grünen helfen.

Hinweis: Dieser Artikel erschien zuerst 2023 auf RTL.de